Die Vereinsgeschichte

Zum Einstimmen auf die Geschichte des SV Schlebusch:

Unser Kapitän Tim Breddemann, Christopher Hinzmann und Ramon Weistroffer vereitlen mit vereinten Kräften ein Chance der Viktoria

Pokalspiel gegen FC Viktoria Köln (Breddemann-Hinzmann-Weistroffer

 

Geschichte des SV Schlebusch 1923 e.V.

Aufgezeichnet von Wilfried Steckel

Stand: 18.März 2015

Der Verein SV Schlebusch verfügt mittlerweile über eine 92-jährige Tradition. Unter dem Menüpunkt “Vereinsgeschichte” sind einzelne Zeitepochen dokumentiert.

Änderungs- und Ergänzungswünsche bitte per E-Mail an:
winni.steckel-FREE@t-online.de

Viel Spaß beim Stöbern!

Inhaltsverzeichnis
I. Die ersten Jahre1. Die Gründerjahre
2. Ein eigenes Stadion wird gebaut
3. Vor- und Nachkriegjahre
4. Umzug zum Bühl
II.
1960 – 1978
1. Der Weg zur Spitzedes Amateurfußballs
2. Bayer o4 Vertragsspielermannschaft gesclagen
3. Der größte Tag der Vereinsgeschichte – der 1. FC Köln zu Gast im Bühl
und Verbandsligaaufstieg 1961

4. Ein Schlebuscher im Wembleystadion
5. Von Schlebusch in die große Weite Welt des Fußballs – die Saison 1962      1963
6. Das Meisterjahr – Schlebuscher ganz oben
7. Endrunde um die  westdeutsche Amateurmeisterschaft
8. Niedergang und neue Blüte

III
1978 – 1993

1. Die Ära Konkel
2. Mal oben mal unten

IV
1994 – 2001
1. Die Neuzeit – Dirk Dreher führt Schlebusch nach oben – Verbandsliga-
Aufstieg der A- und B-Junioren
2. Ehrung für Friedel Einsle
3. Das 1. Jahr nach dem Aufstieg

V
2001 – 2006
1. Umbruch beim SVS – Dirk Dreher verlässt nach sieben
erfolgreichen Jahren den SVS
2. Axel Dreher – als Trainer und Spieler stets ein Vorbild
3. Frank Sittig -ein Rekorf mit Ewigkeitswert
4. Sportliche Bilanz der Jahre 2003 – 2006
5. Bundesverdienstkreuz für Nuri Kurt
6. Zum Gedenken

VI
2006 – 2011

1. Mit Thomas Rennette zu neuen Ufern
2. Operation Ladesligaaufstieg – 2. Anlauf
3. Operation Landesligaaufstieg 3. Anlauf – die Saison der Triumpfe
4. SVS II – Mit Frank Sittig in die Kreisliga A
5. Abschied von Schlebuscher Vereinsgrößen
6. Wechsel an der Vereinsspitze
7. Das Jahr der Pokaltriumpfe
8. In der Landesliga angekommen – die Saison 2010/2011

VII
Mit Rene Wichter und Martin Arndt in die Spitzengrupp der Kreisliga A
1.  Unsere 2. Mannschaft  verbessert mit einem Kantersieg den bisherigen
Vereinsrekord.
2. Ein Hauch von Oberliga

VIII

Fußball kann so ungerecht sein
1. Die Saison 2012/2013
2. Abschied von Thomas Rennette

IX Das Jahr 1 nach Thomas Rennette

1. Stefan Müller wird Thomas Rennettes Nachfolger, Davis Gsella sein Assistent

2.Ein Leben für den Fussball
3. Die Saison 2014/2015
4. die Pokalrunde 2014/15
5. Neues aus dem Juniorenfussball
6. Unsere 1. Mannschaft gewinnt den Oddset- und FVM-Fair-Play-Pokal
7. Die Saison 2015/16 – Landesligaaufstieg und wieder ein Rekordjahr

Die Gründerjahre

Der SV Schlebusch blickt zurück auf eine mittlerweile 92-jährige Vereinsgeschichte, auf mehr als ein dreiviertel Jahrhundert der Mitgestaltung des Fußballgeschehens am Mittelrhein, der vorbildlichen Förderung junger Talente, des sozialen Engagements im Dienste der Jugend im Leverkusener Osten und nicht zuletzt der Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens unserer Stadt. Die Geburtsstunde des Vereins schlug am 28. Januar 1923, als sich Mitglieder derSpielabteilung des Schlebuscher Turnvereins von 1881, um den sich damals das gesamte sportliche Leben der seinerzeit noch selbständigen Gemeinde Schlebusch drehte und der Sportabteilung des katholischen Jünglingsvereins in der Gaststätte Richerzhagen versammelten. Unzufrieden mit der Unterstützung durch ihre Vereine gründeten sie einen eigenen Verein, dessen Ziel erstrangig die Pflege der neuen Sportart Fußball sein sollte, die wenig früher von England aus ihren Siegeszug um die Welt angetreten hatte. Die Schlebuscher Fußballpioniere sahen sich von Anfang an größten Schwierigkeiten gegenüber, zumal der Fußballsport in weiten Bevölkerungskreisen noch immer verpönt und den Schülern der Gymnasien oft sogar verboten war, da er für viele Sportfunktionäre mit dem Körperertüchtigungsideal des Turnvaters Jahn nicht in Einklang stand.
Erinnert sei hier daran, dass man in den Gründerjahren des Fußballsports gerne von “Fußlümmelei” sprach. Überdies erlaubten die damaligen Zeitläufe mit Inflation und Arbeitslosigkeit nur bescheidene Zukunftsprognosen. Dennoch gelang es in erstaunlich kurzer Zeit eine ansehnliche Zahl Fußballbegeisterter für den neuen Verein zu gewinnen, die in der 1. Generalversammlung einstimmig Franz Carl zum 1. Vorsitzenden wählten. Die ersten sportlichen Gehversuche wurden sodann im Mai 1923 unternommen, als auf dem Sportplatz “Auf der Heide”, dem heutigen Gelände an der Linienstraße bzw. dem Willy-Brandt-Ring eine Kombination aus Spielern des neuen Vereins und der Nachbarn BV Wiesdorf und TV 1887 Bürrig gegen den damals renommierten Fußballverein TV Jahn Küppersteg antrat, Für den neuen Verein traten an:

Gründungsmannschaft klein

E. Hagebölling, F. Lau, H. Krechloh, K. Schmitz, Schreiner, Guerra, Welz, Hoffmann, H. Welk, Dräger, Kürten.: J. Reifenberger, Frings, Forst, Selbach, Heppekausen, W. Prümmer J. Görres, L. Görres, Rollei, M. Roth, F. Heppekausen, F. Krechloh

Die erfreuliche Resonanz und der kaum erwartete Eintrittserlös dieses und der folgenden Spiele machten den Vereinsgründern viel Mut. Die Mitgliederzahl und das Ansehen des jungen Vereins wuchsen kontinuierlich. Nicht nur deswegen sollen die Namen der Männer der 1. Stunde des SV Schlebusch, der ab 1924 auch Handballern eine sportliche Heimat bot, hier genannt werden:

Ludwig Görres, Jakob Görres, Ferdinand Lau, Emil Hagebölling, Johann Reifenberger, Karl Schmitz, Hans Krechloh, W. Prümmer, Max Roth, Hans Frings und Hugo Welk.

 

Besondere Verdienste erwarb sich in diesen Gründerjahren Jugendleiter Ludwig Görres, unter dessen Leitung die Schlebuscher Jugend beachtliche Erfolge erzielte und in kurzer Zeit im heimischen Bezirk die Spitzenstellung erreichte. Die Seniorenfußballer wollten ihren jugendlichen Vereinskameraden natürlich nicht nachstehen und durften bereits 1929 mit dem Aufstieg in die 1. Gauklasse (vergleichbar der heutigen Kreisliga A) den ersten stolzen Erfolg bejubeln. Zwei Jahre zuvor war man im Pokalwettbewerb des Rasensportverbandes erst in der Schlußrunde gestoppt worden und hatte zum Lohn den ersten Pokal errungen. Zu den Besuchern der Spiele zählten mittlerweile längst ältere, angesehene Bürger Schlebuschs. Die kontinuierlich anwachsende Besucherschar konnte schon 1931 den nächsten Aufstieg (in die 2. Bezirksklasse) feiern, der von folgenden Spielern erkämpft wurde:

Wilhelm Siefer, Jakob Görres, Franz Ständer, Hans Linden (bis fast zur Jahrtausendwende späteres Ehrenmitglied des Vereins), Franz Stein, Willi Emgenbroich (später langjähriger Geschäftsführer des Vereins und Vater des späteren Fußballobmannes Günther Emgenbroich), Franz Wurth, Josef Runte, August Görres, Willi Steiner, Heinrich Kürten und August Krechloh.

2. Ein eigenes Stadion wird gebaut

Die 1. große Herausforderung galt es dann 1931 zu bewältigen. Da der Platz an der Linienstraße für einen großzügigen Spielbetrieb völlig unzureichend war (zudem gab’s oft genug Beschwerden der Nachbarn, die um ihre Getreide- und Kartoffelfelder fürchteten) und das kurzfristig genutzte Gelände am Junkernkamp ebenfalls den Ansprüchen nicht genügte, sollte nach dem erklärten Willen der damaligen Vereinsführung so schnell wie möglich ein eigenes Stadion gebaut werden. Am 10. Januar 1931 konnte nach großen Schwierigkeiten der Gestattungsvertrag für das Gelände der früheren Kleinbahn an der Mülheimer Straße mit der Stadt Leverkusen abgeschlossen werden. Das Gelände lag hügelig, wüst und öde an der Hauptverkehrsstraße Schlebuschs. Pessimisten rieten von der Inangriffnahme der Arbeiten ab, weil sie glaubten, der Verein werde die schweren Arbeiten aus eigener Kraft nicht bewältigen können. Doch sie sollten nicht Recht behalten. Anfang Januar wurden die Arbeiten in Angriff genommen. Nun sah man Tag für Tag bei Wind und Regen Scharen junger Männer mit Kippwagen, Picke und Schaufel eifrig auf dem neuen Vereinsgelände wirken. Zuerst wurde der Rasen abgetragen der für den Bau einer das Sportgelände umgebenden vierstufigen Rasenterasse Verwendung fand. Ohne fremde Hilfe entstand sodann in viermonatiger unendlich mühseliger Arbeit ein schmuckes Sportstadion. Um den gewaltigen Umfang der Arbeiten zu verdeutlichen, sei hier nur erwähnt, dass bis zur Fertigstellung des Stadions auf dem späteren Textargelände (jetze eine schmucke Wohnsiedlung) ca. 3.000 cbm Erde bewegt werden mussten. Dem Aufwand der Arbeiten entsprechend wurde die neue Platzanlage am 9. und 10. Mai 1931 mit zweitägigen Feierlichkeiten gebührend eingeweiht.
Die Mitgliederzahl des Vereins war inzwischen auf 210 Personen angewachsen. Mit Willi Emgenbroich, der die Geschicke des Vereins später über Jahrzehnte hinweg maßgeblich bestimmte, Hans Linden und Peter Billen waren inzwischen Männer in die Vorstandsverantwortung getreten, ohne die spätere Erfolge kaum vorstellbar erscheinen.

 

3. Vor- und Nachkriegszeit

In der Vereinsgeschichte des SV Schlebusch darf  auch die Familie Runte nicht unerwähnt bleiben, ist doch der Name Runte mit Erfolgen des Schlebuscher Fußballs  eng verknüpft. War es Josef Runte, der in den Gründerjahren des Vereins einen Aufstieg miterleben durfte, so ist es heute Gereon Runte, der bei den Verbandsliga – A-Junioren des Vereins eine feste Größe ist. Diese spielen nach ihrem Aufstieg im Juni 2014 übrigens eine erfolgreiche Rolle in dieser Klasse, die direkt unter der A-Juniorenbundesliga angesiedelt ist. Salopp ausgedrückt:
Der Name “Runte”  steht beim SV Schlebusch für erfolgreichen Fußball und Aufstieg.
Zur Illustration der sportlichen Erfolge hier ein paar Bilddokumente

auf nachstehenden Link klicken

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4. Umzug zum Bühl

Das Sportgelände an der Mülheimer Straße, auf das man einst so stolz gewesen war, war mittlerweile längst zum Ärgernis geworden, genügte das Spielfeld doch längst nicht mehr gehobenen Ansprüchen erfolgshungriger Schlebuscher Fußballer. So war ma nach jahrelangen Vorsprachen beim Sportausschuss der Stadt Leverkusen recht froh, im Jahre 1956 für drei Jahre zum Provisorium an der Auermühle umziehen zu können, bis dem Verein dann endlich am 12. August 1959 seine bis heute angestammte Platzanlage “Im Bühl” zugewiesen wurde. Das Sportgelände an der Auermühle war schon bald zum Ärgernis geraten,- musste man doch immer wieder Bälle aus der Dhünn fischen, was dazu führte, dass der SV Schlebusch in der überregionalen deutschen Presse Erwähnung fand. Da der Platz auch sonst den Erfordernissen eines Amateurligisten keineswegs entsprach, sah sich der Fußballverband Mittelrhein zwischenzeitlich sogar zu einer vorübergehenden Sperrung der Anlage für den Meisterschaftsbetrieb genötigt. Im Spieljahr 1955/56 war der SV Schlebusch übrigens eine weitere Sprosse auf der Erfolgsleiter nach oben geklettert und hatte den Aufstieg in die neu gegründete mittelrheinische Amateurliga (Landesliga benannt) vollzogen. Über dieser war damals nurnoch die Verbandsliga als Königsklasse des Amateurfußballs angesiedelt, so dass man nach heutigen Maßstäben von einem Aufstieg in die Oberliga gesprochen hätte. Hieran waren folgende Spieler beteiligt:

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Hermann Laschinski, Heinrich Kürten, Johann Stahlberg, Peter Stranz, Heinz Bick, Adolf Stranz, Reinhard Eberhard, Hans Hirsch, Kurt Classen, Hans Esser, Guido Hartmann, Hans Rauth, Theo Meud, Hans Heimbucher u. Matthias Nettersheim

II. 1960 – 1978

1. Der Weg zur Spitze des Amateurfußballs

Zur Einweihung der Platzanlage im Bühl (die Übergabe nahm OB Wilhelm Dopatka vor) fand – dem besonderen Anlass entsprechend – ein Spiel gegen die Profitruppe unseres Nachbarn Bayer 04 Leverkusen statt, das diese mit 5:3 gewann. Beflügelt vom ansprechenden neuen Umfeld setzte unsere Mannschaft, zu der mit Hans-Peter Hoppe übrigens der Vater unseres langjährigen Spielers Rüdiger Hoppe, zählte, ihren Weg zum sportlichen Gipfel, der höchsten Amateurklasse, fort den sie in der Saison 1960/61 dann erreichte. Unter der Regie von Trainer Leo Bering, der mittlerweile am Schlebuscher Bühl das Trainerzepter schwang, geriet die Saison 1960/61 zur erfolgreichsten der bisherigen Vereinsgeschichte. Nachdem man bereits die Herbstmeisterschaft überlegen errungen hatte, erwies sich die Mannschaft auch in der Rückrunde als meisterschaftswürdig und distanzierte schließlich die Amateurmannschaft des 1. FC. Köln als Tabellenzweiter um vier Punkte (damals gab’s für einen Sieg nur zwei Punkte). Damit war der Aufstieg in die Eliteliga des Amateurfußballs vollzogen. Zu den der populärsten Spieler der Meisterelf gehörten die Stranzbrüder Peter (sein Enkel Marcel spielt in unserer 2. Mannschaft) und Adolf, genannt “Akku”, die die Idole der Schlebuscher Jungs waren. Insgesamt gab es 7 Stranzbrüder, die – unterschiedlich lange – alle das Schlebuscher Trikot trugen. Der Älteste, Alex Stranz, spielte nach seiner Schlebuscher Zeit noch lange Jahre beim Oberligisten Teutonia Lippstadt. Peter und Adolf sind dem SV Schlebusch über viele Jahre treu geblieben. Adolf, der Jüngere. durchlief die Jugendmannschaften des Vereins, wurde alsbald zur Stütze der 1. Mannschaft und blieb dem SV Schlebusch noch lange treu. Obwohl er wiederhalt in Auswahlmannschaften des Verbandes berufen wurde, widerstand er dem Werben höherklassiger Vereine des Vertragsfußballs (heute würde man von Bundesligisten sprechen) und widmete sich nach seiner sportlichen Karriere der Führung seines Installationsgeschäftes.

2. Bayer 04 Vertragsspielermannschaft geschlagen!

Am 23. Oktober 1960 hatte die Schlebuscher Sportgemeinde ihren großen Tag. Der SV Schlebusch traf in der 1.Hauptrunde der Spiele um den Pokal des Deutschen Fußballbundes auf den berühmten Nachbarn aus dem Vertragsspielerlager, Bayer 04 Leverkusen. 2000 Zuschauer erwarteten mit Spannung den Anpfiff von Schiedsrichter Dreuws aus Stolberg. Pünktlich um 15:00 Uhr stellten sich die Mannschaften in folgender Aufstellung dem Publikum:
Bayer 04:

Schattulat, Rosinski, Kalfhaus, Röhrig, Hansen, Niemuth, Höher, Haarmann, Weber, Ahrenz, Walbröhl.

SV Schlebusch:
Steilen, Valentin, Wolter, A. Stranz, Bick, P. Stranz, Stahlberg, Weyer, Maier, Müller, Wawrzyniak.

 

Von der 1. Minute an ließ unsere Mannschaft keinen Zweifel darüber aufkommen, dass sie Herr im eigenen Hause bleiben wollte. Sie begann sehr temperamentvoll und setzte die Bayer-Abwehr mit überlegten Aktionen gleich gehörig unter Druck. Von Hans Weyer geschickt dirigiert, zog unsere Stürmerreihe ein gekonntes Angriffsspiel auf. Die Hintermannschaft beherrschte den Bayersturm sicher, so dass unsere beiden Außenläufer ( heute würde man von 6-er und 7-ern sprechen) noch genug Zeit fanden, das Sturmspiel immer wieder anzukurbeln. Gefährliche Schüsse unserer Stürmer strichen knapp am Tor der Gäste vorbei. In der 11. Minute nahm Horst Maier einen Passball von Hansi Weyer an, umspielte Mittelläufer Hansen und schoss wuchtig zum viel umjubelten Führungstreffer ein. Die schwarz-roten Gäste kämpften danach erbittert um den Ausgleich, der ihnen auch prompt in der 19. Minute durch Ahrenz gelang. Hiervon unbeeindruckt spielte unserer Elf zur Freude ihrer Fans in der Folge groß auf und konnte schon in der 29. Minute die erneute Führung zum 2:1 erreichen. Johann Stahlberg war auf dem rechten Flügel einmal mehr durchgebrochen und schoss an Verteidiger Kalfhaus vorbei so scharf auf das Tor, dass Schattulat nur mit Mühe abwehren konnte. Der lange Johann erkämpfte sich den Abpraller und drückte den Ball mit Hilfe von Werner Wawrzyniak über die Torlinie.Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Wechsel versuchten die Gäste durch Umstellungen in ihren Reihen das Geschehen noch einmal zu ihren Gunsten zu wenden. Aber unsere Hintermannschaft behielt stets die Übersicht und schon in der 53. Minute fiel die Entscheidung. Johann Stahlberg brach alleine durch, umspielte drei Gegner und lenkte den Ball überlegt ins gegnerische Tor. Damit war die große Überraschung perfekt. Den Schwarz-Roten gelangen zwar noch einige gefährliche Angriffe, die jedoch keine Torerfolge einbrachten, zumal Werner Steilen (er verfolgt noch heute regelmäßig die Spiele seines SVS) auch noch mehrere Bomben von Höher und Röhrig bravourös meisterte. Von den Zuschauern stürmisch gefeiert verließen elf schwarz-gelbe Spieler nach dem Schlusspfiff des Schiedsrichters glücklich den Platz. Jeder von Ihnen hatte eine ausgezeichnete Leistung geboten, die schließlich zum verdienten Erfolg über den großen Lokalrivalen geführt hatte. Als dann bekannt wurde, dass in der 2. Runde des DFB-Pokals mit dem 1. FC Köln die Mannschaft ihre Visitenkarte im Bühl vorzeigen würde, die damals mit Macht andie Spitze des deutschen Fussball strebte. Köln hatte im Sommer des Jahres 1960 gerade mit viel Pech das Endspiel um die Deusche Fußballmeisterschaft mit 2:3 verloren, wobei das 3. Tor durch Uwe Seeler erst in der 87. Minute gefallen war. Diese Scharte wollten die Kölner alsbald im Pokal allzu gerne wieder wettmachen und kamen entsprechend motiviert zum Schlebuscher Bühl.

