D3 SV Schlebusch: Saisonabschluss 2018/2019

Eine außergewöhnliche Saison ist zu Ende gegangen für die Mannschaft der D3 des SV Schlebusch, außergewöhnlich aus verschiedenen Gründen: Zum einen musste die sieggewohnte und -verwöhnte Truppe lernen, in einer Staffel mit z.T. zwei Jahre älteren gegnerischen Mannschaften auch mit Niederlagen umzugehen, zum anderen wurde der Abschluss mit drei  Turnieren und zwei Freundschaftsspielen bei hohen Außentemperaturen zu einer besonderen Herausforderung. Nicht, dass man es aus den vergangenen Jahren nicht gewohnt war, auch nach dem letzten Saisonspiel noch an jedem Wochenende sich in trauter Eltern- und Kinderrunde zusammenzufinden, um die Samstage und Sonntage miteinander zu teilen. Das Außergewöhnliche diesmal war, dass ein Turnier uns gemeinsam in die Hauptstadt Sachsens nach Dresden führte. Also formierte sich schnurstracks ein Organisationsteam, das sich um An- und Abreise, Unterkunft sowie das Programm vor Ort kümmerte. Schon bei der Anreise zeigte sich: Alle Verkehrsmittel führen nach Dresden, wenn das Navigationssystem mitspielt, nur eben in ganz verschiedenem Tempo. Die PKWs und Gruppenbusse mussten sich nur der verkehrsmitteltypischen Hindernisse, wie Staus oder Baustellen, erwehren, konnten aber ansonsten mehr oder weniger selbstbestimmt (das bezieht sich auch auf die Musik, die während der Fahrt gehört wurde) ihr Ziel erreichen. Das Team Deutsche Bahn musste hingegen schon längere Wartezeiten, mehrfaches Umsteigen und eine interessante Route über Frankfurt/Main in Kauf nehmen, erreichte sein Ziel aber noch im Hellen. Das vermeintlich schnellste Verkehrsmittel stellte die Reisenden am allermeisten auf eine harte Geduldsprobe: Ein annullierter Flug und eine um zwei Stunden verspätete Umbuchung ließen diese Gruppe mit der größten Verspätung in Dresden ankommen.
Die Tage in Dresden waren äußerst abwechslungsreich und voller Ereignisse: Am Freitag widerlegte das Team eindrucksvoll das Vorurteil, dass Fußballspieler intellektuelle Dünnbrettbohrer sind und zu viele Kopfbälle die Gehirntätigkeit einschränken. Es stellte sich erfolgreich einer Altstadtrallye, die nicht nur körperliche Ausdauer, sondern vor allem geistige Fitness erforderte: Man musste zählen, rechnen, lesen, Informationen verarbeiten und einer schriftlichen Wegbeschreibung folgen, was im Zeitalter von GPS und Navigation nicht selbstverständlich ist. Der Tag beinhaltete außerdem je nach Geschmack noch Eisessen, eine Schiffstour, Besichtigungen der Neustadt und Geldverdienen durch Tanzen. Die nächsten beiden Tage standen ganz im Zeichen des Fußballs mit der Teilnahme am Saxonia-Cup in den Elbauen am Heinz-Steyer-Stadion, der Heimat des Dresdener SC, in dem man sich beachtlich schlug, und einem Freundschaftsspiel gegen das Team des Vereins „Gebergrund Goppeln“, der rund um ein Vereinsheim, das Neid hervorrufen kann, zum Vereinsfest einlud. Unsere Jungs trotzten der unbarmherzigen Sonne und den ein Jahr älteren Gegenspielern ein gutes 1:2 ab. Die andauernde Spielpraxis bewährte sich. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass auch die freien Zeiten in den zweieinhalb Tagen von den schwarz-gelben Fußballern (sie fielen in der Stadt nicht auf) mit Sport ausgefüllt wurden, sei es am Altmarkt in der Stadt, sei es in der Jugendherberge durch Tischtennisspielen – vielleicht eine Abteilung, die dem SV Schlebusch auf ganz anderem Terrain auch Erfolg bringen könnte.

Am Ende dieser erinnerungswürdigen Fahrt bleibt vor allen den Organisatoren der Fahrt, den Fahrern und Helfern vor Ort und den Trainern Dank zu sagen.