Viel Aufwand für einen Punkt

SV Schlebusch – SSV Homburg-Nümbrecht 1:1 (0:0).

Quelle:
Oberberg Aktuell

Der SSV Homburg-Nümbrecht konnte seinen Sieglos-Serie zwar nicht stoppen, doch den Zähler gegen den SV Schlebusch nahm Trainer Torsten Reisewitz gerne in Empfang. „Wenn du beim Tabellendritten in Rückstand gerätst und 1:1 spielst, kannst du das getrost mitnehmen. Erst recht aufgrund der anderen Ergebnisse“, schilderte der Übungsleiter, der von einem „typischen Unentschieden-Spiel“ sprach. Gänzlich auszuschalten war der topbesetzte SVS-Angriff in der ersten halben Stunde nicht. „Wir haben es aber immer geschafft, irgendwie noch einen Fuß dazwischen zu bekommen“, schilderte Reisewitz. Da auch Keeper Christian Salmen umsichtig mitspielte, brannte in der SSV-Defensivküche nichts an.

Nach der Drangperiode der Schlebuscher sorgte Nümbrecht häufiger für Entlastung.  Torwart Luka Prica entschärfte eine Doppel-Kopfballchance von Julian Opitz (45.). Nach der Pause zunächst ein ähnliches Bild: Der SSV hielt die Hausherren vom Kasten weg, bis ein Patzer im Spielaufbau dem Gegner das 1:0 ermöglichte. Pech für den bis dahin überragenden Jan Luca Krämer: Er wollte den Schussversuch blocken, wurde jedoch getunnelt.

„Wie die Mannschaft auf den Treffer reagiert hat, war überragend“, sah Reisewitz nach langer Zeit die verloren geglaubten Comeback-Qualitäten seiner Schützlinge wieder. Der Ausgleich resultierte aus einer Ecke von Tom Barth, der bereits in Hälfte eins für den angeschlagenen Christian Rüttgers (Schlag auf dem Knöchel) eingewechselt worden war. Nachdem Robin Brummenbaum den Ball abgelenkt hatte, drosch Krämer das Spielgerät in die Maschen. „Das war der Lohn für seine starke Leistung“, so Reisewitz.

Zum Schluss wurde der SSV noch bei einigen aussichtstreichen Konteransätzen verhaltensauffällig, Zählbares sprang allerdings nicht heraus. „Leider haben wir im letzten Drittel die falsche Entscheidung getroffen“, bemängelte Reisewitz die fehlende Präzision bei den Pässen in die Spitze.