3. Der größte Tag der Vereinsgeschichte – der 1. FC Köln zu Gast im Bühl
und Verbandsligaaufstieg 1961

Nach dem Sieg über den höherklassigen Gegner aus der Nachbarschaft traf man nun auf die damalige deutsche Ausnahmemanschaft-, die mit Nationalspielern nur so gespickte Truppe des 1. FC Köln, die in nahezu identischer Besetzung rund 18 Monate später Deutscher Fußballmeister wurde. Die Rollen in diesem Spiel waren bereits vor dem Anpfiff klar verteilt:

Hier die erfolgsverwöhnten Vertragsspieler aus der höchsten deutschen Fuballklasse, der Oberliga West, die seit 1957 stets die Endrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft erreicht hatten, und dort die in der zweithöchsten Amateurklasse spielenden Schlebuscher. Die Deutsche Meisterschaft wurde seinerzeit unter den Meistern und den Zweitplazierten der Oberligen West, Süd, Nord, Südwest sowie der Berliner Stadtliga ausgespielt. Die Kölner erreichten bis zur Einführung der Bundesliga dreimal das Fußballendspiel, verloren dieses 1960 und 1963 und gewannen 1962 den Titel mit 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg. Über die Platzierungen des SV Schlebusch können Sie sich in unserer Rubrik SVS/Wiki “Ewige Statistik seit 1948″ informieren.Der “54 -ger Weltmeister Hans Schäfer” & Co. traten also am 26.12.1960 zum Pokalspiel in Schlebusch an. Mehr als 4000 Zuschauer säumten die Platzanlage “Im Bühl” als der Favouritenschreck aus Schlebusch antrat, der “Parade der Nationalspieler um Schäfer, Schnellinger, Stollenwerck, Wilden Thielen und Sturm, um nur die Prominentesten namentlich zu nennen, ein würdiger Gegner zu sein. Dies gelang der wackeren Elf um den an diesem Tage alle überragenden Horst Maier zunächst höchst eindrucksvoll. Nahezu vierzig Minuten lang sah sich der in stärkster Formation antretende Gegner von einer Kalamität in die nächste gestürzt, wobei der damalige Nationalstopper (später nannte man das Libero) Leo Wilden weit weniger Duelle mit dem sehr beweglichen Schlebuscher Youngster Horst Maier für sich entscheiden konnte, als ihm lieb war. Nur Tore für unsere Mannschaft wollten leider nicht fallen. Dass die Profitruppe aus der Domstadt dank ihrer abgeklärten Spielweise dann doch zu ihren Toren kam und mit 4:0 siegte, konnte den Stolz unserer Akteure nicht mindern, hatten die Amateure des SV Schlebusch es doch immerhin fast eine Stunde lang verstanden, der renommierten Schar von immerhin neun Nationalspielern des Gegners höchst erfolgreich Paroli zu bieten. Erwähnenswert ist auch, dass das Spiel von einem Team des WDR live im Hörfunk übertragen wurde. Zur Erinnerung sollen hier noch die Aufstellungen der Mannschaften genannt werden, die der Bevölkerung Schlebuschs ein ganz besonderes Weihnachtsfest beschert hatten:

1.FC Köln:
Ewert, Pott, Schnellinger, BreuerII, Wilden, Stollenwerck, Thielen, Schäfer,Chr. Müller, Sturm , Habig

SV Schlebusch:

Laschinski, Valentin, Wolter, P. Stranz, Bick, Hoppe, Stahlberg, Weyer, Maier, A, Stranz Wawrzyniak.
Daß es ausgesprochen unwahrscheinlich ist, daß Spieler solcher Güteklasse noch mal bei uns zu Gast sein werden, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung.  Die meisten dieser Spieler waren für den 1. FC Köln auch beim Gewinn der 1. Bundesligameisterschaft im Jahr 1964 im Einsatz.

Die Pokalerfolge hatten offenbar neue Kräfte beim SV Schlebusch geweckt, denn im Sommer 1961 war der nächste Aufstieg in die Verbandsliga fällig. Man war also am Ziel. In der neuen sportlichen Umgebung, dem “Amateuroberhaus”, fand man sich gleich bestens zurecht und erreichte unter der Trainingsleitung des neu verpflichteten Altinternationalen Paul Mebus, Mitwirkender bei der Weltmeisterschaft 1954, mit nur 4 Punkten Rückstand einen sensationellen 3. Tabellenplatz hinter Meister Tura Bonn (einem der Gründervereine des Bonner SC).  Nicht minder spektakulär war das Abschneiden der zweiten Mannschaft des SV Schlebusch in dieser Saison, die ungeschlagen mit 50:2 Punkten und dem famosen Torverhältnis von 136:21 den Aufstieg in die 1. Kreisklasse (jetzt Kreisliga A)  erreichte. Torjäger Nr. 1 war mit 36 Toren der unverwüstliche Johann Stahlberg, während das viel versprechende Talent Wolfram Marx, Sohn des späteren langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten Otto Marx und leider viel zu früh verstorben, 17 Treffer beisteuerte.

4. Ein Schlebuscher im Wembleystadion

Außergewöhnliche Talente schnürten in dieser Saison auch für die Jugendabteilung des SV Schlebusch die Fußballstiefel. Mit Paul Zilles, Bernd Gerstner und Ferdi Heitkamp wurden in diesem Jahr gleich drei Schlebuscher in Auswahlmannschaften berufen, wobei dem jüngsten, dem 15- jährigen Paul Zilles die größte sportliche Ehre wiederfuhr,- durfte er doch mit der DfB Auswahlmannschaft auf die britische Insel reisen und vor 95.000 Zuschauern im Londoner Wembleystadion beim Jugendländerspiel gegen England sein beachtliches Können unter Beweis stellen. Ihm und seinen Kameraden gelang das, was vor ihnen noch Keiner geschafft hatte, -ein 2:1 Sieg auf dem Rasen der Kultstätte des Fußballs, die noch heute für jeden Fußballer der Inbegriff des Fußballstadions schlechthin ist. Beim zweiten Spiel in Cardiff gegen Gastgeber Wales, das mit 0:0 endete, hätte das Supertalent aus Schlebusch, dass 1962 zur B-Jugend des 1. FC Köln wechselte, beinahe das Siegtor erzielt. Leider klatschte sein Kopfball gegen die Querlatte. Das große Ziel, A-Nationalspieler zu werden, hat der Junge aus Schlebusch später leider nicht erreicht.

5. Von Schlebusch in die große weite Welt des FußballsSaison 1962 – 63

Höchst spektakulär verlief dagegen die Karriere eines weiteren Jungstars aus dem Schlebuscher Talentschuppen, Jugendnationalspieler Ferdi Heitkamp, der seine Karriere im Profifußball bei Viktoria Köln begann und seine größten Erfolge später in der französischen Ehrendivision als unumstrittener Star des SEC Bastia feierte. Auch im deutschen Profifußball verschaffte er sich bei seinen Einsätzen für Borussia Dortmund, Kickers Offenbach und Fortuna Köln einen Ruf als Fußballer erster Güte. Verstärkt durch den reamateurisierten Exprofi von Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach, Walter Haag, und das Supersturmtalent aus der eigenen Jugendabteilung, Bernd Gerstner, (dem Onkel unseres langjährigen Stammspielers Marcus Gerstner – sein Bruder Sven ist Cotrainer der 2. Mannschaft ), ging man mit großem Optimismus in die Saison 1962/63, zählte man doch bei den Fußballexperten bereits deswegen zu den Meisterschaftsfavoriten, weil mit dem Torwart der Extraklasse Hermann Laschinski, “Akku” Stranz, Peter Weber und Siggi Marek gleich vier Schlebuscher im Kader der Mittelrhein- Auswahl standen. Haag und Gerstner erwiesen sich dann tatsächlich als die erwarteten Verstärkungen und erzielten Tore am Fließband. Nachdem die Herbstmeisterschaft souverän mit sechs Punkten Vorsprung gewonnen worden war, gab’s dann leider in der Rückrund einen krassen Einbruch, so dass zum Saisonschluss “nur” ein dritter Platz zu Buche stand. In diesem Jahr, dem 40. Des Vereinsbestehens, hatte der Verein rd. 500 Mitglieder und stellte bei ca. 200 Aktiven (davon etwa 130 Jugendliche) 12 Mannschaften. Viel Aufmerksamkeit fand in diesem Jahr das glänzend besetzte A-Jugendfußballturnier, an dem neben der eigenen Vertretung so renommierte Mannschaften wie Viktoria Köln, KFC Diest (Belgien), La Rhodienne (ebenfalls Belgien), Wattenscheid 09, Wuppertaler SV, VfB Wissen und STV Horst-Emscher teilnahmen. Der Nachwuchs der “Emscher Husaren”, wie man die Spieler dieses lange im Vertragsfußball beheimateten Vereins seinerzeit betitelte, erwies sich als der stärkste und besiegte im Finale unserer Jungs mit 2:1 Toren, wobei das Ehrentor auf das Konto von Willi Misere ging.

6. Das Meisterjahr – Schlebusch ganz oben
Nach zwei dritten Tabellenplätzen wollte man es im dritten Anlauf natürlich wissen und mit Jakob Wimmer (als Aktiver Profi bei Viktoria Köln und Fortuna Düsseldorf und danach Trainer bei Arminia Bielefeld) als neuem Trainer, der zu Saisonbeginn Paul Mebus abgelöst hatte, und neuer Mannschaft das große Ziel, Mittelrheinmeisterschaft, anpeilen. Die Vorzeichen schienen zu Saisonbeginn allerdings nicht gerade günstig zu stehen,- hatten doch mit Ferdi Heitkamp (den die Verantwortlichen gerne noch ein Jahr in Schlebusch gesehen hätten), Siegfried Marek (zum VfB Oldenburg), Hermann Laschinski (zum VfB Langenfeld) und Superdribbler Horst Maier (zum VfL Leverkusen) wichtige Spieler den Verein verlassen. Sehr bald konnte man befriedigt konstatieren, dass die Neuen (Friedel Weingarten, Hans und Herbert Bönnen, Horst Parr, Heinz Türck sowie die Youngster aus den eigenen Reihen Herx, Welk und Zimanowski) durchaus imstande waren, die entstandenen Lücken zuschließen. Nach nicht zu übersehenden Startschwierigkeiten (bedingt durch den Umbruch im Mannschaftsgefüge) fand sich Trainer Wimmers Truppe immer besser zurecht und erreichte zur Saisonhalbzeit mit nur zwei Punkten Abstand zum Spitzenreiter Viktoria Alsdorf einen vielversprechenden 2. Tabellenplatz. Schon hier war zu erkennen, dass der SV Schlebusch über eine eminent gefährliche Angriffsreihe verfügte, aus der Bernd Gerstner und Herbert Bönnen herausragten. In der Rückrunde entwickelte sich zunächst ein Kopf an Kopf Rennen mit dem starken Konkurrenten Tura Bonn, bis man am vorletzten Spieltag die Tabellenführung übernahm, so dass es im letzten Saisonspiel gegen den Lokalrivalen VfL Leverkusen zu einem echten Finale kam. Am 7. Mai 1964 erlebten 2.000 Zuschauer, wie der Gast von der Tannenbergstraße von einer wie entfesselt auftrumpfenden Schlebuscher Elf mit 7:0 geradezu deklassiert wurde. Damit war das große Ziel – Mittelrheinmeisterschaft erreicht. Die Siegerehrung nahm Schiedsrichterobmann Degenhard Wolf, Schwiegervater des Nationalspielers Hans Schäfer, vor, der dem glücklichen Kapitän Peter Stranz den Siegerkranz umhängte. OB Heinrich Lützenkirchen beglückwünschte die Schlebuscher Spieler im Namen der Stadt Leverkusen. Damit war 41 Jahre nach der Vereinsgründung ein langgehegter Traum in Erfüllung gegangen.

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7. Endrunde um die Westdeutsche Amateurmeisterschaft

Zugleich mit dem Titelgewinn hatte sich unsere Meistermannschaft für die Westdeutsche Amateurmeisterschaft qualifiziert, woran je ein Vertreter des Niederrheins, Westfalens und des Mittelrheins teilnahm. Die Runde wurde in drei Spielen entschieden, wobei jede Mannschaft einmal Heimrecht genießen konnte. Auf die Chance, als Mittelrheinmeister an der Aufstiegsrunde ins Profilager teilzunehmen, hatte man – wohl aus wirtschaftlichen Erwägungen – verzichtet. Am Pfingstmontag, dem 18.05.1964 kam es “Im Bühl” zur Begegnung mit Niederrheinmeister Homberger SV, der auch der kleine HSV genannt wurde, und nach 1930, 953 und 1963 – um es vorwegzunehmen – zum vierten Mal den Titel nach Homberg holte. Größter Erfolg der Kicker vom Niederrhein war bis dahin das Erreichen des Endspiels um die Deutsche Amateurmeisterschaft, das mit 2:3 gegen unseren Nachbarn Berg.-Gladbach 09 verloren ging. Bekanntester Spieler des Gegners war Amateurnationalspieler Jürgen Jansen, um den sich unser Kapitän Peter Stranz, “besonders liebevoll” kümmerte. Der SV Homberg ging als erklärter Favorit in dieses Spiel, brachten doch seine Spieler aus Einsätzen bei klassenhöheren Vereinen weit mehr Erfahrung mit, als die Jungs vom Bühl. Da sich der SV Schlebusch kurzfristig von seinem Trainer Wimmer getrennt hatte, übernahm für die Endrundenspiele Altnationalspieler Edmund Conen die Betreuung der Mannschaft. Bereits in der 6. Spielminute ging der SV Schlebusch durch Peter Weber, nach guter Vorarbeit von Adolf Stranz mit 1:0 in Führung, musste aber nur 10 Minuten später durch ein unglückliches Eigentor des Vorlagengebers allzu schnell den Ausgleich hinnehmen. Während die Homberger noch dabei waren, dieses Geschenk zu feiern, hatte es erneut in ihrem Gehäuse eingeschlagen. Torschütze zur erneuten Schlebuscher Führung in der selben Minute war Herbert Bönnen, der nach Abschluss der Meister-schaftsrunde zum großen Nachbarn 1. FC Köln wechselten sollte. Wiederum 2 Minuten später kamen die Gäste per Foulelfmeter zum erneuten Ausgleich und als dann Nationalspieler Jansen mit einem spektakulären Distanzschuss aus 20 Metern exakt in den Torwinkel die Homberger in Führung gebracht hatte, gab’s bei den Schwarz-gelben lange Gesichter. Die Mienen hellten sich allerdings auf, als Bernd Gerstner in der 57. Minute mit einem vehementen Schuss der Ausgleich gelang. Mit Glück und Geschick konnten die Gäste anschließend das schmeichelhafte Ergebnis über die Runden bringen und waren natürlich über den gewonnenen Punkt glücklich. Edmund Conen meinte nach dem Spiel: “Enttäuscht hat mich nur das Ergebnis, aber nicht die Leistung unserer Mannschaft. Sie hat erstklassig gespielt und dem Gegner das Gesetz des Handelns vorgeschrieben. Zwei der Homberger Tore fielen so unglücklich für unsere Mannschaft, dass sie keinen Vorwurf verdient. Sehr zufrieden konnte ich mit der Stürmerleistung sein. Halb soviel Schussglück, wie auf der Gegenseite, und das Ergebnis wäre klar für uns ausgefallen”. Nachdem man den nächsten Gegner, Eintracht Gelsen- kirchen bei dessen 0:1 Niederlage (allerdings geschwächt durch drei Entscheidungsspiele um die Westfalenmeisterschaft) in Homberg beobachtet hatte, fuhr man einigermaßen optimistisch zum alles entscheidenden Spiel nach Gelsenkirchen und durfte bis zum Seitenwechsel hoffen, die Entscheidungsrunde um die Meisterschaft erfolgreich bestehen zu können. Man lag zwar durch ein Tor in der 38. Minute mit 0:1 zurück, hatte aber vor dem Wechsel durch Gerstner und P. Weber zwei Riesenchancen zum Ausgleich, die beide aus kürzester Distanz am vorzüglichen gegnerischen Torwart scheiterten. Nach drei Blitztoren innerhalb von acht Minuten (zwischen der 55. und 63. Minute) für die Gastgeber brachen dann alle Dämme, so dass die Westfalen in der Schlussphase leicht zu vier weiteren Toren kamen Der Vollständigkeit halber sei festgehalten, dass der Homberger SV Westdeutscher Amateurmeister wurde, während unsere Mannschaft unter Wert geschlagen, leider das große Ziel nicht erreichte. Wenn man Erfolge zu verzeichnen hat, werden natürlich andere Vereine auf einen aufmerksam. So geschehen auch beim SVS, den zum Saisonschluss neben dem Neukölner Herbert Bönnen und Bernd Gerstner (zu Preußen Münster) seine überragenden Spieler verließen. Hans Bönnen zog es ebenfalls in die Fremde. Er heuerte zunächst in der belgischen und später in der holländischen Profiliga an. Dass Schlebuscher Talente im bezahlten Fußball seinerzeit heiß begehrt waren, lässt sich auch daran ablesen, dass mit Peter Weber, Helmut Weber und Günther Müller später weitere Talente vom Bühl in die großen Stadien der Profivereine wechselten.

Höchst spektakulär verlief dagegen die Karriere eines weiteren Jungstars aus dem Schlebuscher Talentschuppen, Jugendnationalspieler Ferdi Heitkamp, der seine Karriere im Profifußball bei Viktoria Köln begann und seine größten Erfolge später in der französischen Ehrendivision als unumstrittener Star des SEC Bastia feierte. Auch im deutschen Profifußball verschaffte er sich bei seinen Einsätzen für Borussia Dortmund, Kickers Offenbach und Fortuna Köln einen Ruf als Fußballer erster Güte. Verstärkt durch den reamateurisierten Exprofi von Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach, Walter Haag, und das Supersturmtalent aus der eigenen Jugendabteilung, Bernd Gerstner, (dem Onkel unseres langjährigen Stammspielers Marcus Gerstner – sein Bruder Sven ist Cotrainer der 2. Mannschaft ), ging man mit großem Optimismus in die Saison 1962/63, zählte man doch bei den Fußballexperten bereits deswegen zu den Meisterschaftsfavoriten, weil mit dem Torwart der Extraklasse Hermann Laschinski, “Akku” Stranz, Peter Weber und Siggi Marek gleich vier Schlebuscher im Kader der Mittelrhein- Auswahl standen. Haag und Gerstner erwiesen sich dann tatsächlich als die erwarteten Verstärkungen und erzielten Tore am Fließband. Nachdem die Herbstmeisterschaft souverän mit sechs Punkten Vorsprung gewonnen worden war, gab’s dann leider in der Rückrund einen krassen Einbruch, so dass zum Saisonschluss “nur” ein dritter Platz zu Buche stand. In diesem Jahr, dem 40. Des Vereinsbestehens, hatte der Verein rd. 500 Mitglieder und stellte bei ca. 200 Aktiven (davon etwa 130 Jugendliche) 12 Mannschaften. Viel Aufmerksamkeit fand in diesem Jahr das glänzend besetzte A-Jugendfußballturnier, an dem neben der eigenen Vertretung so renommierte Mannschaften wie Viktoria Köln, KFC Diest (Belgien), La Rhodienne (ebenfalls Belgien), Wattenscheid 09, Wuppertaler SV, VfB Wissen und STV Horst-Emscher teilnahmen. Der Nachwuchs der “Emscher Husaren”, wie man die Spieler dieses lange im Vertragsfußball beheimateten Vereins seinerzeit betitelte, erwies sich als der stärkste und besiegte im Finale unserer Jungs mit 2:1 Toren, wobei das Ehrentor auf das Konto von Willi Misere ging.

