Ruhiger, disziplinierter, effektiver

Quelle:
fupa.net
Leverkusener Anzeiger
Autor:
Frank Graf
Fotos:
Uli Herhaus

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Spielführer Dominik Dohmen besänftigt die Verlierer

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Raufeiser und Labuga feiern ein Tor

Ruhiger, disziplinierter, effektiver!
Landesliga-Derby in Leverkusen: Bei Schlebuchs 5:1 gegen den FCL werden die Unterschiede zwischen den beiden Teams deutlich
Worin derzeit — abgesehen vom Tabellenstand — die Unterschiede zwischen den Fußball-Landesligisten FC Leverkusen und SV Schlebusch liegen, war im Derby auf dem Birkenberg deutlich zu erkennen. Die Schlebuscher wirkten geordneter, ruhiger, disziplinierter, zielstrebiger und auch effektiver, was in der Summe auch den 5:1 (2:1)-Erfolg der Elf von Coach Stefan Müller erklärte. Dessen Elf nahm sogar nach dem 5:1 durch Denis Labusga nach rund einer Stunde das Tempo und damit die Intensität heraus, ohne noch unter Druck zu geraten.

Die Leverkusener waren derweil spürbar mit sich selbst beschäftigt und wirkten nur selten wie eine Einheit. „Es war ja klar, dass nicht direkt die vorgenommenen Änderungen greifen würden”, meinte Michael Kunz, der unter der Woche das Traineramt übernommen hatte, während die bisherigen Spielertrainer Erkan Öztürk und Vali Tsaprantzis nur noch als Aktive auf dem Platz helfen sollen. „Es wird sicherlich noch ein paar Wochen dauern, bis die Rädchen greifen. Aber nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden”, betonte Kunz.

Dessen Mannschaft startete durchaus ordentlich und ging auch nach zwölf Minuten durch Aristote Mambasa Masudi in Führung. Diese hielt jedoch nur sechs Minuten an, weil Samet Cetin ein katastrophaler Fehler unterlief, den Labusga zum Ausgleich nutzte. Beim 2:1 für den SVS nach 30 Minuten durch Tim Breddemann und auch beim 3:1 wenige Sekunden nach Beginn der zweiten Hälfte durch Marcel Schulz offenbarten sich einmal mehr die Schwächen des FCL bei Standardsituationen, in diesem Fall bei Eckstößen. „Hier muss sich dringend etwas ändern, beispielsweise dass wir diese Sachen demnächst im Raum verteidigen”, erklärte der FCL-Coach.

Allerdings hätte es gar nicht zu der Ecke vor dem 1:3 kommen dürfen, die Nelson Freitag unnötigerweise verschuldete. Danach hatten die Gäste relativ leichtes Spiel. Nach 54 Minuten traf Jan-Eric Birken mit einem abgefälschten Schuss aus 20 Metern zum 4:1, ehe Labusga mit seinem zweiten Treffer nach einer Stunde nachlegte.

Kurzzeitig lagen dann bei einigen Spielern der Gastgeber auch die Nerven blank: Nach 70 Minuten sah Bahadir Incilli nach einem Foul Gelb-Rot, und wenige Sekunden danach wurde der munter vor sich hin schimpfende Enzo Bosa ebenfalls mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt. Ein Bärendienst, den der Torjäger damit seinem Team erwies. „Danach haben wir versucht, das Ganze nicht eskalieren zu lassen. Ich bin zufrieden, weil wir präsent in den Zweikämpfen waren und Teamspirit gezeigt haben. Nach dem fünften Tor haben wir den Rest des Spiels ruhig und clever über die Bühne gebracht”, so Müller.

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