Mit zehn Mann durchgekämpft

Quelle:
Aachener Nachrichten
Foto:
Jérome Gras

Netzschau zum Spiel der Alemannia gegen den SV Schlebusch: Mit zehn Mann durchgekämpft

Breddemann gewinnt seinen Zweikampf

Auf Verbandsebene hat der FVM-Pokal wie sein großer, großer Bruder, der bundesweite DFB-Pokal, seine ganz eigenen Gesetze. So musste der Regionalligist aus Aachen bei einem Landesligisten, der im Vorfeld wohl eher als leichte Beute erwartet wurde, plötzlich mit zehn Mann um das Weiterkommen zittern.

Wie dieser Kampf in Unterzahl gegen den vermeintlich „Kleinen“ aus Schlebusch am Samstag ablief, dokumentiert unsere Netzschau.

Schlebusch ist ein Stadtteil von Leverkusen und zählt rund 26.000 Einwohner. Der Reiz der Schlebuscher Innenstadt liegt laut eigenen Angaben „in der gelungenen Kombination von dörflichem Charme und gutsortierten Fachgeschäften vieler Branchen.“ Der dazugehörige Fußballverein, vor mehr als 90 Jahren, ganz genau im Jahr 1923, gegründet, trägt als Vereinsfarben so wie auch die Alemannia schwarz und gelb. Damit die Verwechslungsgefahr am Samstag eingedämmt werden konnte, hatte man sich im Vorfeld auf Aachener Spielkleidung ganz in gelb und Trikots des SV Schlebusch ganz in schwarz geeinigt.

Die Tickets für das Spiel des Jahres aus Sicht des Landesligisten waren selbstverständlich recht schnell vergriffen, auch wenn auf einen echten Vorverkauf verzichtet wurde.

In Bezug auf die Aufstellung der Alemannia kam es zu keiner großen Rotation. Spieler wie Mohamed Redjeb oder Steven Rakk, die zuletzt wenig bis gar keine Spielzeit bekamen, erhielten in Schlebusch allerdings nochmal die Möglichkeit, von Beginn an ihr Können zu zeigen.

Für den Gast aus der Kaiserstadt ging das Spiel perfekt los. Bereits in der elften Minute sorgte Manuel Glowacz aus spitzem Winkel für die 1:0-Führung. Doch die Freude währte nur 15 Minuten. Dann nämlich schockte der Schlebuscher Tim Herbel (27.) die mitgereisten Alemannen-Fans und bescherte dem Heimteam den Ausgleich.

Nach der Halbzeitpause dann der Schock auf Seiten der Alemannia. Peter Hackenberg flog für eine vermeintliche Notbremse vom Platz und sorgte für nachdenkliche Gäste-Fans sowie wacklige Handybilder vom Spielgeschehen in Leverkusen.

Die Alemannen waren weiterhin um Spielkontrolle bemüht, mussten aber auch eine Schrecksekunde überstehen, als Zeaiter entschlossen eingriff, um eine gefährliche Torchance zu vereiteln (54.). Erst in den Schlussminuten machte das Heim-Team auf und bescherte den Aachenern eine Vielzahl von gefährlichen Angriffen, von denen Blendi Idriz schließlich einen zum entscheidenden 3:1 nutzte.

„Die Alemannia zieht mit einem Kraftakt ins Viertelfinale des Bitburger Pokals ein. Nach 90 Minuten steht es 3 1 für unsere Jungs! Manuel…“

Ohne eine Glanzleistung gezeigt zu haben, aber mit viel Kampf erreichte die Alemannia also das Viertelfinale des FVM-Pokals.

Der SV Schlebusch bot dem Regionalligisten einen tollen Fight. In der nächsten Runde blüht den Aachenern dann allerdings wieder ein anderes Kaliber an Gegner.

Vor allem die Kölner Klubs (Viktoria und Fortuna)