Ein gebrauchter Tag für Schlebusch

Quelle:
Leverkusener Anzeiger
Autor:
Frank Graf
Foto:
Uli Herhaus

Gebrauchter Tag für Schlebusch
Landesligist unterliegt Oberpleis 0:4 und gibt Platz zwei ab

War es der Schock über eine schwere Verletzung des Stürmers der 2. Mannschaft, Benjamin Liese, dessen Erstbersorgung durch die Besatzung des Rettungswagens der Feuerwehr und das lange Warten auf den Notarzt nicht nur seine Mannschaftskameraden, sondern wohl auch die Spieler der 1. Mannschaft den “freien Kopf” geraubt hatte,- fanden sie doch zunächst garnicht ins Spiel gegen Oberpleis. Vielleicht hatte man sich wohl auch gedanklich zu intensiv darauf sie doch offenkundig konzentriert, wie, wie man am Besten Supertorjäger, Tim Miebach, ausschalten könne, der aber garnicht auf dem Platz stand. Jedenfalls war man wohl kaum auf den “raketenschnellen” Miebachersatz, Dominick Lorenz, eingestellt, der aber scheinbar nach Belieben die Schlebuscher Abwehr überlief. Jedenfalls stand es nach kurzer Zeit bereits 0:2 für die Gäste durch Tore von Henscheid und eben diesen Lorenz, der später noch zwei weitere Tore (seine ersten Landesligatore, 1 – 3, erzielte, was Schlebuschs dezimierte Abwehr (es fehlten Herbel, Hinzmann, Martin Schulz und Weistroffer) von einer Kalamität in die nächste stürzte.
Nach dem 0:4 (0:2) gegen den TuS Oberpleis und der damit zweiten Niederlage in Folge hat der Fußball-Landesligist SV Schlebusch Platz zwei vorrübergehend wieder an die Oberpleiser abgegeben. SVS-Coach Stefan Müller blieb allerdings gewohnt entspannt: „Der Gegner hat völlig verdient gewonnen und sicherlich einen Sahnetag erwischt, während bei uns einfach nichts zusammenlief. Solche Tage gibt es, da mache ich keinem meiner Spieler auch nur ansatzweise einen Vorwurf.”

Zwar waren die Schlebuscher permanent feldüberlegen, taten sich jedoch gegen die defensiv gut organisierten Gäste stets schwer. Torchancen erspielten sie sich jedenfalls kaum. Zudem konterte der neue Tabellenzweite effektiv, nutzte direkt die ersten beiden Chancen durch Jonas Henscheid (8.) und Dominik Lorenz (22.). Womöglich wäre dieses Spitzenspiel dann doch anders, zumindest aber enger verlaufen, wäre fünf Minuten vor de Halbzeit den Platzherren das Glück hold gewesen. Nach einem Eckstoß kam Tobias Balduan zum Kopfball, doch sein Teamkollege Tim Breddemann klärte unfreiwillig auf der Torlinie.

„Diese Szene war im Prinzip symptomatisch für das gesamte Spiel”, so Müller. Einfach so herschenken wollten die Schwarz-Gelben die Partie aber nicht. Sie machten und taten, aber irgendwie fehlten an allen Ecken und Kanten ein paar Prozentpunkte. Nachdem Lorenz nach 68 Minuten zum zweiten Mal für die Gäste einnetzte, war die Begegnung endgültig entschieden. „Am Ende fehlte dann auch der Glaube daran, doch noch etwas erreichen zu können. Aber wie gesagt, ein Vorwurf an meine Jungs soll das nicht sein”, betonte Müller, den es auch nicht sonderlich ärgerte, dass sich Lorenz nach 88 Minuten zum dritten Mal als Torschütze feiern lassen durfte.

Michael Urban kam leider auch nicht in eine gute Einschußposition

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