Presseecho Spiel in Nümbrecht

Ein Punkt im Spitzenspiel

Ein Punkt im Spitzenspiel
Landesligist Schlebusch erreicht in Homburg-Nümbrecht ein 1:1 — Kunz wird Trainer beim FCL

Im Nachhol- und Spitzenspiel der Fußball-Landesliga trennten sich der Tabellenzweite SSV Homburg-Nümbrecht und dessen erster Verfolger SV Schlebusch 1:1. Schlebusch gelang es damit zwar nicht, den Abstand auf die Platzherren zu verkürzen, doch unzufrieden war Trainer Stefan Müller keineswegs: „Im Endeffekt geht das Remis absolut in Ordnung. Die Partie hatte vieles, was man in einem Topspiel erwartet. Mit etwas Glück gewinnen wir dort, genau so gut aber kann Nümbrecht kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielen.”

Nach einem Ballverlust im Mittelfeld kassierten die Gäste bereits nach neun Minuten den Gegentreffer durch Tom Barth, der nach einer präzisen Flanke per Kopfball vollstreckte. Danach entwickelte sich ein Spiel zwischen beiden Strafräumen ohne nennenswerte Torchancen, dafür mit großem Einsatz und einigen taktischen Raffinessen hüben wie drüben. „In der Pause mussten wir reagieren, das war klar. Wir entschlossen uns, unser Spiel mehr dem der Nümbrechter anzupassen”, sagte Müller, ohne auf Details einzugehen.

Was auch immer es gewesen seine mag, fest stand, dass diese Maßnahme fruchtete. Der SVS war nun wesentlich präsenter in der Offensive und setzte den Tabellenzweiten nun unter Druck. Nach einigen vergebenen Großchancen, unter anderem durch Michael Urban und Nico Annas, erzielte Innenverteidiger Martin Schulz mit einem entschlossenen Kopfball nach einem Eckstoß von Denis Labusga nach 81 Minuten den längst fälligen Ausgleichstreffer. Kurz danach traf Labusga nur das Außennetz, ehe Nümbrecht nach einem Konter die Riesenchance zum 2:1 verpasste, als man das leere Tor nicht traf (86.).

Am Sonntag steht nun für Schlebusch das Stadtderby beim FC Leverkusen an (15.15 Uhr, am Birkenberg). „Für uns sicherlich eine sehr undankbare Aufgabe, nicht zuletzt aufgrund der Entwicklungen unter der Woche”, so Müller, der darüber hinaus keine besondere Brisanz in dieser Begegnung sieht: „Für uns eher ein Spiel wie jedes andere, zumal es untereinander kaum Berührungspunkte gibt.”

Nach eingehenden Gesprächen hatte man beim FCL entschlossen, dass das bisherige Spielertrainerduo mit Erkan Öztürk und Vali Tsaprantzis ab sofort nur noch als Spieler fungieren wird. Dafür übernimmt Vereinschef Michael Kunz den Trainerposten bis zum Saisonende. „Wir waren uns alle einig, dass dies definitiv für die Mannschaft die beste Entscheidung ist”, erklärte Tsaprantzis. Kunz äußerte sich ähnlich: „Den beiden ist gar kein Vorwurf zu machen, sie haben ihr ganzes Herzblut in diese Doppelfunktion gesteckt. Aber das Team, das sich mitten im Abstiegskampf befindet, braucht sie nun als Spieler”, meint Kunz, der seine Schützlinge vor dem Derby nicht unter Druck setzen möchte: „Schlebusch ist sicherlich nicht die Mannschaft, gegen die wir unbedingt punkten müssen. Diesbezüglich warten noch ganz andere Gegner, vor allem direkte Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.”

Schlebusch gewinnt in Nümbrecht

Quelle:
Rheinische Post
Autor:
Lars Hepp

Schlebusch gewinnt Neun-Tore-Spektakel

Der 13. Saisonsieg war reich an Höhepunkten. Coach Stefan Müller lobte die Entwicklung seines Teams.

Fußball-Landesliga: SSV Homburg-Nümbrecht – SV Schlebusch 3:6 (3:2).

Auch die schwere Auswärtshürde im Oberbergischen Nümbrecht haben die Schlebuscher Fußballer erfolgreich genommen und damit den dritten Tabellenrang gefestigt. Allerdings sah es zunächst nicht nach einem Erfolg für den Favoriten aus, denn die Gäste lagen im Spielverlauf 2:0 und 3:1 im Rückstand. “Wir haben einige Zeit benötigt, um auf Touren zu kommen”, erklärte Trainer Stefan Müller, der sich aber über eine fast perfekte zweite Halbzeit freuen konnte. Da machten die Schlebuscher mit beeindruckenden vier Toren alles klar.

