Ein Sieg für den Neu-Vater Schlebusch widmet das 3:1 gegen Flittard Dominik Dohmen und seiner Familie

Quelle:
Leverkusener Anzeiger
Autor:
Frank Graf
Foto:
Uli Herhaus

Luka Prica mitr resolutem Fausteinsatz


Schlebuschs Torwart Luka Price klärt gegen Flittards Tim Weyers – Foto: UH

Leverkusen. Zum Jahresabschluss feierte der Landesligist SV Schlebusch mit dem 3:1 (1:0) über die SpVg Flittard den achten Saisonsieg und hat sich damit endgültig in der Spitzengruppe festgesetzt.

„Hätte mir das jemand zu Saisonbeginn so erzählt, wäre von mir wahrscheinlich nur ein müdes Lächeln gekommen. Wir spielen bislang eine grandiose Serie, auch wenn natürlich der eine oder andere Punkt mehr auf der Habenseite stehen könnte. Wir haben nahezu das Optimum herausgeholt und werden uns nun voll und ganz und absolut zufrieden auf unsere Weihnachtsfeier konzentrieren”, erklärte Schlebuschs Übungsleiter Stefan Müller kurz nach dem Abpfiff des Derbys, das über weite Strecken recht einseitig verlief.

Während die Gäste sich massiv im und am eigenen Strafraum formiert hatten und ausschließlich auf Fehler der Platzherren wartete, brauchten diese einige Minuten, um eine spielerische Linie zu finden. Mit einem Rumpfaufgebot — es fehlten sechs Stammkräfte — und dem Startelf-Debütanten Yannik Diehl hatte der SVS zwar die Partie im Griff, erspielte sich aber zunächst keine Torchancen. Erst nach 37 Minuten tauchte Robin Seinsch völlig frei vor dem ehemaligen Schlebuscher im Kölner Gehäuse, Patrick Kuske, auf, schob das Spielgerät jedoch knapp am Tor vorbei. Etwas später klärten die Gäste einen Kopfball von Seinsch auf der Linie. Mit einem direkten Freistoß sorgte Yannik Raufeiser zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff für das nun überfällige 1:0.

Auch nach dem Seitenwechsel brauchte Schlebusch eine Viertelstunde, um wieder den Rhythmus zu finden. Endgültig wachten die Gastgeber erst auf, nachdem Justin Wiehlpütz nach 59 Minuten zum überraschenden Ausgleich traf. Nach 77 Minuten stellte Marcel Schulz mit einem Kopfball an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball hinter die Torlinie sprang, die Weichen auf Sieg, Flittard fand nun keine Mittel mehr. Kurz vor Schluss krönte Raufeiser seine starke Leistung mit seinem zweiten Treffer nach sehenswertem Solo. „Die Jungs haben diesen Sieg auch Dominik Dohmen geschenkt, der wenige Stunden zuvor erstmals Vater wurde und während des Spiels verständlicherweise bei seiner kleinen Familie weilte”, berichtete Müller.