Der Schlebuscher trifft aus 50 Metern ins gegnerische Tor. Am Ende muss sich der Fußball-Landesligist dennoch mit einem 3:3 begnügen.

Quelle:
Rheinische Post
Autor:
Lars Hepp
Foto:
Uwe Miserius


Tobias Grützner (r.) kann von seinem Gegenspieler nicht am Schuss gehindert werden – der Versuch landet zum 2:1 für den SVS im Tor.

Nur 3:3 trotz Traumtor: Annas’ Geniestreich reicht nicht für den SVS

Fußball-Landesliga: SV Schlebusch – TuS Oberpleis 3:3 (1:1).

Es hätte der Spieltag für den SV Schlebusch werden können. Praktisch die gesamte Konkurrenz ließ am Wochenende Federn und der SVS hätte ordentlich Boden gutmachen können. Doch trotz dreimaliger Führung brachte die von Stefan Müller trainierte Mannschaft den Sieg nicht über die Zeit und trennte sich am Ende 3:3 vom Achten aus Oberpleis.

„Man muss manchmal auch diesen Drops so lutschen. Klar hatten wir viele Vorteile auf unserer Seite, doch gegen einen starken Gegner haben wir leider den Sack nicht zumachen können“, sagte Müller. Nach einer Viertelstunde brachte Tim Breddemann die Platzherren in Führung. In der 28. Minute zogen die Gäste das erste Mal gleich. Tobias Grützner (51.) brachte wieder den SVS in Front, ehe die Oberpleiser nach über einer Stunde wieder an der Reihe waren.

120 Sekunden danach gelang Nicolai Annas ein Geniestreich: Bei der Ballannahme aus der eigenen Hälfte sah er den TuS-Torhüter zu weit vor dem eigenen Kasten stehen und fasste sich aus über 50 Metern ein Herz. Und tatsächlich gelang Annas das Kunststück, das wohl gute Chancen hätte, zum Tor des Jahres gewählt zu werden. „Das war wirklich einmalig“, sagte Müller.

Die Freude währte jedoch erneut nur vier Minuten, ehe den starken Gästen der erneute Ausgleich gelang. „Der Gegner hat sehr mutig nach vorne gespielt und ist dafür belohnt worden. Wir müssen das akzeptieren“, sagte der Übungsleiter, der mit seinem Team bereits am Freitag beim Schusslicht Heiligenhauser SV gefordert ist.