8.  Niedergang und neue „Blüte“

Nach dem Meisterjahr 1964 spielte unsere Elf noch über Jahre hinweg die Rolle des Hechts im Karpfenteich der höchsten Amateurklasse, ehe 1971 altersbedingte Umstrukturierungen im Mannschaftsgefüge zum Verlust der
Klasse, dem Abstieg in die Landesliga, führten. Aus stolzen Höhen jäh herabgerissen, unternahm der Vorstand natürlich alles, um möglichst bald wieder ins Rampenlicht des Verbandsligafußballs zurückzukehren. Die
Chance hierzu schien zu Beginn der Saison 1971/72 bestens zu stehen, waren doch mit Horst Müller, Klaus Hansen und dem späteren Schlebuscher Erfolgstrainer Hans-Gerd Konkel gleich drei Ausnahmespieler vom Niederrhein-Nachbarn Union Solingen (sie bildeten das Mittelfeld der Niederrhein-Auswahl) für einen Wechsel in den Bühl gewonnen wurden. Neben diesen sollten die weiteren Neuzugänge Horst Schön und Walter Müller (beide Berg.-Gladbach 09) sowie Peter Schütz von der DJK Leverkusen (als Fußballverein seit langem nicht mehr existent) Garanten für eine Rückkehr der Schlebuscher Truppe zu alter Stärke sein. Leider gelang es dem mit großen Erfolgserwartungen in den Bühl gekommenen Erfolgstrainer Willi Hölzgen (damals zugleich Trainerlehrwart des
Verbandes) in dieser und den folgenden Spielzeiten nicht, aus Spitzenspielern mit großen Namen eine erfolgreiche und homogene Truppe zu formen. Vielmehr wechselte die Truppe vom Bühl nun von Jahr zu Jahr das Gesicht. Spieler kamen und gingen. Das “Wechselkarussel” dürfte sich in diesen Jahren nirgendwo schneller gedreht haben, als in Schlebusch, was zwangsläufig dazu führte, dass der Erfolg nun Jahr für Jahr nur darin bestand, die Klassenzugehörigkeit einmal mehr gerettet zu haben,- dass keine Mannschaft Zeit erhielt, zu wirklicher Klasse zu reifen. Der weitere Abstieg (in die Bezirksliga) wäre gewiss schon früher als 1976 zu beklagen gewesen, wenn nicht über Jahre hinweg so ausgezeichnete Nachwuchskräfte aus dem schier unerschöpflichen “Schlebuscher Talent – quell”, wie Saal (sein Vater Christian war zu dieser Zeit Schatzmeister, er selbst sollte dieses Amt später für lange Zeit übernehmen), Esser, Wawrzyniak, Babioch, Müller und Schröter regelmäßig besondere Anstrengungen unternommen hätten, die Fahneihres Vereins hochzuhalten und “das Vereinsschiff vor dem Untergang zu
retten”. Dennoch musste man schließlich den bitteren Weg in dieBezirksliga gehen und hatte im Folgejahr genug Mühe genug, einen Sturz ins Bodenlose – den Abstieg in die Kreisliga – zu vermeiden. Präsident war in diesen schwierigen Zeiten längst Otto Marx, der ebenso wie seine Vorstandskollegen (genannt seien hier die Vorsitzenden Heinz Forst und Giuseppe Minini sowie der rührige Geschäftsführer Friedel Einsle) 1977 erstmals wieder Licht am Horizont erblickten, als ihnen der Glücksgriff gelang, mit dem erfolgshungrigen Jungtrainer Hans-Gerd Konkel und dem  Exprofi von Bayer Leverkusen Manfred Vetter zwei Männer für die Schlebuscher Sache zu gewinnen, mit deren Namen eine Fußballrenaissance im Bühl verbunden ist. In seiner ersten Saison als Fußballtrainer (oft genug auch zugleich als Spielmacher seiner Truppe) formte Hans-Gerd Konkel eine Truppe mit kaum zu überbietender
Siegermentalität, die die Konkurrenz in der Bezirksliga geradezu aufmischte und als souveräner ungeschlagener Meister (die Serie der Erfolgsspiele ohne Niederlage hielt über insgesamt mehr als 16 Monate) mit dem Rekordabstand von 16 Punkten (Guiness-Buch rekordverdächtig) vor dem Tabellenzweiten den Aufstieg in die Landesliga schaffte. Gefeierter Goalgetter dieser Mannschaft war übrigens Gerd Scheffels (später, wie noch zu erwähnen sein wird, für kurze Zeit im Amts des Vereinsvorsitzenden), der es auf insgesamt 53 Erfolgsschüsse brachte (Pokal- und Freundschaftsspiele einbezogen). Wichtige Stütze der Aufstiegself war daneben Peter Weber, der, obschon eigentlich bereits längst im Altherrenalter, seiner an Höhepunkten reichen Karriere vierzehn Jahre
nach dem Gewinn der Mittelrheinmeisterschaft ein weiteres Erfolgskapitel hinzufügte. Der mit einer Festveranstaltung im Wuppermannpark gebührend gefeierte Aufstieg wurde von Spielern des hier abgebildeten
Aufgebot errungen:

Meister 1978

Stehend:

Wilfried Steckel (Fußballobmann), Herrmann Laschinski (Torwarttrainer), Alex Di Fonzo,
Klaus Kaiser, Gerd Scheffels, Bernard Dunkel, Roland Stepputis, Manfred Vetter, Fred
Wipperfürth, Hans-Gerd Konkel (Trainer),

Kniend:
Walter Lesch, Wolfgang Tomaszewski, Karl- Dieter Saal, Klaus Strauß, Jürgen Frenz, Felix Kirchgässler, Wolfgang Peters

Es fehlen: Klaus Hoffmann, Hermann-Josef Peters, Peter Weber, Gerd Roland

III.  1978 – 19931. Die Ära Konkel

Im Jahr nach dem Aufstieg war schwarz-gelb dann leider nicht die absolute Trumpffarbe in der Landesliga. Immerhin reichte es zum 4. Tabellenplatz hinter Meister SpVg Frechen 20. Als besonderen Erfolg konnte Trainer H.G. Konkel jedoch verbuchen, dass es ihm im Saisonverlauf gelungen war mit Jörg Sondermann und Muzaffer Uenver zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in seine Erfolgstruppe einzubauen, die danach über mehr als 15 Jahre die heimische Fußballszene bereicherten. Jörg Sondermann ist einer der ganz wenigen Schlebuscher, die nach ihrer A-Juniorenzeit in der 1. Mannschaft gleich richtig durchstarteten. Er kann stolz darauf sein, nahezu reibungslos das Amt eines der ganz Großen Altschlebuscher, Manni Vetter, übernommen zu haben um die Rolle des Schlebuscher Abwehrchefs mit vorbildlicher Vereinstreue weit über eine Dekade auszufüllen. Dass er immer noch große Klasse hat, wissen die Freunde der Schlebuscher Alten Herren sehr zu schätzen.

Heute Fixpunkte unserer AH

Heute Fixpunkte unserer AH

Leider waren im Folgejahr die Erfolgsaussichten für Schlebuschs Landesligakicker weit weniger rosig, – hatten doch mit Vetter, Scheffels, Kaschel, Stepputis, Weyers, Weber, Di Fonzo und Peters gleich acht Stammspieler den Verein verlassen, denen gleich zehn Nachwuchskräfte (hierunter der in den Folgejahren zum Stürmer der Extraklasse heranreifende Ex-Flittarder Hans Jürgen Gabel) und drei “fertige” Neuzugänge gegenüberstanden (Horst Schön, Manfred Müller und der reaktivierte Walter Lesch). Dass unter diesen Voraussetzungen nur ein Mittelplatz das Ziel sein konnte (und auch erreicht wurde) konnte Insider kaum überraschen. Bei fortschreitend spärlicher fließenden Fördermitteln und einem nicht unerheblich reduzierten Etat mussten alle Anstrengungen der nächsten Zeit darauf gerichtet sein, wenigstens den Platz im Mittelfeld der Tabelle der Landesliga zu sichern. Da man sich “große Sprünge” schon längst nicht mehr erlauben konnte, musste dieses Ziel mehr und mehr mit Nachwuchskräften (besonders aus dem eigenen Talentschuppen) in Angriff genommen werden. Hierbei bewies Trainer Konkel (er wirkte insgesamt sechs Jahre als Coach im Schlebuscher Bühl,  übertroffen vor und nachher nur von Dirk Dreher und Thomas Rennette mit je sieben Trainerjahren) kaum zu überbietendes Geschick, was Insider zu der Wertung bewegte, das “Hannes”, wie ihn seine Freunde nennen, wohl der bislang beste Trainer in der neueren Vereinsgeschichte war (über vergleichbar erfolgreiche Trainer (Dirk Dreher und Thomas Rennette) bleibt noch zu berichten. Sicherlich wird dies Klaus Weistroffer bestätigen, der von Trainer Konkel behutsam aufgebaut im Verlauf der Saison 1981/82 mit ungeheurem Trainingsfleiß auf sich aufmerksam machte, schon bald einen Stammplatz beanspruchen durfte, später zum wohl gefürchtesten Torjäger der Liga avancierte und Jahr für Jahr für rd. 20 Tore (nicht selten auch mehr) verantwortlich zeichnete.  Er war mit 106 Meisterschaftstoren – soweit belegt – erfolgreichster Torjäger der Vereinsgeschichte, bis er im Jahr 2014 von Falko Fritzinger (mittlerweile 114 Tore) übertroffen wurde. Zu den Nachwuchskräften, die in dieser Zeit zum SV Schlebusch kamen, zählte auch Dirk Hielscher. Zusammen mit Jörg Schuckart kam er 1981 aus der A-Jugend des Nachbarn Bayer 04 zum Schlebuscher Bühl, entwickelte sich dank seiner enormen Schnelligkeit schon bald zum gefährlichen Landesligastürmer und machte so nachhaltig auf sich aufmerksam, dass ihn sein Stammverein 1983 zur Verstärkung seiner Oberligaamateurmannschaft zurückholte. Hier trumpfte er so gewaltig auf, dass er schon bald ins Profiteam wechselte, so dass hier nicht ohne Stolz festgehalten werden kann, dass ein beim SV Schlebusch zum Klassespieler gereiftes Talent den Weg in den Profifußball der 1. Bundesliga fand und hier seinen Mann stand. Ein Gewährmann im Verein weiß zu berichten, dass auch der Profinachbar 1. FC Köln auf Dirk Hielschers Talent aufmerksam geworden war. Ob jemals wieder ein Exschlebuscher in den Kader eines Bundesligisten aufgenommen werden wird,  ist zur Zeit extrem unwahrscheinlich, trennen die Ligen doch zur Zeit sechs Klassen. Nicht zuletzt dank Dirk Hielschers Toren (aber auch der Treffer von Weistroffer und Gabel) erreichte unsere Truppe im Abschiedsjahr von Trainer Konkel noch einmal einen durchaus befriedigenden 6. Tabellenplatz (7 Punkte hinter Spitzenreiter Oberaußem-Fortuna). Neuer Trainer wurde der auf den vorstehenden Seiten bereits genannte Günther Müller, der nicht nur den schmerzlichen Verlust seines Topstürmers Hielscher hinzunehmen hatte, sondern auch den Abgang des großen Mittelfeldtalents Muzaffer Ünver (zum damaligen Amateurligisten Siegburger SV 04), der im Vorjahr um ein Haar als Profi beim MSV Duisburg gelandet wäre, des Mittelfeldstrategen Peter Schlüssel, des Abwehrchefs James Daly und des dynamischen Rechtsverteidigers Peter Scholz. So geschwächt (die Neuen hatten beileibe nicht die Klasse der Abgänge) konnte das Ziel logischerweise nur Klassenerhalt heißen. Leider wurde dieses Ziel, wenn auch nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Tura Hennef (jetzt FC Hennef 05) verfehlt, so dass man sich in der Bezirksliga wieder fand. Natürlich hieß das erklärte Ziel für die nächste Saison„Wiederaufstieg“, doch daraus wurde leider nichts. Man hielt sich zwar über die gesamte Saison in der Spitzengruppe, erreichte aber zum Saisonabschluss “nur” den dritten Tabellenplatz.

 

2. Mal oben – mal unten

Das Jahr 1984 stand im Übrigen zum einem im Zeichen des Wechsels im Präsidentenamt. Auf Otto Marx, der zehn Jahre lang das Amt an der Vereinsspitze innehatte, folgte sein bisheriger “Vize” Johannes Singer (übrigens erst der 4. Präsident im 51. Jahre seit der Vereinsgründung). Zum anderen galt es von einem wahrhaft Großen des Leverkusener Sports Abschied zu nehmen. Willi Emgenbroich, über 6o Jahre engagiert für seinen SV Schlebusch, den viele als sein Lebenswerk bezeichnen, rastlos im Einsatz, starb im September 1994 im Alter von 75 Jahren. Willi Emgenbroich hatte im SVS außer dem Amt des Vorsitzenden, alle Vorstandsämter inne. Ganz besondere Verdienste erwarb er sich während seiner 26-jährigen Zeit als Geschäftsführer. Mit viel Enthusiasmus gingen in den nächsten Jahren Vorstand, Trainer und Spieler an das Vorhaben heran, den SV Schlebusch wieder ins Rampenlicht des Amateurfußballs zurückzuführen. Zunächst versuchte es der Ex-Vertragstorwart von Bayer04, Friedhelm Renno, die Kicker vom Bühl wieder auf Trab zu bringen, doch mehr als Plätze im oberen Mittelfeld sprangen zunächst nicht heraus. Ihm folgte für eine Saison Hubert Schloeßer, der in seiner Art, eine Mannschaft zu führen, ein wenig an Hans-Gerd Konkel erinnerte, jedoch zu wenig Zeit hatte, die Früchte seiner vielversprechenden Aufbauarbeit zu ernten, weil er schon nach einem Jahr einem Ruf zum Nachbarn Bayer 04 folgte. Wenn auch nur kurz war seinerzeit Peter Herrmann als Nachfolger im Gespräch. Unter Hubert Schloeßers Regie erreichte der SV Schlebusch in der Saison 1987/88 einen gar nicht mal so schlechten 4. Tabellenplatz. Co-Trainer war übrigens K.D. Saal, der als 1. Spieler des SVS nach 17 aktiven Jahren im Trikot seines Vereins (die Zeit als Jugendspieler nicht mitgerechnet) bislang als einziger Schlebuscher mit einem Abschiedsspiel für seine vorbildliche Vereinstreue geehrt wurde. In Zeiten der häufigen Vereinswechsel dürfte Karl-Dieter Saal, den man zweifellos zu den ganz Großen des Schlebuscher Fußballs zählen darf, in punkto Vereinstreue als aktiver Spieler einen Rekord mit Ewigkeitswert aufgestellt haben. Auf Hubert Schloeßer folgte (ebenfalls nur für ein Jahr) Willi Schneider, der Schlebuschs Fußballer, die im Geheimen, wie schon seit Jahren wieder einmal mit dem Aufstieg geliebäugelt hatten, immerhin auf den 3. Tabellenplatz führte. Sein Nachfolger wurde zu Beginn der Saison 1989/90 Manfred Vetter (von ihm, als Leitfigur der Meistermannschaft 1978 war bereits die Rede). Mit frischem Wind und viel Angriffsschwung stürmten die die Schwarz-Gelben in diesem Jahr endlich wieder einmal an die Tabellenspitze und wurden inoffizieller Herbstmeister (Konkurrent Winfriedia Mülheim, längst nicht mehr auf der Fußballlandkarte verzeichnet, hatte bei gleicher Anzahl von Minuspunkten allerdings ein Spiel nachzuholen). Dennoch gab’s zum Saisonschluss wieder lange Gesichter, war man doch als Tabellenzweiter mit zwei Punkten Rückstand gegenüber Aufsteiger Refrath wieder einmal zu kurz gekommen. Umso ärgerlicher war, dass man die entscheidenden Punkte ausgerechnet beim entscheidenden 0:1 vor eigenem Publikum gegen den späteren Meister durch ein Tor in der 85. Minute abgegeben hatte. Bei einem klar besseren Torverhältnis (+48 gegenüber +36) hätte nämlich bereits ein Unentschieden gegen Refrath zum Aufstieg gereicht. Als positiven Aspekt hält der Chronist fest, dass Torjäger Klaus Weistroffer in der Meisterschaftsbegegnung beim SSV Wildbergerhütte gleich sechsmal ins Schwarze traf, ein Kunststück, dass in der Saison  2012/13 Florian Richter beim 11:2 unser 2. Mannschaft gegen Casa Espana wiederholt wurde.

K.Weistroffer

K.Weistroffer

Schlebuschs Torjäger waren also”zeitlos oben”, wie auch die A-Junioren des Vereins,die von ihrem Trainer Ercihan Kurt, der heute “die Geschäfte des Vereins leitet” in die damals höchste Klasse, die Verbandsliga, geführt wurden. Von ihm als erfolgreicher aktiver Jugendspieler sind glücklicherweise einige Text/Bilddokumente erhalten, die zum Teil im Archiv des Vereins sorgfältig aufbewahrt sind, andere von seinem früheren Mannschaftskameraden, Frank Hauschke, zur Verfügung gestellt worden sind .

Im Hintergrund der Arbeitsplatz des Stadionsprechers


Hier “hat Ercihan Kurt beim traditionellen, jährlich ausgetragenen Spiel gegen die Traditionsmannschaft von Bayer 04 das Wort

David

Gerne veröffentlichen wir diese Dokumente in dieser Chronik. Da es die U-19 Bundesliga erst seit 2003 gibt und die Regionalliga West der A-Junioren erst 1996 gegründet wurde, waren unsere A-Junioren waren die Schlebuscher “Fußballhelden” dieser Zeit im erlauchten Kreis der damaligen höchsten Klasse des Juniorenfußballs vertreten.

Frank Hauschke ist der Vater unseres großen “Offensivtalents”, Joshua Hauschke, der in seinem 1. Seniorenjahr mit 22 Meisterschaftseinsätzen und 10 Toren in den Einsatzstatistiken (Verzeichnis SVSWiki, Ordner Einsatzstatistik der Spieler des SV Schlebusch in der Saison 2014/05, Stand 15.03.2015……) gelistet ist.

Kreispokalendspiel 19.07.1979

Osterturnier 1977 beim SV Bergfried

Osterturnier 1979 SV Schlebusch

1980-1982 Schlebusch Jugend

Die A-Junioren dieser Zeit mußten ihre Klasse gegen Gegner, wie Bayer 04 Leverkusen, aber auch den 1. FC Köln, unter Beweis stellen. Insider wissen, daß sie dabei beileibe kein “Kanonenfutter” im Konzert der Großen waren. Das Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen begann mit einem Tor zum 0:1 nach nur 11 Sekunden für unsere Jungs ausgesprochen unglücklich. Gut 500 Zuschauern konnten dann verwundert miterleben, das die Gastgeber sich erstaunlich gut gegen den hohen Favoriten behaupteten,  bis zwei späte Tore in den Schlußminuten doch noch ein standesgemäßes Ergebnis erbrachten,  das den Kölnern beim 0:1  sogar verwehrt blieb. Herausragender Spieler dieser Mannschaft war Sascha Schultes (3. der Einsatzstitistik der 1. Mannschaft, siehe auch Rubrik SVS Wiki -Einsatzstatistik…. mit 265 Spielen und 43 Toren) aber auch Stein, Spitzer, Fischer, Cattikas und Kruczek wußten, dem Juniorenalter entwachsen, in der 1. Mannschaft ihren Mann zu stehen. Da es später nie wieder einer Schlebuscher A-Juniorenmannschaft gelungen ist, in der höchsten Spielklasse zu spielen, nennen wir hier die Namen des Kader der “damaligen Helden”:
S. Einsle, S Schlitt, G. Sagert, S. Provenzano, M. Spitzer, M. Stein, L. Gashi, N. Isufai, S. Arndt, M. Atanasius, F. Gövercin, D. Schlieske, S. Schultes, M. Filipic, S. Filipic. B. Hodzaj, A. Arat, A. Fischer, R. Kruczek, B. Lange, H. Polat, S.Gregrowius.

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In den nachfolgenden Jahren waren Schlebuscher A-,B-  und C-Junioren mit
wechselndem Erfolg in den Ligen des Fußballverbandes Mittelrhein unterwegs. Wir wollen an dieser Stelle im Vorgriff auf die ausführliche Berichterstattung über das sportliche Abschneiden der Mannschaften des SV Schlebusch bis zum heutigen Tage bereits jetzt ein wenig Bilanz ziehen. Leicht ist die Feststellung, dass Ercihan Kurt eindeutig der 1. Platz der A-Juniorentrainer des SV Schlebusch gebührt. Er führte nämlich seine Schützlinge nach 1993  fünf Jahre später, also 1998  ein zweites Mal in die damals zweithöchste deutsche Jugendliga, die Verbandsliga. Der nächste Trainer, dem dies gelang war  2006 Rüdiger Hoppe, dessen Mannschaft sich zum Ende der Saison 2007 leider in der Bezirksliga wiederfand. 2012 mußte man leider “eine weitere Stufe auf der Fussballerfolgsleiter abwärts steigen und spielte erstmalig nach vielen Jahren im Verbandsfußballs jetzt in der Sonderliga des Fußballkreises Köln. Nun galt es die Weichen zu stellen, so schnell wie irgend möglich in den Verbandsfußball zurück zu kehren. Trainer Detlef Strehlke, der in seiner Zeit als Trainer Schlebuscher A-Juniorenmannschaft offenbar einfach kein Glück hatte, verließ den Bühl und gab sein Amt an Ralf Betzel weiter, der mit seinen Jungs im nächsten Jahr in die Bezirksliga zurückkehrte  Nachhaltig die Aufgabe zu lösen, die A-Junioren dauerhaft nach oben zu führen übertrug Jugendleiter Nuri Kurt sodann David Gsella, der seine Erfolgsausrichtung als Trainer zuvor bei den Schlebuscher B-Junioren unter Beweis gestellt hatte und in der vorigen Saison prompt zum 3. Aufstiegstrainer der Schlebuscher A-Junioren  wurde. Der unangefochten Zweitplatzierte in der Einsatzstatistik der Spieler der Spieler der 1. Mannschaft seit 1980 (278 Einsätze, 6 Tore – als Torwart!!!!),  avancierte zum Zweiten der Erfolgsliste Schlebusch Jugendtrainer, indem er B-und A-Junioren zum Aufstieg in die höchste Liga des Verbandes, die Verbandsliga führte. Das war zuvor keinem Schlebuscher Jugendtrainer vergönnt gewesen. Seine B-Junioren brachten das Kunststück fertig, als 1. der Bezirksliga in der Saison 2011/12 mit 60 Punkte und  81:27 Toren ins”Oberhaus” des B-Juniorenfußballs, der Verbandsliga (auch Mittelrheinliga genannnt, einzuziehen. Das war vorher nur Stefan Müller und seinem Cotrainer Martin Arndt gelungen. Dort erreichten seine Schützlinge den 11. Platz und den Klassenerhalt. David Gsella übernahm in der Folgesaison das Traineramt der A-Junioren und führte diese im Juni 2014 in die Mittelrheinliga. Sein kongenialer Trainerpartner Holger Boes, in der “Blütezeit” des Tus Höhenhaus dort eine feste Größe im Kader der 1. Mannschaft, trainierte den jüngeren B-Juniorenjahrgang und erwarb sich im SV Schlebusch hohe Wertschätzung bei Scouting und seriöser Kaderplanung. So ganz nebenbei ist er jetzt, obwohl beruflich vollauf ausgelastet,  auch noch Cotrainer der A-Junioren des Vereins. Mit seinen BII-Junioren erreichte er in der durchaus gutklassigen Sonderliga des Fußballkreises Köln den 2. Tabellenplatz.