Schon nach fünf Minuten musste Torhüter Christoph Geschonneck das erste Mal hinter sich greifen. Die Platzherren waren durch einen direkt verwandelten Freistoß erfolgreich. In der 18. Minute gelang dem Gastgeber der zweite Treffer. Denis Labusga verkürzte nur kurze Zeit später zum 2:1 (23.), doch nach einer halben Stunde durften die Nümbrechter schon das dritte Mal jubeln. Tim Breddemann erzielte kurz vor dem Seitenwechsel den 3:2-Anschluss – ein wichtiger Treffer mit starker psychologischer Wirkung. “Damit waren wir wieder in Reichweite und wir haben uns in der Pause so richtig eingeschworen”, erklärte Müller über die eindrucksvolle Reaktion seiner Mannschaft. Maik Maier mit einem Doppelpack (55./88.), Denis Labusga (66.) und Michael Urban (75.) sorgten mit ihren Treffern für die Entscheidung des Torfestivals.
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Ein Sonderlob gab es von Müller für Mittelfeldspieler Tim Breddemann, der mit viel Übersicht sowie hoher Präzision agierte und damit ein Schlüssel für den wichtigen Sieg war. “Er hat sicherlich noch aus einer guten Mannschaft herausgeragt. In jedem Fall ist dieser Auftritt ein weiterer Schritt nach vorne für uns gewesen. Die Jungs haben eine tolle Entwicklung in den vergangenen Monaten genommen”, resümierte der Coach die anhaltende Erfolgsgeschichte der Schlebuscher Fußballer.

Kommendes Wochenende geht es zu Hause gegen den Tabellenzehnten SC Fortuna Köln II, gegen den das SVS-Team den 14. Saisonsieg einfahren will.
(lhep)

Quelle:
Oberberg Aktuell –
http://www.oberberg-aktuell.de/index.php?id=69&tx_ttnews[tt_news]=189804&cHash=00ad8d2c63

Nümbrecht gegen Schlebusch mit zwei Gesichtern, Neuzugang Sebastian Ramspott feiert Debüt – Die Landesliga wird präsentiert von der Sparkasse der Homburgischen Gemeinden (AKTUALISIERT).
SSV Homburg-Nümbrecht – SV Schlebusch 3:6 (3:2).
„Wir haben es geschafft, die beste und die schlechteste Halbzeit in dieser Saison in 90 Minuten zu packen“, sagte Torsten Reisewitz nach dem Neun-Tore-Spektakel, das aufgrund eines unerklärlichen Einbruchs der Hausherren nach dem Kabinengang verdient an die Gäste ging. Der SSV begann richtig stark. Julian Schwarz betätigte sich abermals bei seiner Lieblingsübung und versenkte einen Freistoß in den Maschen. Das 2:0 ging auf das Konto von Dennis Kania, nachdem Christian Rüttgers den gegnerischen Torhüter zu einem Fehlpass gezwungen hatte und Kania konsequent nachsetzte.
Der Anschlusstreffer fiel durch einen Freistoß, der in der Torwartecke landete. Nümbrecht ließ sich von diesem Rückschlag zunächst nicht aus dem Konzept bringen und stellte in Person von Manuel Schwarz, der einen gelungenen Angriff über mehrere Stationen abschloss, den alten Abstand wieder her. Gästetrainer Stefan Müller reagierte: Bei Ballbesitz der Schlebuscher sah sich die Viererkette des SSV fortan mit vier Spitzen konfrontiert. Beim 3:2 sah Keeper Dennis Kulisch erneut nicht gut aus, weil er bei einer Flanke in den Fünfmeterraum nicht eingriff. Ein SVS-Akteur stocherte die Kugel über die Linie.
„Nach der Pause hat man gemerkt, dass wir in den letzten Wochen lediglich mit elf, zwölf Mann trainiert haben“, ging den Blau-Gelben laut Reisewitz förmlich die Luft aus, was zur Folge hatte, dass die Passwege im Mittelfeld nicht mehr konsequent zugestellt wurden und die SV-Offensivabteilung um Top-Goalgetter Maik Maier deshalb richtig ins Rollen kam. „Wir haben es nicht verstanden, als Mannschaft geschlossen dagegenzuhalten“, so Reisewitz.
Beim SSV war der Puls kaum noch wahrnehmbar, der Tabellendritte agierte mit hohem Tempo und drehte die Partie zwangsläufig. Der eingewechselte Kilian Seinsche verbrachte nur ein paar Minuten auf dem Feld, weil er eine Ampelkarte abholte. Zu diesem Zeitpunkt stand mit Sebastian Ramspott (Bild) ein Neuzugang auf dem Platz. Reisewitz kennt den Kicker, der zuletzt für den Bezirksligisten SV Brilon gespielt hat, ehe für ein Jahr zum Studium in Brasilien weilte, aus gemeinsamen Zeiten bei Borussia Lindenthal-Hohenlind. Der gelernte Innenverteidiger wird zunächst bis zum Saisonende aushelfen. Angesichts der Ausfälle im Abwehrbereich ist Reisewitz dankbar, dass sich Ramspott zur Verfügung stellt.
Tore
1:0 Julian Schwarz (6.), 2:0 Dennis Kania (19.), 2:1 (23. Freistoß), 3:1 Manuel Schwarz (31.), 3:2 (40.), 3:3 (55.), 3:4 (67.), 3:5 (75.), 3:6 (90.+2).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen den Nümbrechter Kilian Seinsche (82.)

SSV Homburg-Nümbrecht
Dennis Kulisch; Philipp Wirsing, Alexander Epstein, Michel Hock (75. Sebastian Ramspott), Dennis Kania, Jonas Wagner (75. Kilian Seinsche), Julian Schwarz, Christian Rüttgers, Tom Barth, Mike Großberndt (57. Joscha Trommler), Manuel Schwarz.