Wiehl verteilt Geschenke und verliert

Marcel Schulz war von den Wiehlern nicht am Torschuß zu hindern

Oberberg – FV unterliegt Schlebusch nach verschlafener Anfangsphase – Nümbrecht landet Auswärtscoup beim Spitzenreiter – Die Fußball-Landesliga wird präsentiert von der Sparkasse der Homburgischen Gemeinden (AKTUALISIERT).

FV Wiehl – SV Schlebusch 1:3 (0:2).

Nach der vermeidbaren Heimpleite gegen den SV Schlebusch ist der FV Wiehl auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. „Wir waren nicht schlechter als Gegner, aber nicht so effektiv. Vorne nutzen wir unsere Chancen nicht und hinten verteilen wir wieder Geschenke. Wenn du die Dinger nicht machst, kannst du einen Rückstand nicht umbiegen“, erklärte Coach Jan Kordt. Die Gastgeber erwischten einen Horrorstart: Nach vier Minuten lag die Kugel zum ersten Mal im Netz, nachdem David Jäckel den trickreichen Versuch von Tobias Grützner, der per Hacke knipsen wollte, noch abwehren konnte, Marcel Schulz den Abpraller aber über die Linie schob.

Marcel Schulz . obwohl übber die Woche Muskelverletzt schoß zwei wichtige Tore

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Hier ist allerdings Nico Annas Herr des Geschehens.

Wenig später verteidigte die FV-Hintermannschaft erneut sehr luftig. Jan-Eric Birken hatte genügend Platz und Zeit, den freistehenden Grützner zu bedienen – 0:2. Es dauerte einige Zeit, bis sich die FV-Kicker von dieser doppelten Spaßbremse erholten. Nicolai Annas hätte sogar auf 0:3 stellen können, doch sein Distanzkracher landete an der Querstange (19.). Die Kordt-Elf kam danach besser ins Spiel, schlug aus der optischen Überlegenheit – und einer Vielzahl von Eckstößen – kein Kapital. Vinzent Stoffel zielte knapp vorbei (21.), ähnlich wie Annas auf der Gegenseite (23.). Die beste Chance auf den Anschlusstreffer vergab Marius Mukherjee, der nach einem Lupfer-Zuspiel von Michael Möller an Keeper Christoph Geschonnek scheiterte (28.).

Der SVS-Schlussmann war auch in der nächsten Szene gefordert und busgierte einen abgefälschten Stoffel-Schuss mit den Fingerspitzen über die Latte (36.). Zu schwach war der Abschluss von Christopher Lieblang, den Geschonnek im Nachfassen sicherte (41.). Jäckel behielt kurz vor der Pause gegen Amine Azzizi die Oberhand (45.). Nach dem Seitenwechsel blieb Wiehl das aktivere Team, wobei die Fahnen in der Offensive weiterhin auf Halbmast standen. Geschonnek vereitelte eine Möglichkeit von Ozan Taskiran (53.), ehe der eingewechselte Zudi Hajredini mit einem sehenswerten Schlenzer für einen Silberstreif am Horizont sorgte.
Allerdings gelang Marcel Schulz eine Viertelstunde vor Ultimo das 1:3. Weil Hajredini und Jan Peters ebenfalls an Geschonnek verzweifelten (79., 82.), war die Niederlage nicht mehr abzuwenden. Kordt: „So ist das, wenn man unten drin steht. Die Jungs haben ein gutes Spiel abgeliefert – bis auf die ersten zehn Minuten.“

Tore

0:1 Marcel Schulz (4.), 0:2 Tobias Grützner (8.), 1:2 Zudi Hajredini (59.), 1:3 Marcel Schulz (75.).