Holger Boes beim SV Schlebusch unverzichtlich

Holger Boes
beim SV Schlebusch unverzichtlich

Die C-Junioren des Vereins, meist im Wettbewerb mit den stärksten Mannschaften des Verbandsgebietes, haben das Kunststück fertiggebracht, seit Einführung der Bezirksligen für C-Junioren mit Beginn der Saison 2003/04 stets erfolgreich in dieser Liga zu spielen. Leider ging es dann nach elf erfolgreichen Jahren dann in diesem Jahr runder in die Sonderliga des Fußballkreises Köln. Dass es so schnell wie möglich wieder zurück in den Verbandsfussball gehen soll, bedarf wohl kaum einer Erwähnung.   Ach ja,- David Gsella hat lange Jahr neben seinen Traineraufgaben so ganz nebenbei auch noch ausgesprochen erfolgreich das Tor der 1. Mannschaft gehütet  Wenn es gelte, den “Fußballverrücktesten im positiven Sinne” zu wählen, müßte er unangefochten diese Ehrung erhalten. Die Wahl des 3. Platzes in der Juniorentrainerbewertung überlassen wir gerne unseren Lesern, wobei neben den Vorgenannten durchaus auch ein weiterer Name denkbar ist. Für den Verfasser dieser Vereinschronik gibt es einen Geheimfavoriten (Roger Landwehr)???

Doch zunächst zurück zum Seniorenfußball.
Leider wechselten nach dem verpatzten Aufstieg Klaus Weistroffer ebenso wie Torjägerkollege Alfred Schloeßer und Abwehrass Josip Pogledic zum Saisonende zum Aufsteiger Refrath. Da drei weitere Spieler den Verein verließen und die entstandenen Lücken nicht adäquat geschlossen werden konnten, sah man sich in der nächsten Saison urplötzlich am Tabellenende wieder und konnte den Klassenerhalt erst im vorletzten Spiel mit einem 4:2 Sieg beim TuS Stammheim sichern. Auf Manni Vetter folgte als Trainer sodann Peter Schaubode, der im 1. Jahr seiner Tätigkeit mit unserer Elf zunächst einen Mittelfeldplatz erreichte, ein Jahr später nach einem erneuten personellen Aderlass mit seinen Jungs aber den bitteren Weg in die Kreisliga antreten musste. Als besonders ärgerlich wurde vermerkt, dass Abstiegskonkurrent Nippes 12 bei gleichem Punktestand den entscheidenden Vorsprung im Torverhältnis (-8 gegenüber -12) gegenüber unserer Elf erst im Saisonabschlussspiel durch ein dubioses 7:0 gegen den SSV Bergneustadt erreicht hatte, hatten die Kölner doch zuvor in 29 Saisonspielen nur 34 Tore erzielt.

 
IV
1994 – 2001

1. Die Neuzeit – Dirk Dreher führt Schlebusch nach oben – Verbandsliga Aufstieg der A- und B-Junioren
Nachdem in der Kreisliga A im nächsten Jahr ein überaus bescheidener 7. Tabellenplatz herausgesprungen war, war allen Verantwortlichen des Vereins klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Ein neuformierter Vorstand mit den “Machern” Karl Krämer, Hans Günther, Friedel Einsle und Gerd Scheffels (von ihm, als gefeiertem Torjäger des SVS war bereits die Rede) und ein junger hungriger Trainer stellten deshalb zu Beginn der Saison 1994/95 die Weichen für einen Aufbruch zu neuen sportlichen Ufern. Mit einer völlig neu formierten Mannschaft (Trainer Dreher folgten neun Spieler, allen voran Allrounder Frank Sittig vom Nachbarn Bayer 04,  in den Schlebuscher Bühl) mischte man das Feld der Kreisliga A gehörig auf und errang zur großen Freude des in den Vorjahren übermäßig gefrusteten Anhangs Meisterschaft und Aufstieg. Gefeierter Torjäger war hierbei Sascha Krzywanek, der sich würdig in die Schar großer Schlebuscher Torjäger einreihte. Wesentlichen Anteil am Erfolg hatte im Übrigen mit Thomas Hörster ein leibhaftiger früherer Nationalspieler. Er war bisher der einzige aus dieser Kategorie der Elitekicker, der ein Schlebuscher Trikot trug. Nach zwei Jahren der Konsolidierung mit einem 7. und einem dritten Tabellenplatz in der Bezirksliga glückte dann Dirk Dreher 1998 mit seiner spielerisch enorm gereiften Truppe in nur vier Trainerjahren der zweite große Wurf, der Aufstieg in die Landesliga. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass dieser Fußballlehrer ein wahrer Glücksgriff für unseren Verein war,- mit dem Aufstieg in die Landesliga, mit dem sich Dirk Dreher, mittlerweile einer der Schlebuscher Vorsitzenden, in Schlebusch so etwas wie ein Denkmal gesetzt hat, wäre dieser gewiss erbracht. Mit dem Aufstieg war der SVS nach Jahren der sportlichen Bedeutungslosigkeit dorthin zurückgekehrt, wo er lange zu Hause war. Nach zwei weiteren Jahren in der Landesliga fühlte man sich dort längst wieder pudelwohl. Es schien fast so, als ob wir diese “sportliche Heimat” nie verlassen hätten.

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Foto Saison 1995-96

Meisterfoto Saison 1998

Nachdem unsere A-Junioren ihren “Platz an der Sonne” im Oberhaus des Juniorenfußball” erst nach hartnäckigem Widerstand aber zu recht hoch erhobenen Hauptes wieder verlassen hatten, arbeiteten Jugendleiter Nuri Kurt und sein Sohn Ercihan beharrlich an ihrem Vorhaben, so schnell, wie eben möglich, wieder aufzusteigen. 1998 war es dann wieder soweit. Eine großartige Erfolgsbilanz führte “Erci”, wie ihn seine Freunde nennen, und seine A-Junioren zurück in die Verbandsliga. Damit hatte man jetzt den erlauchten Kreis der jetzt  zweithöchsten Spielklasse der A-Junioren hinter der 1996 gegründeten Regionalliga West für A – Junioren erreicht. Erfreulicherweise konnte man im Laufe der Saison so viele Punkte sammeln, das man, von kritisch denkenden Menschen kaum erwartet, den Klassenerhalt erreichte. Erfreulicherweise gelangen in der Folgesaison soviele Siege und Unentschieden dass der Klassenerhalt, für Manchen total unerwartet, gelang und damit ein Zeugnis von einer schlagkräftigen Schlebuscher A-Jugend gab. Da der Einzug in die Verbandsliga nahezu zwangsläufig erreicht wurde, schätzte man sich jetzt  stark genug ein, zwangsläufig eine weitere Saison in der Verbandsliga bestehen zu können. Die Spitzenklasse des Juniorenfußballs ist praktisch dem Bundesliganachwuchs vorbehalten. Den letzten Schritt zum Klassenerhalt sicherten sich Schlebuschs Talente mit einem 8:0 gegen den Siegkreisvertreter ASV St. Augustin. Da am gleichen Tage die B-Junioren den Aufstieg in die Bezirksliga feiern durften, herrschte natürlich bei Jugendleiter Nuri Kurt eitel Freude. Sein Wirken und das seiner Mitstreiter wird seit mittlerweile weit mehr als 4 Jahrzehnten auch außerhalb Schlebuschs mit Anerkennung verfolgt. Eine berechtigte Würdigung erfuhr er bereits um die Jahreswende, als ihm und seiner Abteilung als Auszeichnung für vorbildliche Jugendarbeit,  der “Sepp Herberger Preis” verliehen wurde. Nach dem zwischenzeitlichen Abstieg in die Bezirksliga im Folgejahre nehmen Schlebuschs A-Junioren zur Zeit wieder einen Platz in der Verbandsliga ein , den sie natürlich unbedingt auch diesmal verteidigen wollen (hierauf und natürlich auch auf aktuelle Erfolge Schlebuscher Jungs werden wir noch ausführlicher eingehen.  Das Schlebuscher Junioren seit langem stets in den Spitzenklassen des FVM ihre Klasse zeigen,  ist Beweis genug,  dass Schlebuscher Jugendarbeit höchsten Ansprüchen genügt. Hiervon zeugen auch die regelmäßig bis zu 26 Mannschaften aller Altersstufen.

2. Ehrung für Friedel Einsle

Eine ganz besondere Auszeichnung erfuhr im Verlauf der Saison 1997/98 der damalige Geschäftsführer des SVS Friedel Einsle mit der Verleihung des auserwählten Funktionsträgern vorbehaltenen Ehrenamtspreises. Er war übrigens der Erste aus den Reihen des SV Schlebusch, der die ehrenvolle Berufung ins Spitzenamt des Vorsitzenden des Sportbundes der Stadt Leverkusen erfuhr und sich damit bereits jetzt in die mit Franz Carl begonnene Reihe großer Schlebuscher Sportführer eingereiht hat. Als Krönung wurde Friedel Einsledann im Jahre 2000 mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Die Presseabteilung der Stadt Leverkusen berichtete am 13.04.2000 wie folgt:
Friedrich Einsle für sein jahrzehntelanges Engagement im Dienste des Sports ausgezeichnet.
Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde am Dienstag, 11. April, Friedrich Einsle für sein jahrzehntelanges Engagement im Dienste des Sports ausgezeichnet.
Meisterlich sei, so Oberbürgermeister Paul Hebbel in seiner Laudatio, was Einsle in über mehr als drei Jahrzehnten für den Leverkusener Sport und die Sportjugend geleistet habe. 25 Jahre war Einsle, der seit mehr als 30 Jahren dem SV Schlebusch angehört, Vorsitzender der Sportjugend Leverkusen und arbeitete parallel im Vorstand des Sportbundes Leverkusen mit. Dessen Vorsitz übernahm er im Jahre 1997. In seiner Funktion als Vorsitzender der Sportjugend initiierte Einsle u.a. die Jugendsportschau, eine Leistungsschau des Leverkusener Sports, die über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt wurde.
Mit Übernahme des Vorsitzes im Sportbund konnte Einsle innerhalb des Verbandes und bei den Mitgliedsvereinen viel bewegen, betonte der Oberbürgermeichster. So wurde eine vertragliche Vereinbarung mit der Stadt  getroffen, wonach wichtige Aufgaben in der Organisation des Sports auf den Sportbund übertragen wurden. So sei es unter anderem der Initiative Einsles zu verdanken, dass heute fast alle Leverkusener Fußballvereine erfolgreich die von ihnen genutzten öffentlichen Anlagen privatisiert haben und in Eigenverantwortung verwalten. Hebbel betonte das dieses “Leverkusener Modell” inzwischen beispielhaft für viele andere Kommunen geworden sei. Er wisse, so Hebbel, anschließend, dass sehr viele Menschen bedauern, dass Einsle den Vorsitz des Sportbundes aus gesundheitlichen Gründen niederlegen mußte. Er sei aber überzeugt, dass die Nachfolger den eingeschlagenden Weg im Sinne von Friedrich Einsle fortsetzen würden.

3. Das 1. Jahrnach dem Aufstieg
Mit dem Aufstieg war der SVS nach Jahren der sportlichen Bedeutungslosigkeit dorthin zurückgekehrt, wo er lange Zuhause war. Im Nach dem Aufstieg galt es natürlich zunächst, das Erreichte zu konsolidieren, was mit breiter Brust und großem Selbstbewusstsein in Angriff genommen wurde. Dass man jedenfalls keinen übersteigerten Respekt vor der neuen sportlichen Herausforderung hatte, war bereits daran abzulesen, das man die auf sportlichen Verstärkungen auf einige wenige beschränkte und den Aufstiegskader lediglich mit den Eigengewächsen Florian Mandt und Sebastian Mand, dem hochtalentierten Stefan Endrikat von den Junioren des SC Fortuna Köln sowie dem „Stürmerhaudegen“ Dieter Nannig ergänzte. Nach einem total verkorksten Start mit zwei herben Auswärtsschlappen (0:7 bei Eintracht Köln und 0:5 beim SC Köln-West) zeigte sich erfreulicherweise sehr bald, dass man durchaus landesligatauglich war. Unter der besonnenen Regie Dirk Drehers, den die lokale Sportpresse mittlerweile respektvoll als „Vater des Aufschwungs“ betitelte, gab’s natürlich den einen oder anderen Rückschlag, – andererseits aber auch Galaauftritte (erinnert sei hier nur an das 6:0 in Weilerswist), unerwartete Siege gegen favorisierte Gegner und ein letztlich zufriedenstellender Tabellenrang im gehobenen Mittelfeld. Dass das Abstiegsgespenst beim Landesligaaufsteiger erfreulicherweise nie zu Gast war, war sicherlich auch ein Verdienst des Mittelfeldasses Murat Güvercin, der im Saisonverlauf den Weg in den Bühl fand und lange Dreh- und Angelpunkt im Schlebuscher Mittelfeldspiel war. Ihm folgte in der nächsten Saison mit Roman Klossek (von der SG Bergisch Gladbach 09), ein Spieler, der bereits in jungen Jahren den Schlebuscher Dress trug, nahezu logisch sodann beim Nachbarn Bayer 04 seinen fußballerischen Schliff zum Ausnahmespieler des Amateurbereichs erfuhr um dann in Schlebusch seine Erfolgsbilanz fortzuführen. Die Saison 1999/2000 verlief allerdings alles andere als zufriedenstellend. Nach einer Berg- und Talfahrt sondergleichen, zählte man zwar auch diesmal nie zu den gefährdeten Mannschaften, konnte aber auch das selbst gesteckte Ziel, den sechstenTabellenplatz zu erreichen, schon frühzeitig abhaken. Entscheidend war sicherlich, dass die Mannschaft selten homogen wirkte (ob das wohl an der Vielzahl ausländischer Mitspieler lag – mit Durdagi, Isik, Kanli, Eryigit, Pala und Cattikas zählten gleich 6 türkische Mitbürger zur Stammelf), an der oft fehlenden Disziplin oder aber an der erdrückenden Dominanz des Aufstiegsduos Yurdumspor Köln  und SpVg Porz lag, kann dahingestellt bleiben.
Der Chronist hat die traurige Pflicht, daran zu erinnern, dass wir zum Jahresschluss von einem der größten Sportführer Schlebuschs Abschied zu nehmen hatten. Am 22.12.1999 starb Ehrenpräsident Otto Marx, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, sicherlich neben Franz Carl der „Vereinsvater im besten Sinne“, der die Geschicke des SV Schlebusch über ein volles Menschenleben nachhaltig positiv geprägt hatte. Das Folgejahr stand dann im Zeichen eines erheblichen personellen Umbruchs. Neun Abgängen standen acht Zugänge gegenüber, von denen immerhin vier aus dem eigenen Nachwuchs kamen. Neben ihnen hatte mit Christian Schulten und Steffen Schumann zwei ausgesprochene Hochkaräter den Weg in den Schlebuscher Bühl gefunden, sodass schon vor dem 1. Anpfiff Grund zu vorsichtigem Optimismus zu sein schien. Der Saisonverlauf war dann leider wieder allzu sehr von Schlebuscher Unbeständigkeit geprägt. Licht und Schatten wechselten von Woche zu Woche und leider gab’s auch wieder nur selten Highlights zu bejubeln, – so etwa das 6:1 in Overath oder das 5:2 in Bergneustadt. Die Saisonbilanz ergab einen insgesamt wenig berauschenden 10 Tabellenplatz, der ein wenig durch die Feststellung aufgebessert wird, das der Aufsteiger des Folgejahres und Tabellensiebte Junkersdorf auch nur 2 Punkte mehr eingefahren hatte, als Dirk Drehers diesmal arg vom Verletzungspech gebeutelte Schlebuscher, die insbesondere über Monate Steffen Schumann schmerzlich vermissten.

V
2001 – 2006


1. Umbruch beim SV Schlebusch Dirk Dreher verlässt nach sieben
erfolgreichen Jahren den SVS

Das nächste Jahr stand dann ganz im Zeichen des Wechsels im Traineramt. Auf Dirk Dreher, der als Co-Trainer der Regionalligafußballer unseres großen Nachbarn, Bayer Leverkusen,  schweren Herzens dem Schlebuscher Bühl Ade sagen musste, dem SV Schlebusch aber gleichwohl – wie bereits erwähnt – verbunden geblieben ist, folgte sein Bruder Axel Dreher. Dieser sah sich von Beginn an der schwierigen Situation gegenüber, gestandene Amateurligafußballer nahezu ausschließlich durch Nachwuchstalente ersetzen zu müssen. Unter diesen Voraussetzungen konnte das Saisonziel naturgemäß nur Klassenerhalt lauten, wobei man sicherlich viel dafür gegeben hätte, zur Schonung des eigenen Nervenkostüms nicht bis zum 26. Spieltag warten zu müssen, bis der Klassenerhalt dank eines grandiosen 4:1 bei den starken Hennefern sichergestellt war. Dies bedeutete den 10. Tabellenplatz. Überschattet war die Saison übrigens von besonders unerfreulichen Ereignissen beim Nachbarn TuS/FC Rheindorf, der seine hochfliegenden Ambitionen auf Aufstieg und Meisterschaft bereits nach 2 Spieltagen ad acta legte und seine Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückzog. Besondere Gratulationen erfuhr in diesem Jahre Jugendleiter Nuri Kurt, der für sein unermüdliches sportliches und sozialpolitisches Engagement verdientermaßen mit dem Ehremamtspreis des Leverkusener Sports ausgezeichnet wurde. Nach dem Wechsel im Traineramt stand das Vereinsleben des SV Schlebusch dann zu Beginn der Saison2002/2003  ganz im Zeichen gravierender Veränderungen an der Vereinsspitze. Auf Karl Krämer folgte als neuer Vereinsboss Jochen Hoepner, dem die Mitglieder mit Hans Guenther, Jürgen Heinzel und Klaus Pessara, wie bisher drei 1. Vorsitzende zur Seite stellten. Zum neuen Geschäftsführer wurde Ercihan Kurt, dessen Erfolge als Trainer der Schlebuscher A-Junioren vorstehend bereits ausführlich gewürdigt worden ist, gewählt. Das er die “großen Schuhe seines Vorgängers Friedel Einsle hervorragend auszufüllen verstand und nach wie vor versteht” wird beim SV Schlebusch seitdem mit ungeteilter Annerkennung und Dank vermerkt. Jörg Schuckart, in den 80-er Jahren als herausragende Stütze der damaligen Schlebuscher Landesligatruppe unter Trainer Konkel in bester Erinnerung, löste – leider nur mit einer überschaubaren Amtszeit Werner Voß als Schriftführer ab. Angesichts immer knapperer Finanzen und nahezu versiegter öffentlicher Zuschüsse konnte die Philosophie der neuen Verantwortungsträger nur heißen, alle Hoffnungen auf die Jugend zu setzen, – ein Konzept, dass von Trainer Axel Dreher und seinem Co-Trainer Heinz Dominick uneingeschränkt mitgetragen wurde. Allerdings wusste man auch, dass man sich neben den allesamt aus dem Nachwuchsbereich gekommenen Neuverpflichtungen auf die wenigen Routiniers, an ihrer Spitze mit Frank Sittig der schlechthin verdienstvollste Spieler der jüngeren Geschichte des SV Schlebusch uneingeschränkt verlassen können werde. Seine persönliche  Erfolgsbilanz mit 339 Meisterschaftseinsätzen im Trikot der 1. Mannschaft des SV Schlebusch, fast alle über die volle Spielzeit, stehen wie in Stein gemeißelt in der Chronik des Vereins. Seine persönliche Einsatzstatistik (zu der auch 23 Tore gehören) dürfte auf absehbare Zeit einen Rekord mit Ewigkeitswert darstellen. Auf den Plätzen 2 – 7 der Einsatzstatistik des SV Schlebusch stehen  allesamt Spieler, die, sieht man von Einsätzen in Altherrenmannschaften einmal ab,   ihre aktive Karriere längst beendet haben. Rang acht der Statistik nimmt Tim Breddemann mit 215 ein. Ihn trennen mithin 124 Einsätze von Frank Sittig. Angesichts der Personalsituation konnte dass Saisonziel zu Beginn der Saison 2002/03 denn auch nur Klassenerhalt heißen, wobei bereits nach dem 2. Saisonspiel allen klar sein musste, dass dieses Vorhaben äußerst schwer zu verwirklichen sein würde. Bereits in der Saisonvorbereitung hatte Sturmhoffnung Macaluso einen komplizierten Armbruch davongetragen. Hätte man seinerzeit gewusst, dass in den Folgemonaten vier weitere Knochenbrüche unersetzbarer Leistungsträger zu beklagen sein würden, hätte man wohl kaum erwartet, im Abstiegskampf bis zuletzt konkurrenzfähig zu bleiben, – zumal darüber hinaus immer wieder höchst unnötige Punktverluste (erinnert sei hier nur an dass 3:3 in Bergneustadt) ärgerliche Begleiterscheinungen einer unter dem Strich durchaus guten (im Rahmen des Machbaren) Saison waren.
Dass es in der Endabrechnung dann hauchdünn doch nicht zum Klassenerhalt reichte, lag nicht zuletzt sicherlich auch an einigen „überraschenden“ Ergebnissen der Konkurrenz, die nicht gerade den Kräfteverhältnissen entsprachen. Für den SV Schlebusch konnte es danach nur heißen, den eingeschlagenenWeg der Förderung eigener Talente beharrlich weiterzugehen.

2. Axel Dreher – als Spieler und Trainer stets ein Vorbild

Nicht gerade üppige und eindrucksvolle Spuren in der an Erfolgen reichen Vereinsgeschichte des SV Schlebusch hinterließen – was die sportliche Bilanz angeht – die Jahre 2003 – 2006, sieht man einmal davon ab, das unsere B – Junioren im Sommer 2006 den Aufstieg in die Verbandsliga schafften, was zuvor Schlebuscher Altersgenossen, soweit dem Chronisten erinnerlich, noch nie erreicht hatten. Daher gebührt neben den stolzen „Himmelsstürmern“ ihrer sportlichen Führung, den Trainern Martin Arndt und Stefan Müller eine ehrende Nennung in der Vereinchronik des SV Schlebusch. Die Schlebuscher Erste hingegen kam zum Ende der Saison 2003/04 (siehe Mannschaftsfoto) als Vierter ins Saisonziel, obwohl man insgeheim mit der Rückkehr in die Landesliga geliebäugelt hatte. Diesem Ziel kamen Axel Drehers Schützlinge in den beiden nächsten Jahren nie wieder so nahe. Beide Male schloss man die Saison auf dem 11. Tabellenplatz ab, was ohne Wenn und Aber eine herbe Enttäuschung darstellte. die jedoch am allerwenigsten dem stets engagierten Trainer Axel Dreher anzulasten war. Vielmehr offenbarten sich allzu oft Unzulänglichkeiten en masse im Schlebuscher Mannschaftskader, der ein ums andere Mal insbesondere allzuwenig Siegermentalität und unbedingten Einsatzwillen erkennen ließ. Gerade dies hätten sich seine Schützlinge von ihrem Trainer abschauen können, zählte doch der leidenschaftliche Fußballer Axel Dreher als Aktiver stets zu denen, die diese Fußballertugenden geradezu verinnerlicht zu haben schienen. So blieb es Axel Dreher bedauerlicherweise versagt, bei seiner ersten Station als Trainer im Seniorenfußballbereich ähnlich erfolgreich zu sein wie zuvor im Juniorenfußball, wo er als Cotrainer der C-Junioren Bayer Leverkusens zusammen mit Cheftrainer „Mecki“ Horch zweimal Westdeutscher Meister wurde (ein höherer Titel war in dieser Altersgruppe nicht erreichbar). Vergleichbare Erfolge hätte man dem Trainer Axel Dreher im Schlebuscher Bühl allzu sehr gewünscht, nicht nur weil der SV Schlebusch dem Fußballer Axel Dreher sehr viel zu verdanken hat. Der im zweiten Trainerjahr seines Bruders Dirk 1995 vom Landesligisten Richrath zum SV Schlebusch gekommene Defensivspezialist erwies sich im Schlebuscher Trikot als absoluter Führungsspieler, der mit 170 Einsätzen und immerhin 15 Toren ohne Zweifel zu den Spielern zählt, von denen man stets als echten Schlebuscher Urgesteinen reden wird, – war doch der langjährige Spielführer, dem die Rolle des „Leitwolfes“ auf dem Platz geradezu auf den Leib geschrieben ist, maßgeblich an der Schlebuscher Fußballrenaissance der 90-er Jahre beteiligt. Axel Dreher, obwohl auf dem Fußballfeld absolut kein „Kind von Traurigkeit“ und wegen seines robusten und körperbetonten, dabei aber immer stets fairen Spiels bei „Freund und Gegner“ gleichermaßen geachtet wie respektiert, wird im Schlebuscher Bühl stets seine sportliche und gesellige Heimat haben,- hat er mit seinem immer humorvollen, freundlichen, offenen und ungezwungenem Wesen, seiner ausgeprägten Geselligkeit aber auch seiner sportlichen Fachkompetenz hier doch zahlreiche Freunde gefunden. Als Trainer suchte der Pädagoge Axel Dreher anschließend neue Herausforderungen im Trainerstab der Juniorenabteilung des großen Nachbarn Bayer 04 Leverkusen.

3. Frank Sittig – ein Rekord mit Ewigkeitswert

Das über Axel Dreher Gesagte gilt mindestens im gleichen Maße für Frank Sittig,
dessen Name bereits deswegen in der Vereinschronik besonders exponiert verewigt zu werden verdient, weil er – wir wiederholen es an dieser Stelle gerne – mit 339 Einsätzen und 23 Toren in 12 Jahren als Spieler der 1. Mannschaft des SVS einen Rekord mit Ewigkeitswert aufgestellt hat und anschließend als Trainer der II. Mannschaft des SV Schlebusch seine 2. Karriere ebenso erfolgreich gestaltete.
Mag K.D. Saal als Rekordhalter nach Einsätzen früherer Jahre auch mit ihm konkurrieren (die Einsatzzahlen sind statistisch nicht erfaßt), so bleibt ihm doch unangefochten der 1. Rang als Spitzenreiter der ewigen Einsatzliste,- hat er doch seinen Rekord in weit kürzerer Zeit aufgestellt als Konkurrenten früherer Jahre. Er kann überdies mit berechtigtem Stolz darauf verweisen, fast alle Spiele über die volle Spielzeit bestritten zu haben. Frank Sittig, ein ausgesprochen lauffreudiger, taktisch bestens geschulter Vollblutfußballer, der beim SV Schlebsuch seit 1994 geradezu wie selbstverständlich eine Führungsrolle im Schlebuscher Spiel einnahm, war über 12 Jahre immer unverzichtbar und kann getrost bereits heute in die Galerie der ganz großen Schlebuscher Fußballpersönlichkeiten eingereiht werden. Heute verstärkt „Fränkie“ Sittig die Altherrenmannschaft des Vereins. Der Trainer Frank Sittig führte seine Mannschaft auf Anhieb in die Kreisliga A. In der vorangehenden Saison hatte unsere 2. Mannschaft den Aufstieg des Nachbars Bergfried bei gleicher Punktzahl (71) nur des schlechteren Torverhältnisses gegen (+62 gegenüber +68) den Vortritt lassen müssen. Auch diesmal ging es an der Tabellenspitze nur um einen Punkt, der uns von der SpVg Flittard trennte. In den folgenden Jahren bewegten sich Sittigs Spieler stets im Mittelfeld der Kreisliga A und hatten nie mit dem Aufstiegsrennen, aber auch nicht mit dem Abstiegskampf zu tun. Besonders positiv fiel auf, dass  unsere 2. Mannschaft immer ausgesprochen harmonisch auftrat. Wer Frank Sittig kennt, weiß, dass er diese Grundtugend  selbst immer gelebt hat.

Der absolute Spitzenreiter der Einsatzliste des SV Schlebusch, Frank Sittig

Der absolute Spitzenreiter der Einsatzliste des SV Schlebusch, Frank Sittig

 

4. Sportliche Bilanz der Jahre 2003 – 2006

Sportliche Erfolge hielt das Spieljahr 2005/06 auch für die A I –Junioren des SV Schlebusch bereit, die nach vier hauchdünn misslungenen Anläufen unter ihre Trainer Ralf Betzel in die Verbandsliga zurückkehrten (ausführliche Berichterstattung im Kapitel III 2.). Da der Aufstieg mit nur zwei Spielern des älteren A – Juniorenjahrganges erkämpft wurde, konnte man zuversichtlich sein, in der nach der „Jugendbundesliga“ höchsten Spielklasse seine sportliche Heimat zu finden. Leider blieb dieses Ziel unseren Fußballtalenten unerreichbar.
Eingang in die Vereinschronik muss natürlich auch finden, dass im Jahr 2006 die Jugendmannschaften des SV Schlebusch in gleich sechs Altersklassen den offiziellen Titel des Stadtmeisters errangen. Weit weniger erfolgreich waren da die Seniorenfußballer, die im Jahr des achtzigjährigen Vereinsbestehens 2003 das fast schon peinliche „Kunststück“ vollbrachten, bei der vom SVS selbst ausgerichteten Stadtmeisterschaft bereits in der Vorrunde auszuscheiden (da wurde die Rolle als selbstloser Gastgeber doch wohl etwas überinterpretiert), im Folgejahr immerhin das Finale zu erreichten, das allerdings gegen Ausrichter FC Leverkusen verloren wurde, um dann im Jahr 2005 endlich den Titel zu erringen (2:1 gegen Endspielgegner SSV Lützenkirchen). 2006 reichte es dann vor eigenem Publikum erneut nur zum zweiten Platz, wozu festgehalten werden muss, dass die kurze Spieldauer (30 Minuten) naturgemäß den tieferklassigen Gegnern unverkennbar zu Gute kam. Sieger war diesmal der SSV Alkenrath, der sich im Elfmeterschießen gegen unsere Elf durchsetzte. Mehr an sportlich Bemerkenswertem hatten die Jahr 2003 – 2006 nicht zu bieten, was jedoch nicht heißt, dass sie für die Sportgemeinde im Leverkusener Osten ereignislos waren. Freude und Trauer lagen in diesen Jahren dicht beieinander, wobei im Jahr 2003 die Freude über das stilvoll gefeierte Jubiläum des achtzigjährigen Vereinsbestehens und die stimmungsvolle Feier zum 40. Geburtstag unserer Altherrenabteilung bedeutsame Merkzeichen setzte.

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Sportliche_Bilanz_2003-2006

5. Bundesverdienstkreuz für Nuri Kurt
Eine Steigerung erfuhren die Jubelfeiern im Juni diesen Jahres als Jugendleiter Nuri Kurt anlässlich der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands an ihn durch OB Küchler eine nach Hunderten zählende Gästeschar im Bühl begrüßen konnte. Sie freute sich mit dem so Geehrten über eine Auszeichnung, die wohl kaum jemand so uneingeschränkt verdient hat, wie unser Jugendleiter, der seinem Verein seit Jahrzehnten nahezu rund um die Uhr zur Verfügung steht,- aber auch in seinem gesellschaftlichen und sozialen Engagement immer wieder Herausragendes leistet. Erinnert sei hier an die Integration ausländischer Jugendlicher in unsere Gesellschaft, die Betreuung jugendlicher Straftäter bei der Ableistung von Sozialstunden, die Unterstützung der Erdbebenopfer in der Türkei und der Opfer des Elbhochwassers, die seit Jahren traditionelle Förderung des Kinderheimes „Haus Nazareth“, aber auch die Pflege heimischen Brauchtums bei den alljährlichen Karnevalsumzügen. Nuri Kurt, der seit 1978 das Amt des Jugendleiters im Verein bekleidet, beschreibt den Antrieb für sein Vereinswirken mit dem schlichten Satz: „Mein Leben sind die Kinder“. Wünschen wir uns und besonders diesen Kindern noch vieleschaffensfrohe Jahre unseres Nuri.

Bundesverdienstkreuz für Nuri Kurt

6. Zum Gedenken an Theo „Ströpp“ Meud und weitere verstorbene Führungspersonen früherer Jahre
Chronistenpflicht ist es leider auch, Geschehnisse festzuhalten, die wir alle allzu gerne missen möchten, – den Abschied von geliebten und geschätzten Mitmenschen. Der SV Schlebusch trauerte nicht  nur vor 10 Jahren um seinen langjährigen Fußballobmann und Führungsspieler Theo Meud, der am 25.02.2005 im Alter von fast 80 Jahren von uns gegangen ist. Ein ehrendes Gedenken widmen wir darüber hinaus unserem langjährigen Vorsitzenden und Gönner Heinz Forst, der im Jahre 2004 verstarb, dem Sohn unseres 1999 verstorbenen Ehrenvorsitzenden Otto Marx, Wolfram Marx und dem Vorsitzenden unserer Altherrenabteilung K.W. Müller. Letzterem war es noch vergönnt die stimmungsvolle Feier zum 40. Bestehen seiner Abteilung im Sommer 2003 mitzugestalten, ehe er überraschend von uns ging. Der jetzige Chef der AH- Abteilung des SV Schlebusch Hans Becker, selbst früher eine absolute Fußballgröße im Schlebuscher Dress,  hätte sicherlich gerne noch länger auf den Vorsitz unserer Alten Herren gewartet. Theo Meud, der sowohl die Schlebuscher Glanzjahre in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts, wie auch die neue Schlebuscher Fußballblüte späterer Jahre als Fußballobmann mitgestaltet hat, schulden wir wie kaum einem Anderen, ein besonders ehrendes Gedenken, ist sein Name doch in herausragendem Maße mit den erfolgreichsten Zeiten der Vereinsgeschichte aufs Engste verbunden. Insider der heimischen Fußballszene in und um Schlebusch erinnern sich nur allzu gerne an das erste Erfolgskapitel der Schlebuscher Fußballgeschichte, die Theo Meud als aktiver Spieler mitgestaltet hat,- den Bezirksligaaufstieg 1950 (hieran beteiligt war auch unser langjähriges Vorstandsmitglied Franz Klein), den Landesligaaufstieg 1956, der unseren Verein mit Fußballgrößen wie Bayer 04 (A), 1. FC Köln (A) und dem Bonner FV (Vorgängerverein des Bonner SC) zusammenführte, sowie den Gipfelsturm des SVS mit dem Gewinn der Mittelrheinmeisterschaft und der Teilnahme an der Westdeutschen Amateurmeisterschaft, dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Theo Meud, zu dessen sportlichen Weggefährten Fußballgrößen wir Paul Mebus (Mitglied in Sepp Herbergers Weltmeisterkader 1954), Altnationalspieler Edmund Cohnen, „König“ Richard Job, “Bubi” Beck, Leo Behring und Jakob Wimmer zählten, trat nach seiner aktiven Zeit zunächst als Spielausschussmitglied in die Verantwortung für das sportliche Wohlergehen seines Vereins, die er wenig später als Fußballobmann über Jahrzehnte mit großem Erfolg innehatte. In diesem Amt knüpfte er nahtlos an das Erfolgswirken großer Schlebuscher Fußballpioniere wie Willi Emgenbroich, Kurt Classen und F. Gibbert an. Denkt man an das herausragende Wirken der heimischen Fußballgröße Theo Meud, darf auch die Erinnerung an den Pokalsieg (3:1) gegen den großen Nachbarn Bayer 04 nicht fehlen und erst recht nicht an das ehrenvolle 0:4 gegen die mit Nationalspielern geradezu gespickte Truppe des 1. FC Köln. Doch nicht nur in glorreichen Zeiten war der Fußballpionier Theo Meud mit ganzer Kraft für seinen SV Schlebusch da. Als es dem Verein zu Beginn der 90-er Jahre gar nicht gut ging und zwischenzeitlich sogar der Sturz ins Bodenlose drohte, stellt sich Theo Meud seinem Verein wie selbstverständlich mit Schaffenskraft, Fußballverstand und –erfahrung zur Verfügung, obwohl er eigentlich dem aktiven Geschehen längst Adieu gesagt hatte. Er war sich nicht zu schade, auch in den Niederungen des Amateurfußballs seine Mannschaft von der Seitenlinie aus zum Erfolg zu dirigieren und damit letztlich Wegbereiter des neuen Aufschwungs in der Mitte der 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Der SVS gedenkt mit großer Dankbarkeit seines langjährigen Fußballobmannes Theo Meud und widmet seinen Angehörigen seine tiefempfundene Anteilnahme. “Ströpp“ Meud wird bei uns unvergessen bleiben. Tröstlich zu wissen, dass das Vereinswohl bei den Nachfolgern der Verstorbenen in besten Händen ist.

 

VII
2006 – 2011
1. Mit Thomas Rennette zu neuen Ufern

Im sportlichen Bereich trat mit Beginn der Saison 2006/07 Thomas Renette als neuer Cheftrainer in die Verantwortung. Sein erklärtes Zielwar bei Dienstantritt: „In Schlebusch etwas aufzubauen“. Am Ende dieses Abschnitts ist ein Interview des Leverkusener Sportjournalisten Michael Rahm (Stadt-Anzeiger) mit Thomas Rennette vor seinem „Dienstantritt“ abgedruckt. Dass diese Erwartung durchaus realistisch war, bewies der Verlauf der Saison 2006/2007, an deren Ende ein beachtlicher 3. Tabellenplatz gefeiert werden konnte. Zwischenzeitlich konnte man sogar vom Aufstieg träumen, hätte doch ein durchaus möglicher Sieg beim Aufsteiger Spich in der Schlussabrechnung das Erreichen des 2. Tabellenplatzes hinter Spitzenreiter und Aufsteiger Uckerath bedeutet. Leider ging diese Partie mit 2:0 an den Gegner, der keineswegs besser, dafür aber glücklicher agierte. Dass der Aufstieg keineswegs utopisch gewesen wäre, lässt sich auch daran ablesen, dass Aufsteiger Spich beim 3:0 für unsere Elf im Hinspiel in Schlebusch krass unterlegen war. Trainer Renettes „Handschrift“ ließt sich in der Rückschau auch daran ablesen, dass seine Mannschaft in der Schlussabrechnung mit Stolz auf 68 geschossene Tore verweisen konnte, was die stets offensiv ausgerichtete Spieltaktik des neuen Mannes auf der Schlebuscher Trainerbank nachdrücklich unterstreicht. Selbstkritisch dürfte man angemerkt haben, dass das große Ziel „Aufstieg“ letztlich auch durch diverse Fehlleistungen gegen die Underdogs der Klasse verfehlt wurde. Erinnert sei hier an die Spiele gegen Absteiger St. Augustin (1:4 in St. Augustin und 0:0 im Schlebuscher Bühl) das 2:2 im Heimspiel gegen Absteiger Waldbröl, das durch gleich drei fragwürdige Platzverweise gegen Schlebuscher Spieler und einen umstrittenen Strafstoß gegen unsere Elf begünstigte 1:2 gegen Tabellenschlusslicht Immekeppel sowie die Spiele gegen Beinaheabsteiger Niehl (1:3 zu Hause und 1:1 in Niehl). In Erinnerung blieb aber auch, dass sich die „Neuschlebuscher“ Rene Klüber, Martin Paul und Sascha Gärtner, allesamt mit reichlich Verbandsligaerfahrung beim Nachbarn Vfl Leverkusen, Goalgetter Falko Fritzinger, der in seiner 1. Saison im Schlebuscher Dress gleich 21-mal einnetzte und Allrounder Sahin Sezer auf Anhieb als wahre Glücksgriffe und absolute Verstärkungen erwiesen. Gleiches galt für die Neuverpflichtungen zur Rückrunde Sebastian Kügler und Mehmet Sezer, während Stefan Endrikat an seiner alten Wirkungsstätte nie an seine Leistungen in früheren Landesligazeiten anknüpfen konnte. Neuzugang Christopher Long konnte nach gutem Einstand ebenso den Erwartungen nicht gerecht werden, während Stürmer Slawomir Czarnietzki wohl doch durch seine Verpflichtungen als Managerassistent beim großen Nachbarn Bayer 04 Leverkusen allzu sehr in Anspruch genommen war und deshalb sein Engagement in Schlebusch vorzeitig beendete. Als Saisonresümee blieb die Feststellung, dass Thomas Rennettes Vorhaben, „in Schlebusch etwas aufzubauen“ bereits im 1. Jahr seines Wirkens im Bühl weit über die Planungsphase hinaus gedieh.

 

Der SV Schlebusch will mit Thomas Rennette nach oben

Für Thomas Rennette heißt das Ziel:
Mit Schlebusch in die Landesliga

Schon in jungen Jahren ein stets erfolgsorientierter Trainer:

Schon damals ein erfolgreicher Trainer

 

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2. Operation Landesligaaufstieg – 2. Anlauf

Das er dieses Vorhaben in der Saison 2007/2008 positiv fortführen
würde, konnte Insider des Schlebuscher Fußballs nicht überraschen.
Diesmal stand die Kontinuität augenfällig im Mittelpunkt seiner
Planungen,- blieb doch der Mannschaftskader, sieht man einmal von den
im Saisonverlauf abgewanderten Brüdern Sezer in den Solinger
Kreisligafußball (??) ab, weitgehend unverändert. Viel wichtiger war aus
Vereinssicht, dass die Eigengewächse David Daum, Tim Breddemann und
Niklas Deimel stets sicher sein durften, das absolute Vertrauen ihres
Trainers zu genießen, was letztlich wohl maßgeblichen Einfluss auf ihre
Leistungsentwicklung (manche sprachen auch von einer (Leistungsexplosion) gehabt haben dürfte. Die Einsatzstatistik untermauert dies unverkennbar,- kam doch David Daum, zumal keineswegs gelernter Stürmer, in seiner 1. Seniorensaison glich auf 21 Torerfolge, während Tim Breddemann das seltene Kunststück gelang, als
„Mannschaftsnesthäkchen“ gleich zum Abwehrchef zu avancieren. Niklas
Justus Deimel erwies sich bei Ausfällen von Stammkeeper Gsella (Foto) als vollwertiger Vertreter und blieb bei seinen Einsätzen nahezu fehlerlos, was für einen Nachwuchstorhüter beileibe keine Selbstverständlichkeit ist.
Ansonsten gilt für das Saisonresümee nahezu vollinhaltlich das für die letzte Saison Gesagte. Wieder konnte man einen 3. Tabellenplatz feiern, erneut stand man sich in den Spielen gegen die Underdogs der Liga einmal mehr selbst im Wege undwiederum begeisterte man durch schnelles, erfolgreiches und oft auch begeisterndes Offensivspiel das die wieder zahlreicher zum Bühl strömende Zuschauerzahl oft genug zufrieden stellte. Für die Statistik bleibt festzuhalten, dass 85 erzielte Tore von den Aufsteigern Siegburg und Wipperfürth bei weitem nicht erreicht wurden, deren Punktekonto nur um einen bzw. zwei Punkte günstiger ausfiel. Festzuhalten blieb ferner, dass unsere Elf mit dem 10:1 gegen den 1. FC Gummersbach den seit Menschengedenken ersten zweistelligen Sieg im Bezirksligafußball verbuchte, allerdings auch beim Rückspiel in Gummersbach mit 2:3 aus der Spur des Aufstiegsrennens geriet, nachdem man dort bereits früh mit 2:0 geführt hatte. Allerdings war dieseNiederlage nicht zuletzt auch der Personalnot geschuldet, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison zog. Hierzu sei nur festzuhalten, dass Spielführer Jan Stefan  Hoepner seiner langwierigen Knieverletzung wegen nur auf 14 Saisoneinsätze kam und mit Sebastian Kügler nur ein Spieler bei allen dreißig Saisonspielen vom Anpfiff an den Schlebuscher Dress trug. Dass der längst nur noch in der Traditionsmannschaft von Bayer 04 tätige Ausnahmestürmer Marco Schröder in der Zeit höchster Schlebuscher Personalnot sechsmal das Schlebuscher Trikot überstreifte und eindrucksvoll bestätigte, dass er noch immer weiß, wo das Tor steht darf hier nicht unerwähnt bleiben. Immerhin trug er sich trotz der wenigen Einsätze fünfmal in die Torschützenliste ein. Das neuerliche Verpassen des Aufstiegs lag natürlich nicht nur an der Niederlage in Gummersbach,- ließ man doch auch bei den Spielen gegen deren Mitabsteiger Altenberg und VfL Leverkusen II gleich fünf Punkte liegen. Die Devise für die Zukunft konnte daher nur lauten, künftig neben der Kür auch einmal die Pflichtaufgaben zu lösen, um den Aufstieg in die Landesliga keine Utopie bleiben zu lassen. Wenn vorstehend vom „Nesthäkchen Breddemann die Rede war, so muss festgehalten werden, dass diese Bezeichnung in der Rückrunde auf den Winterzugang Daniel Kawohl zu übertragen war, der sich kess und forsch auf Anhieb als uneingeschränkte Verstärkung erwies. Obwohl von Woche zu Woche auf immer neuen Positionen eingesetzt, bewies er eindrücklich, dass er nicht nur wegen seiner 7 Tore in dreizehn Einsätzen – hiervon die meisten in einer eher defensiven Rolle – für das Schlebuscher Spiel eine wahre Bereicherung war.

Nach dem altbekannten und längst nicht immer zutreffenden Motto „was lange währt, währt endlich gut“ geriet die Saison 2008/09 dann zum absoluten Triumph. Mit nahezu unverändertem Kader (nur Sascha Schultes, der mit 265 Einsätzen den zweiten Rang in der ewigen Einsatzbestenliste seit der Saison 1979/80 noch heute inne hat, verabschiedete sich in den „Fußballruhestand“) starteten die Renetteschützlinge am 17.08.2008 in die neue Saison, die in der Nachschau zum viel bejubelten Triumph unserer Truppe geriet. Sinnvoll ergänzt durch die Zugänge Dominick Dohmen vom damaligen AJunioren Bundesligisten Vfl Leverkusen, dem erfahrenen Abwehrass Michael Assmann vom Oberligaabsteiger (jetzt Oberliga Mittelrhein) SV Bergisch Gladbach 09, Sami Saad vom SC Leichlingen sowie den vielversprechenden Nachwuchskräften Patrick Walle aus dem eigenen Jugendbereich und Simon Cürten vom Nachbarn SV Altenberg wurden die späteren Aufsteiger von Beginn an nahezu stets den hohen Erwartungen gerecht. Das nicht programmgemäße 1:4 bei Fatih Spor, dem Nachfolger des früheren Spitzenverein des Kölner Amateufußballs Yurdumspor Köln, darf im Nachhinein als einmaliger Fehltritt ausgeblendet werden. Zweifel, die Fußballbegeisterung im und um den Schlebuscher Bühl könnte erloschen sein, hatte jedenfalls auch nach diesem Rückschlag keiner der Verantwortlichen. Insidern war klar, dass sich Thomas Rennettes Schützlinge hiervon unberührt, gewiss nicht auf den Lorbeeren der Vorjahre ausruhen würden, waren doch die Bilanzen der letzten Jahre in der Rückschau durchaus als beachtlich einzustufen. Immerhin hatte man im Vorjahr die stolze Bilanz von 61 Punkten und 85:44 Toren erreicht und den Aufstieg in die Landesliga nur um einen winzigen Punkt verfehlt. Besondere Zuversicht ließ sich daraus schöpfen, das die gewiss nicht schlechte Bilanz der Saison 2006/07, der ersten Saison unter der Regie von Thomas Rennette, deutlich verbessert worden war. Damals hatte man das Spieljahr mit 57 Punkten und 68:37 Toren abgeschlossen. In Erwartung einer weiteren Steigerung und Wiedergutmachung der frühen Niederlage ging man die mit konzentrierter Entschlossenheit und frohgemut die weiteren Aufgaben an, ohne zu ahnen, dass ein regelrechter Triumphzug über die Plätze des Verbandsgebiets folgen würde. Mehr und mehr war die „Handschrift“ des Erfolgstrainers Thomas Rennette, der bei seiner früheren Trainerstation beim Nachbarn VfL Leverkusen bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte, dass er es meisterhaft versteht, Aufstiegsmannschaften zu formen, zu erkennen. So konnte man sehr bald die Niederlage gegen Fatih Spor als einmaligen Fehltritt ausblenden. Nach weniger als der Hälfte der Saison war den Bezirksligakonkurrenten klar, dass sich ihre Saisonziele nur mit dem Erreichen des ebenfalls aufstiegsberechtigten 2. Tabellenplatzes verwirklichen lassen würden, war doch längst klar geworden, dass die Angriffmaschinerie vom Bühl „in einer anderen Liga spielte“ Allzu deutlich dominierte das stets offensiv ausgerichtete, fast immer meisterlich strukturierte und oft genug auch perfekt organisierte Offensivkonzept des Fußballstrategen Thomas Renette und seines Assistenten Stefan Müller über gelegentlich sogar hilflos anmutenden Konkurrenten. Besonders deutlich muss dies bei den Gegnern TFC Köln, Homburg Bröltal, TuS Lindlar und Heiligenhauser SV zu spüren gewesen sein, die mit wahren Kantersiegen die Grenzen aufgezeigt bekamen. Namentlich die Spieler des TFC Köln dürften nach insgesamt 15 Gegentoren in zwei Spielen nicht gerne auf die Spiele gegen ihren Gegner aus Schlebusch zurückblicken. Bereits nach 25 von 30 Spieltagen stand die triumphale Rückkehr in die Landesliga – dem „Wohnzimmer des SV Schlebusch“ – fest. Zum Saisonabschluss standen 112:35 Tore sowie 78 Punkte zu Buche, – eine Bilanz, die im gehobenen Amateurfußball wohl nur selten erreicht worden sein dürfte. In Schlebusch bedeutet dieses Saisonergebnis jedenfalls absoluten Vereinsrekord in der bis dahin 87-jährigen Vereinsgeschichte, wobei der von Intimkennern des Vereins kaum für überbietbar gehaltene Rekord der „sagenumwobenen“ 78-er Mannschaft geknackt wurde. Diese hatte (umgerechnet auf die damals noch nicht eingeführte Dreipunkteregel) ebenfalls als Landesligaaufsteiger seinerzeit stolze 76 Punkte und ein Torverhältnis von 74:19 erreicht, was vom Meister und Aufsteiger dieser Saison insbesondere im Torverhältnis (+77) eindrucksvoll überboten wurde. Allerdings bleibt den „78-ern“ der Rekord, des ungeschlagenen Meisters, während unsere jetzige Meistermannschaft den Rekord an Siegen (25 gegenüber 23) aufstellte und zu Hause nur einen Punkt (an dem Mitaufsteiger SV Bergisch Gladbach 09) abgab. Die Schlussbilanz wies stolze 25 Siege, 3 Unentschieden und 2 Niederlagen auf, wobei die zweite Niederlage beim Skandalspiel in Bergisch Gladbach auch aus objektiver Sicht mehr als zweifelhaft zustande kam, sah sich doch der selbst gefoulte Assmann mit dem Schlusspfiff urplötzlich als Verursacher eines Strafstoßes, durch den ein gerechtes Unentschieden vereitelt wurde. Bei den Siegen konnte man des öfteren mehr von Opfern als von Besiegten sprechen, wobei insbesondere an das 10:2 gegen den TFC Köln, das 7:2 in Heiligenhaus, das 6:0 gegen Mitfavorit Homburg Bröltal und das 6:1 gegen Baris Spor Hackenberg zu erinnern ist. Letztere hatten unserer Elf immerhin beim Heimspiel auf kaum bespielbaren Geläuf, das eher einer Mondlandschaft als einem Fußballfeld anmutete, immerhin ein 1:1 abgetrotzt. Neben diesen hatte es lediglich der spätere Mitaufsteiger Bergisch Gladbach II und der zum Saisonauftakt hoch gewettete CB Ford Niehl eine Punkteteilung gegen Klüber, Kawohl und Co. erreicht. Bei so klarer Dominanz war es wenig verwunderlich, dass Trainer Renette und seine Jungs nach dem 6:1 in Lindlar bereits nach dem 25. Spieltag als Meister und Aufsteiger feststanden. Dass der Zweite und Mitaufsteiger SV Bergisch Gladbach 09 zum Saisonschluss 16 Punkte Rückstand aufzuweisen hatte, machte den Saisonerfolgt zweifellos zu einem kaum zu überbietenden Triumph, den nicht nur eine ihrer Zahl nach immer größeren Schar von Anhängern, sondern auch den ersten Schlebuscher Fanclub „Dhünnchaoten“ sichtlich stolz machte. Letztere unterstützten mit einfallreichen Liedern und Sprechchören unsere Elf nicht nur bei Heimspielen sondern bei fast allen Auswärtsspielen stets stimmgewaltig. Dass Schlebuscher Fußball im „Dorf“ längst wieder in ist, ließ sich auch beim Saisonfinale in Poll nicht übersehen, waren doch gleich zwei Wupsibusse erforderlich, um den neuen Landesligisten vor der stimmungsvollen feuchtfröhliche Aufstiegsfeier im heimischen Bühl zum Abschlussspiel ins rechtsrheinische Köln zu befördern. Unangefochten die Besten waren auch die Schlebuscher Topstürmer Falko Fritzinger und David Daum, von Thomas Renette, selbst früher ein Ausnahmestürmer, scherz- aber auch respektvoll als „Hilti“ und “Bohrhammer“ gegen gegnerische Abwehrbollwerke bezeichnet, die in der Meistersaison auf 32 bzw. 26 Torerfolge stolz sein konnten, übertrafen sie doch hiermit die gesamte Offensivabteilung des Tabellendritten SpVg Deutz 05 um 6 Tore.

David Daum durfte nach 21 Toren in der Vorsaison nach zwei Jahren im Seniorenfußball auf seine Rekordbilanz von 47 Toren verweisen. Der Titel „Best of the tops“ war im Meisterjahr mithin auch in dieser Hinsicht für Schlebuscher Fußballer reserviert. Ähnlich eindrucksvoll gestaltete sich die von Thomas Renette mit Akribie und Fingerspitzengefühl betriebene Weiterentwicklung der individuellen Klasse der einzelnen Spieler, die sich nicht nur beim Sturmduo Fritzinger und Daum, besonders eindrucksvoll offenbarte. Ohne die Verletzung von Daum im fünftletzten Spiel wären wohl vom Schlebuscher Sturmduo noch mehr als gemeinsame 58 Tore erzielt worden, – ein Torergebnis das von 10 Staffelkonkurrenten unterboten wurde. Ähnlich beachtlich war auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mittelfeldspieler Kawohl und Breddemann, wobei Ersterer- obwohl keineswegs gelernte Offensivkraft, auf seine sechzehn Erfolgsschüsse zu Recht stolz sein darf. Was die Leistungsentwicklung angeht, hätte man an dieser Stelle getrost nahezu das gesamte Mannschaftsaufgebot nennen können. Nicht ungenannt bleiben dürfen die Langzeitverletzten Dennis Kampmann, Martin Paul, Mark Deutz und Jan Hoepner, der nach achtzehnmonatiger Verletzungspause, in der Schlussphase der Saison bei seinem Comeback vom Schlebuscher Publikum begeistert gefeiert wurde. Sie alle waren leider über viele Monate durch schwere Verletzungen zum Zuschauen gezwungen. Das häufige Fehlen dieser Stützen macht das Erreichte umso wertvoller. Ganz besondere Erwähnung verdient hier der bei allen Einsätzen, obwohl häufig verletzungsbedingt gehandicapt, stets dominierende Mittelfeldstratege Rene Klüber, in dem viele den uneingeschränkten Chef im Schlebuscher Offensivverband ausmachten, was bei seinem Fehlen immer besonders evident war. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass mit dem Erfolg im früher fußballverrückten Schlebusch mittlerweile wieder wahre Fußballbegeisterung ausgebrochen war, was sich in deutlich gesteigerten Besucherzahlen bei den Heimspielen, aber auch in der Gründung eines eigenen Fanclubs zeigt, der auch bei Auswärtsspielen mit Fahnen, Trommeln, selbstgebastelten Transparenten und immer neuen Anfeuerungsgesängen, wo bitte – außer in Schlebusch – gibt es so etwas, mehr als einen Hauch von Bundesligaatmosphäre erzeugte.

Vorausschauend auf die neue Saison darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Renetteschützlinge mittlerweile von einem, von Junioren des Vereins gekonnt dargebotenen Vereinslied beim Einlaufen auf das Spielfeld begleitet werden. Das sich die 2. Mannschaft, in der Schlussphase unterstützt von einigen Leihgaben der 1. Mannschaft, auch in ihrer zweiten Saison in der Kreisliga A behaupten konnte, zeugt unübersehbar von der Erfolgsarbeit des Trainergespanns Frank Sittig und Rene Wichter, der in der Folgesaison das Amt des Cheftrainers innehatte. Sein Assistent wurde der frühere A-Juniorentrainer „Mätty“ Arndt, der später in die Altherrenmannschaft des Vereins wechselte.

4. SVS II – mit Frank Sittig in die Kreisliga A

Das Schlebuscher Fußballer das Kunststück des Aufstiegs durchaus beherrschen, hatte die Zweitvertretung des Vereins bereits zwei Jahre zuvor unter Beweis gestellt, die 2007 unter der Regie des Neutrainers Frank Sittig mit Bravour in die Kreisliga A aufstieg. Frank Sittig stellte damit unter Beweis, dass er nicht nur auf dem Fußballfeld, sondern auch an der Seitenlinie eine wahre Fußballgröße ist. Der mit 339 Punktspieleinsätzen ungefährdete Spitzenreiter der ewigen Bestenliste des Vereins (empfohlen wird hier ein Blick in die Rubrik „SVSWiki – Einsatzstatistik der Spieler des SV Schlebusch – Saison 2014/15 -Stand 07.12.2014 –  und Gesamtstatistik ab der Saison 1980/81) und sein Assistent Frank Hahne ergänzten sich bei ihrer Arbeit hervorragend, was Kenner der Fußballszene nicht überraschen konnte, waren sie doch seit gemeinsamen Jahren bei Bayer 04 Leverkusen so zu sagen “Weggefährten”.
II. Mannschaft - Aufstiegsfoto
Besonders erfreulich war hierbei, dass fast alle Spieler der „Reserve“, wie man in Schlebusch sagt, echte Eigengewächse waren, die in der Folgesaison einen hervorragenden 6. Tabellenplatz erreichten. Hätte man nicht auf das letzte Spiel gegen Blau- Weiß Köln verzichtet, um die 1. Mannschaft im Aufstiegsrennen zu unterstützen, wäre sogar der 5. Platz möglich gewesen. Der Aufstieg der 2. Mannschaft war übrigens der letzte Schlebuscher Erfolg auf rotem Geläuf. Nachdem die Spiele auf der bei nassem Wetter verschlammten, oft mehr an eine Seenplatte als an einen Fußballplatz erinnernden Sportstätte, die bei warmen Temperaturen zur Staubwüste mutierte, zuletzt immer mehr zum Ärgernis bis hin zu Spielabbrüchen gerieten, nennt der SV Schlebusch seit November 2007 ein schmuckes Kunstrasenstadion sein Eigen, dass sich auch über Ihren Besuch freuen würde.


5. Abschied von Schlebuscher Vereinsgrößen

Traurige Chronistenpflicht ist es leider auch immer wieder, vom Ableben langjähriger Vereinsgrößen zu berichten. Wir gedenken in großer Dankbarkeit unseres früheren  Präsidenten Johannes Singer, der am 8. März 2008 von uns gegangen ist. Mit dem Namen Johannes Singer werden die Jahre der Schlebuscher Fußballrenaissance in den 70-er, 80-er und 90- er Jahren des letzten Jahrhunderts immer auf das engste verbunden sein.

Wir trauen um Johannes Singer

Abschied von Johannes Singer

Sehr traurig sind wir auch über den plötzlichen und unerwarteten Tod von Peter Stranz, dessen Fußballkarriere im SV Schlebusch unter der Rubrik Der Weg zur Spitze des Amateurfußballs“ ausführlich gewürdigt ist. Abschied nehmen mussten wir auch von Egon Rosinski, ebenfalls einer der Schlebuscher Fußballhelden vergangener Tage. Schon etwas länger liegt der Tag des Abschieds vom „Schlebuscher Urgestein“ Franz Klein zurück, der im November 2006 im Alter von 87 Jahren von uns gegangen ist. Wie kaum einem Anderen schuldet der SV Schlebusch Franz Klein ein besonders ehrendes Gedenken, ist sein Name doch in herausragendem Maße mit der Vereinsgeschichte aufs Engste verbunden. Insider der heimischen Fußballszene erinnern sich nur allzu gerne an erste Erfolgskapitel der Schlebuscher Fußballgeschichte, die Franz Klein als aktiver Spieler mitgestaltet hat,- so den Bezirksligaaufstieg 1950. Allzu gerne schwärmte er bis in die jüngste Vergangenheit aber auch von späteren Erfolgskapiteln seines Vereins, – so dem Landesligaaufstieg 1956, der unseren Verein mit Fußballgrößen wie Bayer 04 (A), 1. FC Köln (A) und dem Bonner FV (Vorgängerverein des Bonner SC) zusammenführte, dem späteren Aufstieg in die höchste Amateurklasse, die Verbandsliga, dem Gewinn der Mittelrheinmeister-schaft und der Teilnahme an der Westdeutschen Amateurmeisterschaft. Doch nicht nur in glorreichen Zeiten, sondern auch, wenn es mal nicht so gut um den Schlebuscher Fußball aussah war, der Fußballpionier Franz Klein immer mit ganzer Kraft für seinen Verein da, – sei es als Spielausschussmitglied, langjähriger Zeugwart und zuletzt als Mitglied des Ältestenausschusses. Über rund 65 Jahre hat Franz Klein die Geschicke unseres Vereins als Macher im besten Sinne mitgestaltet, egal wer als Präsident dem Verein vorstand, ob Franz Carl, Hans Liever, Otto Marx, Johannes Singer, Karl Krämer und jetzt Joachim Hoepner, auf einenMitstreiter war stets Verlass,- Franz Klein. Dass Franz Klein bei den Spielen seines Vereins so gut wie nie fehlen durfte, war für ihn und alle die ihn kannten stets selbstverständlich. Unsere Verstorbenen werden uns unvergessen bleiben.


6. Wechsel an der Vereinsspitze

Festzuhalten bleibt auch, dass der langjährige Vorsitzende Hans Günther, der in der Jahreshauptversammlung des Jahres 2008 auf eigenen Wunsch die Verantwortung an Peter Seydel übergab, anschließend das Amt des Ehrenvorsitzenden verliehen bekam.
Wir freuen uns, dass unser Ehrenvorsitzender noch immer, wenn er die Zeit findet, bei seinem Verein ist. Peter Seydel hat sein Amt mittlerweile wieder niedergelegt. Auch ihm danken wir sehr herzlich für sein Engagement.
Neu im Vorstand ist voller Elan Harald (Harry) Reidenbach, der als ehemaliger Schiedsrichter des Herrenfußballs und jetzt im Alte Herren Bereich in mannigfaltiger Funktion, nicht zuletzt auch für die die Datenpflege der neuen Vereinswebsite in der Verantwortung tätig, ein echter Gewinn für die Leitungsebene des Vereins. Sein Bruder Manfred war übigens als Schiedsrichter im (erlauchten) Profibereich (2. Bundesliga) aktiv, mithin dort,wohin nur ganz wenige Schiedsrichter vordringen.

7. Das Jahr der Pokaltriumpfe – zähes Ringen um den Klassenerhalt
Freud und Leid lagen in der Saison 2009/10 dicht beieinander, wobei die Freude eindeutig den Pokalerfolgen zuzuordnen war, während Enttäuschungen, Unzulänglichkeiten und Frust zweifellos zum Ligaalltag der Meisterschaftsrunde gehörten. Die Pokalrunde 2009/10, an der unsere Jungs trotz der bekannten Aversion gegen diesen Wettbewerb auf eigenen Wunsch teilnahmen, startete nach der per Freilos überstandenen 1. Kreispokalrunde mit zwei 10:0 Siegen gegen die C- und
B-Ligisten Wahn-Grengel und Viktoria Buchheim, wobei sich Tim Herbel, eigentlich eher als Defensivspezialist bekannt, mit drei Toren auszeichnen konnte. Ebenfalls je drei Treffer erzielten Rene Klüber und Falko Fritzinger, während David Daum sich für vier Treffer feiern lassen konnte. Weit mehr Mühe machte in der vierten Kreispokalrunde Nachbar Bergfried Leverkusen, der nach eigener 2:1 Führung bis in die Schlussminute durch Daniel Kawohl Treffer zum 2:2 in die Verlängerung „gezwungen“ wurde und dort trotz eigener Überzahl durch Michael Urbans 3:2 von leidenschaftlich fightenden Schlebuschern bezwungen wurden. Zuvor hatte Sebastian Kügler die Schlebuscher Führung erzielt. Damit war klar, dass man in der fünften Kreispokalrunde im Schlebuscher Bühl mit der Begegnung gehen den damaligen Mittelrheinligisten FC Viktoria Köln (jetzt Regionalligist) Veranstalter eines Fußballhighlights sein werde. Wie unsere Leser sicherlich längst notiert haben erlebt dieses Duell am 4.3.2015 – 19:00 Uhr – seine Neuauflage. Ärgerliche Folge des Prestigesieges gegen den Nachbarn war die vierwöchige Sperre für Schlebuschs „Chef im Offensivbereich“ Rene Klüber, den selbst die gegnerischen Spieler keines rotverdächtigen Vergehens bezichtigen wollten. Hierzu merkte Michael Rahm vom KStA an:
Der SV Schlebusch musste beim 3:2 Sieg nach Verlängerung über den Bezirksligisten Bergfried Leverkusen feststellen, dass im Kölner Kreispokal die gleichen Gesetze gelten, wie in der Liga. Eine Tätlichkeit (aus Sicht des Verfassers vom Unparteiischen wohl irrtümlich angenommene) zieht eine rote Karte nach sich, und die bedeutet nun mal eine wettbewerbsübergreifende Sperre (Ende des Zitats). Spätestens nach dem stets ungefährdeten 3:1 Sieg gegen diesen Gegner konnte sich Thomas Renette von den Vorzügen des ungeliebten Events überzeugen (so Autor Michael Rahm in einer der Lokalsportausgaben des Kölner Stadtanzeigers im September 2009). Torschützen waren diesmal Falko Fritzinger (2) und Neuzugang Michael Urban. Eine eigentlich vorauszusetzende Dominanz des klassenhöheren Gegners war in dieser Begegnung nie zu erkennen. Dass sich die vierwöchige Sperre gegen Rene Klüber in den nächsten Begegnungen, insbesondere beim Auswärtsspiel gegen den VfR Bachem negative Folgen haben würde, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Jedenfalls saß nicht nur bei Rene Klüber der Frust nach dem 2:5 in Bachem ganz tief. Im Pokal zeigten Renettes erfolggewohnte Truppe, die nicht nur aus Sicht des Schlebuscher Intimkenner, Michael Rahm vom KStA,  in der Meisterschaft mit vier Punkten aus fünf Spielen einen durchwachsenen Start hingelegt hatte, im Pokal keine Schwächen. Auch im Halbfinale gegen Fatih Spor gelang mit 6:2 ein klarer Sieg. Die Tore erzielten Falko Fritzinger (3), Tim Herbel, Ricardo Scannimanica und Sebastian Kügler. Da im Kölner Kreispokal das nach diesem Spiel eigentlich erreichte Finale nicht ausgespielt wurde, war damit die 1. Mittelrheinpokalrunde
erreicht. Hier wurde dem SVS mit dem Regionalligisten Bonner SC der „höchstklassigste Gegner im Topf“ zugelost. Das die fußballverrückte Schlebuscher Sportszene diesem Event mit Spannung und Freude entgegensah war nicht gerade verwunderlich, hatte man doch mit Gegnern dieses Formats vor mehr als vierzig Jahren letztmalig „die Klingen gekreuzt“. Der Leverkusener Anzeiger stimmte heimische Fußballszene wie folgt auf das Event ein:

Rene Klüber, beim SV Schlebusch immer ein Führungsspieler

Rene Klüber, beim SV Schlebusch immer ein Führungsspieler

Nach dem Spiel verwiesen die Bonner zurecht darauf die besseren Chancen gehabt zu haben, erkannten aber auch an, dass der Schlebuscher Sieg durch Daniel Kawohls technisch perfekten erzielten Treffer aus 17 Meter Torabstand in der 99. Minute nicht unverdient war. Exprofi Wolfgang Jerat, der Trainer der Gäste, verwies hierzu dezidiert darauf, dass man es bei einer Spieldauer von insgesamt 130 Minuten (incl. Nachspielzeit) trotz drückender Überlegenheit gegen einen drei Klassen tiefer spielenden Gegner nicht geschafft habe, ein Tor zu schießen, reiche allemal, von einem verdienten Schlebuscher Sieg zu sprechen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Der Bericht des Leverkusener Anzeigers folgt am Ende des Artikels

Leider gab es dann in der nächsten Partie gegen den späteren Aufsteiger unserer Klasse,  VfL Alfter,  eine bittere 2:3 Niederlage, die umso ärgerlicher war, weil sie erst in der Verlängerung zustande kam. Dabei hatte bis zur 76. Minute alles nach einem Schlebuscher Sieg ausgesehen. Nach frühem 0:1 Rückstand traf zunächst Goalgetter Falko Fritzinger zum 1:1 dem Thomas Scheidler, zum ersten Mal von Beginn an mit von der Partie, das 2:1 folgen ließ. Leider verpasste Michael Funke wenig später die Entscheidung, als er bereits den gegnerischen Torwart ausmanövriert hatte, leider aber nicht zum 3:1 einnetzen konnte. So kam es, wie es bei derartigen Spielkonstellationen häufig geschieht. Alfter glich aus und ging in der Verlängerung dann sogar mit 3:2 in Führung (96. Spielminute), die David Daum mit einem vergebenen Strafstoß in der 100. Minute leider nicht mehr egalisieren konnte. Das Ausscheiden aus dem Pokal war umso ärgerlicher, weil man gegen den in der Schlussphase um einen Spieler dezimierten Gegner einen Sieg verschenkt hatte, der den Verein durchaus ins Mittelrheinpokalfinale hätte führen können.
Unlösbar wäre die nächste Aufgabe gegen des Landesligisten Halil Maroc Bergheim jedenfalls nicht gewesen. Eine böse Überraschung erlebten nach dem Spiel in Alfter die Mitglieder des Schlebuscher Fanclubs „Dhünnchaoten“, die, wie sie später berichteten, auf dem Weg zum S-Bahnhof von so genannten Fans des Gastgebers grundlos attackiert und zum Teil übel zugerichtet wurden. Ein bewusstlos geschlagener Fan des SVS soll am Boden liegend von den Übeltätern heftig getreten worden sein. Zur Behandlung seiner Verletzungen musste er in das Siegburger Krankenhaus eingeliefert werden. Wir meinen, Hooligans brauchen wir im Amateurfußball nun gewiss nicht, – schlimm genug, dass, dieses Unwesenheit im Profifußball ärgerlich Raum greift. Nach den Pokalerfolgen und der unbefriedigenden Tabellensituation hatten
Verantwortliche und Fans gehofft, Schwung, Elan, Siegeswillen und Erfolge in den Ligaalltag mitnehmen zu können. Lokalsportredakteur Michael Rahm vom Leverkusener Anzeiger sah in seinem Kommentar vom 12.10.2009 im Leverkusener Anzeiger hierin eine Lösung für die Meisterschaftsprobleme. Erführte aus:
Der Landesligist SV Schlebusch hat den FVM-Pokal also tatsächlich seiner prominentesten Mannschaft beraubt. Wenn die Party am Bühl vorbei ist, wird man zwangsläufig wieder auf die Tabelle der Fußball-Landesliga schauen. Dort steht der Club auf einem Abstiegsplatz. Das Team hat so lange um den Aufstieg gekämpft, es wäre tragisch, wenn es direkt wieder absteigen würde. Die Rezeptur, die den Pokal-Triumph ermöglichte, könnte das verhindern. Schlebusch ist spielerisch exzellent aufgestellt, aber das sind viele Konkurrenten in dieser Landesliga auch. Gegen Bonn entwickelten die Spieler zudem einen unbändigen Willen. Sie können nun in Schönheit sterben, oder sich regelmäßig an diese neu entdeckte Qualität erinnern. Leidenschaft und Kampfgeist sind unverzichtbare Begleiter auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Nachfolgend sein Bericht:

 

Der SV Schlebusch schlägt den Regionalligisten, Bonner SC, mit 1:0 nach Verlängerung

Der SV Schlebusch schlägt den Regionalligisten, Bonner SC, mit 1:0 nach Verlängerung


Um es vorwegzunehmen, dieses Ziel wurde nach zähem Ringen aus eigener Kraft erreicht. Wer die Klasse der Gegner dieser Saison richtig bewertet, muss dies bereits als Erfolg an sich bewerten, – war doch unverkennbar, dass nicht nur die Aufsteiger Alfter und Hennef über ein weit höheres, nicht zuletzt auch wirtschaftliches Potential verfügen, sondern auch die hinter diesen in Punkto Aufstieg zurücktretenden Mannschaften aus Troisdorf, Oberpleis, Honnef, Siegburg und Lindenthal. Ärgerlich war allerdings, dass man gegen Mannschaften auf Augenhöhe, wie Urbach, Merten, SC West Köln und VfR Bachem gleich achtzehn Punkte liegen ließ, wobei das 0:0 im Heimspiel gegen Urbach eher einer Fehlleistung der Unparteiischen zuzuordnen war, als Schlebuscher Defiziten, gab
es doch an Gärtners Kopfballtor auch aus Sicht der Gäste nun wirklich nichts auszusetzen. Lediglich Tabellenschlusslicht Mondorf war Lieferant von sechs Punkten zum Klassenerhalt, der ohne die außerplanmäßigen Punktgewinne gegen die Aufsteiger Alfter (1:1) und Hennef (0:0), das 2:2 beim Mitfavoriten Troisdorf, der als späterer Tabellendritter nur um einen Punkt hinter Aufsteiger Hennef zurückblieb, die beiden Unentschieden gegen die „Sportstudentenmannschaft“
Hohenlind, die víer Punkte aus den Spielen gegen Siegburg sowie den Auswärtssieg in Friesdorf nicht zu erreichen gewesen wäre. In der Schlussbilanz trennte uns als Tabellenzwölfter ein einziger Punkt vom Mitaufsteiger SV Bergisch-Gladbach 09 II, der allerdings im Vergleich mit dem Viertletzten der Landesliga 2 deutliche Vorteile hatte und ebenfalls in der Landesliga bleiben durfte. Vom Bestplazierten der drei Absteiger, RSV Urbach, trennten uns dann doch 11 Punkte und 43 (!!!) Tore, was die Abschlussplatzierung dann doch deutlich aufwertete.

8. In der Landesliga angekommen – Die Saison 2010/2011

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Ihnen schenkte Thomas Rennette sein Vertrauen

Kader der Saison 2010-11

Nach den nervenaufreibenden Wochen der Schlußphase der Vorsaison war zu Saisonbeginn Konsolidierung und Neuausrichtung angesagt. Deutlich erkennbar war dies bei einem Blick auf den Mannschaftskader, der nur wenig Personalveränderun -gen aufwies, sicherlich bewußt und gewollt,- sind doch die Zeiten hektischens Taktierens schon lange am SV Schlebusch der Neuzeit vorbei. Neu im Schlebuscher Kader standen mit Stefan Lorenscheit, Samir Al Kkabbachi, Chrisovalantis (Vali) Tsaprantzis, Dennis Hill und Daniel Heuser nur fünf neue im Kader des Trainer- gespanns Thomas Rennette und Stefan Müller, denen mit Falko Fritzinger (Studienpause), Sascha Gärtner (Beendigung der Laufbahn), Martin Paul (schöpferische Pause), Michael Urban, Erkan Demirkan und Michael Funke (Wechsel zur zweiten Mannschaft) sechs Abgänge gegenüber standen. Da Stefan Lorenscheit seiner beruflichen Belastung wegen nur auf wenige Einsätze kam, war zu Beginn der Saison klar, daß die Personaldecke eng geschnitten war, standen doch nur 18 Spieler zur Verfügung. Bei den Zugängen hatten die Trainer das sprichwörtlich “gute Händchen” bewiesen, wurden doch Heuser, Al Khabbachi, Hill und Tsaprantzis über die gesamt Saison zu echten Leistungsträgern, wobei der eminent lauf- und kampfstarke Letztgenannte im Schlebuscher Mittelfeld eine Schlüsselrolle übernahm. Leider füllte er diese Roll nur für kurze Zeit aus. “Die Verlockungen” des Nachbarn, FC Leverkusen, das Grün des Schlebuscher Kunstrasens gegen die unebene  und im Sommer ausgesprochen staubige”Aschenfläche” des Birkenbergs und die Landesliga gegen die Kreisliga B einzutauschen, dürften nach unserer Einschätzung wohl kaum  immaterieller Natur gewesen sein. Den “Rheindorfern” dürfte jedenfalls klar sein, dass man sich mit derartiger  Personalpolitik in der Nachbarschaft keine Freunde macht. Nach durchwachsenem Saisonauftakt mit zwei Heimniederlagen gegen Topfavorit Troisdorf und Aufsteiger Spich folgte in den Spielen 5 – 16 eine beeindruckende Erfolgsserie mit sieben Siegen und fünf Unentschieden in Folge. Das es danach nicht so weiter ging, war sicherlich auch Folge einer ungewöhnlichen Verletzungsserie zu Beginn der Rückrunde, wobei der Ausfall von Goalgetter Davis Daum im ersten Rückrundenspiel besonderes Gewicht erhielt, stand doch das in den letzten Jahres wohl erfolgreichste Torjägerduo des Verbandsgebiet nun komplett nicht mehr zur Verfügung. Skeptiker hatten vor Rückrundenbeginn befürchtet, die Schlebuscher Defensive würde nach dem Rückzug des wohl zweikampfstärksten Abwehrspieler der Klasse, Adrian Nickel (aus persönlichen Gründen), entscheidend geschwächt sein.
Als dann ab dem fünften Rückrundenspiel auch noch der “Chef” im Schlebuscher Offensivspiel, Rene Klüber, bis zum Saisonfinale verletzungsbedingt, ausfiel, Stürmer Thomas Scheidler aus Krankheitsgründen viel zu lange aussetzen mußte, der abschlußstarke Sebastian Kügler verletzungs- und arbeitsbedingt nicht vollwertig zur Verfügung stand und Torhüter Gsella eines komplizierten Fingerbruches wegen sieben Wochen passen mußte, war das Schlebuscher Personaltableau doch allzu sehr reduziert. Daß es dennoch in den verbleibenden Begegnungen noch zu achtzehn Punkten reichen sollte, war die eigentliche Sensation der Saison. Insider stellten nun Woche für Woche fest, daß die Truppe das Konzept ihrer Trainer immer besser umzusetzen verstand, ihre Gegner mit ihrem schnellen, agressiven und taktisch immer perfekter funktionierenden Mannschaftsspiel zu dominieren verstand und letztlich einen kaum erwarteten vierten Tabellenplatz eroberte. Unverkennbar war hierbei die positive persönliche Entwicklung jedes einzelnen Spielers, wobei die enorme Steigerung des Eigengewächses Tim Herbel, des schnellen Aussenbahnspielers Samir Al Khabbachi und des Aufsteigers Daniel Heuser stellvertretend für Alle Erwähnung finden soll.
Nicht zu erwarten war für Außenstehende sicherlich auch, daß “Bewegungswunder” Dennis Hill im Schlebuscher Tor zum festen Rückhalt der Schlebuscher Defensive und vollwertigen Gsellavertreter avancieren würde.
In der Schlußbilanz der Saison standen schließlich 48 Punkte, ein Torverhältnis von 60:36 und – wie bereits erwähnt – ein guter 4. Tabellenplatz. Für Statistikfreunde sei angemerkt, dass die Mannschaft nur gegen die Aufsteiger Troisdorf und Oberpleis beide Spiele abgab, gegen den Tabellendritten SV Bergisch-Gladbach 09 II vier Punkte holte und nur 1 Punkt Abstand hatte, gegen den Geheimfavoriten Bad Honnef, Rheinbach und Absteiger SC West beide Spiele gewann und mit dem 7:1 gegen diesen Verein und das 6:0 gegen den vorgemannten Tabellendritten Rekordsiege feiern konnte.

Für nur gelegentliche Besucher stellen wir fest:

Es lohnt sich wieder zu Spielen der Schwarz-Gelben den Bühl zu besuchen !!!!

 

VII.
SV Schlebusch – mit Rene Wichter und Martin Arndt in die
Spitzengruppe der Kreisliga

Höchst erfolgreich verlief die Saison 2010/2011 auch für unsere 2. Mannschaft, die lange im Rennen um den Bezirksligaaufstieg mitmischte, über Wochen Tabellenzweiter war und in der Endabrechnung mit 59 Punkten und 70:39 Toren einen sensationellen dritten Tabellenrang ereichte. Dieses Ergebnis stellt einen neuen Vereinsrekord einer Schlebuscher Mannschaft in der Kreisliga A dar. Den alten Rekord hielt die von den Schlebuscher Fußballpionieren Otto Marx (er findet als früherer Vereinschef in der Chronik mehrfach ehrende Erwähnung) und Arno Altendorf gecoachte Schlebuscher Reserve der Saison 1963/1964, die damals 58 Punkte erreichte. Das sie hierfür weniger Spiele zur Verfügung hatte, sei nur am Rande erwähnt. Arno Altendorf, im beruflichen aber auch privaten Umfeld als ausgesprochen großzügiger, hilfsbereiter und sozial engagierter Mensch geschätzt, würde es sicherlich erfreuen, dass Trainingsanzüge der 1.Mannschaft seines SV Schlebusch ein Aufdruck ziert, der auf den Geschäftsbereich hinweist, in dem er unternehmerisch tätig war.  Mit diesem Artikel widmen wir unserem Freund Arno Altendorf ein ehrendes Gedenken, um auf diesem Weg mit Dank an einen Menschen zu erinnern, dem das Gedeihen  seines Vereins immer am Herzen lag.

2. Schlebusch II verbessert mit einem Kantersieg den eigenen Vereinsrekord.

Mit einem großartigen Schlussakkord beendeten die Schützlinge des Tainerduos Engels und Tuchscherer im Folgejahre eine beinahe perfekte Saison mit 19 Siegen, 7 Unentschieden und nur 4 Niederlagen. Zum Bezirksligaaufstieg hätte es gereicht, wenn nur ein einziges Spiel mehr gewonnen statt verloren worden wäre. Das wäre ohne weiteres gegen Aufsteiger Rheinkassel-Langel möglich gewesen, aber auch die Auftaktniederlage in Stammheim war keineswegs unvermeidbar. So verblieb der Mannschaft der zweite Platz und ein herzlicher Glückwunsch an Aufsteiger Prometheus Köln-Porz, der bei gleicher Anzahl von Niederlagen halt einmal weniger unentschieden spielte. Überragend und kaum zu toppen dürfte hingegen die Punktausbeute von 64 Punkten bei 79:40 Toren sein, die eine Verbesserung des Vorjahresvereinsrekordes von 59 Punkten, sowie 70:39 Toren bedeutete. Vom letzten Saisonspiel wird noch lange in Erinnerung bleiben, dass unsere „Zweite“ trotz der hohen Temperaturen Alles daran setzte, doch noch den Aufstieg zu buchen. Mit totaler Offensive wurden die erfreulich fairen spanischen Gäste, die über die gesamte Spieldauer hoffnungslos überfordert waren, gerade überrollt. Richter, Roßkamp und Co. brannten ein beeindruckendes Feuerwerk“ ab. Es gab Torschüsse im Minutentakt, sodass das Endergebnis von 11:2 die erdrückende Schlebuscher Überlegenheit nur annähernd wiedergab. Hierzu trug der heute nie zu bremsende Florian Richter, der alleine sechs Treffer erzielte, maßgeblich bei und unterstrich damit beeindruckend, dass er völlig zurecht für die Folgesaison in den Kader der 1. Mannschaft aufrückte. Sechs Tore in einem Meisterschaftsspiel konnten – soweit überliefert – bislang beim SV Schlebusch einzig Klaus Weistroffer im Jahre 1990 gutgeschrieben werden. Groß aufspielten heute eigentlich alle Schlebuscher, wobei Bastian Roßkamp neben dem sechsfachen Torschützen mit drei Kunstschüssen ins Gästetor eindeutig die spektakulärsten Szenen zum Kantersieg beitrug. Sein perfekt ins Dreieck des gegnerischen Tores gezirkelter Freistoß zum 5:0 war dabei ebenso das Eintrittsgeld wert, wie sein Distanzschuß aus gut und gerne 35 Metern Entfernung zum zwischenzeitlichen 9:0. Zum zweistelligen Ergebnis trugen schließlich noch Ramon Weistroffer und Denis Barbarski bei, wobei Erster per Kopfball nach Eckstoß und der Zweite mit Volleyschuß aus vollem Lauf den gegnerischen Torwart ohne Chance ließ.
Gerne halten wir fest, dass Jeder, der heute nicht dabei war, einen spektakulären Fußballfesttag verpasst hat.

Die erfolgreiche 2. Mannschaft 2011/2012

Die erfolgreiche 2. Mannschaft 2011/2012

 

3. Ein Hauch von Oberliga

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Saisonvorschau 2011-2012

Zu einem eindrücklichen Nachweis neu erstandener Stärke des Schlebuscher Fußballs geriet die 1. Hälfte der Saison 2011/2012, die unsere 1.Mannschaft als Herbstmeister beendete. Dabei war der Saisonstart wenig erfolgversprechend, starte man doch mit einer Heimniederlage gegen die starken Friesdorfer, der dann jedoch zwei Auswärts- siege beim als Mitfavorit gehandelten Nachbarn VfL Leverkusen (3:0) und den eigentlich immer als Aufstiegsanwärtern gehandelten Bad Honnefern folgten. Der Sieg beim alten Rivalen von der Tannenbergstraße war natürlich Balsam auf die in den letzten Jahren ein wenig verletzte Schlebuscher Fußballseele, hatte man sich doch über Jahre mit dem Aufenthalt in einer niedrigeren Fußballklasse als der Nachbar abfinden müssen. Teuer erkauft war allerdings der Sieg in Bad Honnef, zog sich doch Mittelfeldspieler Luca Ziegler einen Fußbruch zu und fiel für den weiteren Verlauf der Hinrunde aus. Gleichwohl gelangen bis zur Winterpause noch sechs Siege bei nur zwei weiteren Niederlagen und zwei Unentschieden, was zur Saisonhalbzeit zum Gewinn der inoffiziellen Herbstmeisterschaft ausreichte. Ein wenig getrübt wurde die Freude allerdings durch eine weitere schwere Verletzung, brach sich doch beim 4:1 Auswärtssieg in Spich Mittelstürmer David Daum das Schienbein und stand für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung. Dass er später seine Fußballkarriere beim Kreisligisten Flittard fortsetzen würde, war damals noch nicht abzusehen. Hatte man sich nach 15 Spieltagen noch über die Spitzenposition und einen „Hauch von Oberligaluft“ über dem Schlebuscher Bühl gefreut, überwogen dann zum Rückrundenstart Ärger und Unverständnis über einen spektakulären Wechsel. „Vali“ Tsaprantzis, für viele wegen seiner immensen Laufstärke und Torgefährlichkeit neben Daniel Kawohl und Tim Herbel einer der wichtigsten Eckpfeiler im Schlebuscher Mannschaftsgefüge, wollte unbedingt zum FC Rheindorf wechseln, der im Juni 2011 gerade erst in die Kreisliga B aufgestiegen war. Das hier sportliche Gründe ausschlaggebend waren ist schwer nachzuvollziehen, spielt man in dieser Klasse doch in der Regel auf „Aschenplätzen“ und selten vor nennenswerten Zuschauerkulissen gegen nicht gerade anspruchsvolle Gegner. Bei der Nennung des Vereinsnamens FC Rheindorf erinnern sich Insider der Leverkusener Amateurfußballszene unweigerlich an die Zeit der Jahrtausendwende. Fußballer der Rheindorfer Vereine TuS und FC Rheindorf, mal getrennt und mal vereinigt auftretend, für einen kurzen Zeitraum und aktuell wieder als FC Leverkusen im Wettbewerb, hatten plötzlich das Ziel, im Fußball auf Verbandsebene „als Leader sozusagen als Fixstern“ auf der Spitzebene mitzumischen, um alsbald wieder abzustürzen. Der alte Traditionsverein, über Jahrzehnte im Kreisligafussball zuhause, stieg 1998 erstmals in der Rheindorfer Sportgeschichte in die Bezirksliga auf, erreichte bereits 2000 die Landesliga, wurde hier auf Anhieb Dritter, um diese bereits ein Jahr später wieder zu verlassen und den Seniorenfussballbetrieb wenig später einzustellen.

Doch zurück zum Schlebuscher Herrenfussball:
Der personelle Aderlass war mit dem aus Schlebuscher Sicht wenig ruhmreichen Abschied von Chrisovalantis Tsaprantzis leider noch längst nicht beendet. Ilyas Katar zog es auch zum FC Leverkusen, Hajredin Bedzeti war allzu oft beruflich verhindert um dann später auch beim FC Leverkusen zu landen (dort setzte man dann zeitgleich oder später auch auf die Exschlebuscher Saad, Boularouz, Colovic, Kalatoudis, Saad und Özkan). Daniel Heuser pausierte wegen seines Studium, Daniel Kawohl fehlte allzu lange rotgesperrt, und als dann auch noch der nach Marialinden wechselnde Maier und Abwehrchef Dohmen langzeitig verletzt ausfielen, war ein personeller Ausgleich nicht mehr zu bewerkstelligen. Aus diesem Grund gab es in der Rückrunde der Saison 2011/12 nur noch vierzehn Punkte und einen letztlich nur bedingt zufriedenstellenden 5. Tabellenplatz.
Gleichwohl verdienten sich Thomas Renette, sein Cotrainer Stefan Müller und das gesamte Team hohes Lob, hätte man ohne die personellen Handicaps sicherlich weit mehr erreichen können.

VIII: Fussball kann so ungerecht sein

1.

Die Saison 2012/2013

2.

Abschied von Thomas Rennette

Als Thomas Rennette zu Beginn der Saison 2006/2007 sein Traineramt beim SV Schlebusch antrat, tat er dies mit dem erklärten Ziel, etwas aufbauen zu wollen. Wer den früheren Stürmer der Extraklasse näher kennt weiß, dass dies wohl durchdacht und zielführend geplant war. Nach sieben fast immer schönen und erfolgreichen Jahren mit dem Highlight des triumphalen Landesligaaufstiegs 2009 kann man getrost feststellen, dass der Erfolgstrainer Thomas Rennette die in ihn gesetzten Erwartungen vollauf erfüllt hat. Thomas Rennette begann seine sportliche Laufbahn mit sechs Jahren beim VfL Leverkusen, mit dem er als A-Junior in der höchsten deutschen Klasse spielte, um sodann als Vollblutstürmer, zumeist auf der linken Sturmseite, über viele Jahre Torgarant seines Vereins zu sein. Sein Weg führte ihn anschließend zur SSG 09 Bergisch Gladbach und sodann zu den Sportfreunden Baumberg, wo er anschließend ab 1993 seine 1. Trainerstation innehatte. Obschon er bereits mit 27 Jahren seine Trainerlizenz erworben hatte, gab es zunächst noch weitere vier Jahre den Fußballer Thomas Rennette, der 1995 das Training beim VfL Leverkusen übernahm, den er von der Bezirksliga bis in die Verbandsliga führte.  Beim SV Schlebusch heuerte Thomas Rennette 2006 als Cheftrainer an, erreichte auf Anhieb mit seinen Jungs den 3. Tabellenplatz, ein Jahr später die Vizemeisterschaft und 2009 nach einer triumphalen Saison den Aufstieg in die Landesliga. Wo der Fußballer Thomas Rennette war, waren stets der sportliche Erfolge, immer aber auch gute Laune, Frohsinn, Spaß und Freude und nicht zuletzt gesellige Feste und anspruchsvoller, unterhaltsamer  Offensivfußball zu Hause.

Wer kann das besser beurteilen, als unser Torjäger schlechthin, Falko Fritzinger.

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Wäre der Titel des „Feierbiestes“ nicht bereits an Louis van Gaal vergeben, wäre Thomas Rennette sicherlich Anwärter auf diese positive Charakterisierung.
Wie sehr Thomas Rennette den Angriffsfußball liebt und vom wenig unterhaltsamen, rein am  Ergebnis orientierten Fußball rein gar nicht wissen will, weist seine sportliche Statistik beim SV Schlebusch aus. Schossen seine Schützlinge in der 1. Saison unter seiner Regie bereits 68 Tore, waren es im Folgejahr bereits 85, denen im Aufstiegsjahr stolze 113 Tore folgten.
Maßgeblich hieran beteiligt war zweifelsohne Falko Fritzinger, der mit 114 Toren in 173 Meisterschaftsspielen der Schlebuscher Ersten unangefochten erfolgreichster Stürmer aller Zeiten ist.

In Thomas Rennettes letzter Saison beim SV Schlebusch gabs dann noch einmal 68 Tore, aber leider auch 54 Gegentore, was  für den Klassenerhalt nicht reichte. Warum es letzlich nicht zum Klassenerhalt reichte hatte etliche Gründe. Allerdings. dürfte ausgesprochen selten geschehen, dass Mannschaften mit 41 Punkten und der zweithöchsten Anzahl geschossener Tore (68) das “Klassenziel” der Vermeidung des Abstieges verfehlen. Zum Vergleich seien die Erfolgsschüsse des Aufsteiger Bonn (67) und  des Tabellenzweite Merten (73) vermerkt. Die Gesamtstatistik der sieben Jahre mit dem Trainer Thomas Rennette dürfte unvergleichlich sein. In sieben  Meisterschaftsrunden haben seine Schützlinge insgesamt 512 Treffer erzielt. Das sind 73,14 Treffer pro Saison.   Beim SV Schlebusch wusste man diese Ergebnisse immer zu würdigen und hätte allzu gerne auch den Trainer Thomas Rennette weiter in der Verantwortung belassen. Das hätte ihm, soweit überliefert, mit mehr als sieben Trainerjahren den alleinigen 1. Platz in der Trainerstatistik eingebracht, den er nun mit Dirk Dreher teilt.
Im Rückblick auf die Trainerjahre des Erfolgstrainers Thomas Rennette kann man getrost von der „Fußballära Rennette“ sprechen, eine Auszeichnung, die in der Chronik des SV Schlebusch bislang nur Hans-Gerd Konkel wiederfuhr.

Nach dem letzten Spieltag war aber noch lange nicht Schluß, stand doch noch die sportgerichtliche Prüfung der Vorwürfe an, das Ergebnis des Spieles des des 29. Spieltages zwischen dem VfL Rheinbach und dem Vfl Leverkusen (0:0) sei zwischen den Trainern der beiden Vereine abgesprochen gewesen. Es bedurfte dreier Verhandlungen der Verbandsspruchkammer, bis dann am 24.06.2013 der “Deckel auf dem Topf” war. Dem durchaus nachvollziehbaren und schlüssigen Antrag des Verbandsvertreters,  Dr. Norbert Toporowskyi, Leverkusens Trainer Brunetto für ein Jahr zu sperren, die beteiligten Spieler für drei Monate, und ihre Vereine in die Bezirksliga zu “versetzen” vermochte die Verbandsspruchkammer wegen Mangels an Beweisen nicht zu folgen. Der Spruchkammervorsitzende wies dezidiert darauf hin, dass es sich um einen Freispruch zweiter Klasse handele (so die ausführliche Beichterstattung des Kölner Stadtanzeigers und weiterer lokaler Sportmedien). Der Freispruch der Verbandsspruchkammer wurde von Vielen mit Irritation, Ratlosigkeit und einem schalen Beigeschmack aufgenommen. Geht man davon aus, dass die Berichterstattung vollständig den Ablauf den Sachverhalt wiedergibt, stellt sich Insidern die Frage, ob nicht über den elektronischen Spielbericht, der übrigens Urkundencharakter besitzt, eine Überprüfung der Frage, ob tatsächlich sieben (?)  Spieler des VfL Rheinbach ihren Einsatz in der Startaufstellung verweigert hatten, weil sie nicht an einer Ergebnismanipulation beteiligt sein wollten, eine Sachaufklärung nicht doch erschöpfender erlaubt hätte. Der Spielbericht ist bekanntlich vor Spielbeginn von den Vereinsvertretern “frei zu geben”. Spätere Änderungen bleiben danach den Schiedsrichter vorbehalten. Ob diese diesbezüglich befragt worden sind,  ist der Medienberichterstattung nicht zu entnehmen. Die Beurteilung der  Glaubwürdigkeit der Spieler wäre mit einer diesbezüglichen Recherche durchaus zu erleichtern gewesen, hätte aber auch den Spielern vorgehalten werden können, um ihre Glaubwürdigkeit zu erschüttern. Kaum nachvollziehbar ist aus der Sicht des Verfassers die Einlassung des Rheinbacher Spielführers, er sei  so auf das Spiel fokussiert gewesen, dass er nicht sagen könne, ob der Sachverhalt vor dem Spiel in der Kabine der Rheinbacher sich, wie von seinen Mannschaftskameraden geschildert, abgespielt habe.

Unabhängig von all dem, ist der SV Schlebusch aber abgestiegen, weil er einen einzigen Punkt zu wenig auf der “Habenseite” hatte.  Die Gelegenheit, diesen Punkt zu holen, gabs mehrfach. Man führte bis in die Nachspielzeit beim Meister Bonner SC mit 1:0 und kassierte noch den Ausgleich. In Bonn-Endenich führte man nach der Pause mit 3:1 und gab erneut zwei Punkte ab. Gegen den Heiligenhauser SV verlor man nach 3:1 Führung gar alle drei Punkte und auch in Spich hätten wir das späte 0:1 vermeiden können, das allerdings durch einen strittigen Strafstoß in der 90. Minute erzielt wurde.
Ihre uneingeschränkte Landesligatauglichkeit hatten unsere Jungs bei den beiden Spielen gegen Bad Honnef, in Bonn, gegen Siegburg, dem 9:0 beim SV Bergfried Leverkusen und ganz besonders beim 4:0  gegen Vizemeister SSV Merten bewiesen.

Doch zurück zu Thomas Rennette, der mittlerweile unsere AH-Truppe eminent verstärkt
Wir hoffen, dass die Feststellung, dass ein Abschied zugleich Neubeginn sein kann, auch für Thomas Rennette gilt. Uns wünschen wir für die Zukunft regelmäßige Besuche unseres Freundes Thomas Rennette bei den Spielen unserer Mannschaften.

Danke, Thomas Rennette!!!!! 

Stefan Müller, Schlebuschs neuer Cheftrainer
David Gsella sein Assistent

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Florian Richter – vom gefeierten Torjäger zum Cheftrainer der B-Junioren

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IX

1. Das Jahr eins nach Thomas Rennette

Stefan Müller wird Thomas Rennettes Nachfolger, Davis Gsella sein Assistent

2.Ein Leben für den Fussball
3. Die Saison 2014/2015
4. die Pokalrunde 2014/15
5. Neues aus dem Juniorenfussball


1.

Sie wollen Ihnen guten Fussball bieten

Saison 2013/2014

Mit dem vorstehend abgebildeten Kader starteten Stefan Müller und sein Cotrainer David Gesella in die Saison 2013/14

Eine Vorgabe, den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen gab es natürlich ausdrücklich nicht.

in die Saison 2013/2014

obere Reihe:
Bastian Rosskamp, Florian Richter, Sven Wilk, Tim Herbel, Dominick Dohmen, Tim Breddemann,

mittlere Reihe:
Physiotherapeutin Rebbeca Esser, Mannschaftsbetreuer H.P. Deutz, Kevin Kumm, Christopher Hinzmann, Thomas Scheidler, Rene Schillings, Ramon Weistroffer, Cotrainer David Gsella, Trainer Stefan Müller

untere Reihe:
Maximilian Wipperfürth, Tobias Balduan, Marvin Mayer, Dennis Hill, Niklas Deimel, Denis Labusga, Yannik Raufeiser, Lukas Schultens

Es fehlen:
Rene Klüber, Eric Dantz, Sebastian Kügler, Nicklas Schilling

 

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„Die Personalausstattung“ sollte leider sehr schnell wieder Lücken aufweisen, wobei natürlich jeder im und um den Bühl hoffte, dass die von Beginn an verletzten Spieler schnell wieder einsatzfähig werden würden. Beim vorjährigenSpielführer unserer A-Junioren, Maximilian Wipperfürth, zerschlug sich ebenso wie bei Bastian Roßkamp diese Hoffnung alsbald und auch Neuzugang Kevin Kumm wurde nie so fit, dass er
den Verein weiter gebracht hätte. Er verließ daher den Verein relativ schnell wieder, Während Max Wipperfürth einen neuen Anlauf nimmt und unser „Basti“ zur Schlebuscher Zweiten zurückkehrte. Nach einem guten Start und elf Siegen sowie zwei Unentschieden eroberte man sich mit 36:7 Toren und 35 Punkten die klare Tabellenführung, wobei der 2:0 Sieg beim SC Köln-West teuer bezahlt wurde. Die Verletzung von Florian Richter erwies sich als so schwer, dass dem SV Schlebusch seinen treffsichersten Stürmer für den weiteren Saisonverlauf verlor. Nach einer Niederlage in Urbach freute man sich über die Herbstmeisterschaft und genoß die Titulierung der Konkurrenz von den Überqualifizierten. Nach weiteren 10 Punkten aus den Spielen 16 – 19 gabs dann ausgerechnet beim Nachbarn Bergfried eine 2:3 Niederlage und plötzlich war beim SVS Sand im Getriebe. Bis zum Saisonfinale standen dann in 10 Spielen nur noch drei Siege und vier Unentschieden, aber leider auch die Niiederlagen zwei, drei und vier zu Buche und man landete auf dem undankbaren 4. Platz, was höchst bitter war, hätte man doch mit nur einem weiteren Sieg den sofortigen Wiederaufstieg erreicht.
So konnte die Parole für die laufende Saison 2014/15 nur lauten:
Mund abputzen und weitermachen.
Bei Saisonhalbzeit belegten wir mit allerdings bereits sieben Punkten Abstand zum Tabellenzweiten Deutz 05 den vierten Tabellenplatz. Deren Vorsprung ist nach dem Sieg in Deutz am 8. März 2015 auf jetzt vier Punkte geschmolzen.

X

2. Ein Leben für den Fußball

Der WDR widmete  dem sportlichen Lebenswerk unseres Jugendleiters, Nuri Kurt, einen ausführlichen Filmbeitrag, der natürlich in der Vereinsgeschichte  Erwähnung finden muß:

Ein Leben für den Fußball Die gute Seele vom SV Schlebusch


Nuri Kurt steht in einer Umkleidekabine und redet mit einer gruppe Jungs, die in Fußballtrikots vor ihm sitzen

Donnerstag, 28. August 2014, 18.05 – 18.20 Uhr

Video

Hier Das Presseinfo des Vereins:

Nuri Kurt’s unermüdlicher Einsatz in mehr als vier Jahrzehnten für den SV Schlebusch war ein vielbeachteter Fernsehbeitrag der Leverkusener Journalistin Anka Richter in der WDR Sendereihe ‘Hier und Heute’.

Für Alle, die die Sendung nicht verfolgen konnten, hier der Link zum Livestream in der Mediathek des WDR:
http://www1.wdr.de/fernsehen/regional/hierundheute/sendungen/einlebenfuerdenfussball100.html

Anja Richter ist übrigens die Mutter des Trainers unserer B – I Junioren, Florian Richter.

Weitere sehenswerte Beiträge über unseren Freund Nuri finden Sie unter den nachstehenden Links:

Portrait Nuri 1978-79   zum Öffnen auf nebenstehenden Link
klicken

 

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3.Die Saison 2014/2015<
Das Aufgebot der Saison 2014/2015
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Der Trainer unserer erfolgreichen Verbandsliga – A-Junioren und zugleich Cotrainer unserer 1. Mannschaft, David Gsella, in Aktion

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Nach den wenig zufriedenstellenden Meisterschaftsrunden mit dem verpaßten Aufstieg in die Verbandsliga in der Saison 2011/12, in der wir als Herbstmeister mit sechs Punkten Vorsprung auf den 1. Nichtaufstiegsplatz am Ende nur Fünfter wurden, folgte in der Saison 2013/14, mit 41 Punkten und einer Tordifferenz von +14 der Abstieg in die Bezirksliga (Mitabsteiger Bergneustadt (7 Punkte), Bergfried Leverkusen (17 Punkte) und Deutz 05 (18 Punkte)waren 23, 24 und 34 Punkte hinter uns. Nach vorne hingegen trennte uns ein einziger Punkt vom 1. Nichtabsteiger Oberpleis, von Spich zwei Punkte, von Rheinbach drei Punkte, und von den punktgleichen Heiligenhausern, Bonn Endenich und dem VfL Leverkusen 4 Punkte (sie alle hatten ein schlechteres Torverhältnis. Man hätte mit nur vier Punkten mehr auf dem Habenpunkte also den 7. Tabellenplatz erreichen können. Auf die strittige Begegnung in Rheinbach soll nicht mehr
eingegangen werden.
Natürlich hätten wir uns für die laufende Saison ein wenig mehr erwartet, aber vielleicht wird ja diesmal die Rückrunde besser.

4. Die Pokalrunde 2014/15

Im Pokal haben wir fünf Kreispokalrunden locker überstanden und danach auch zwei Runden des Bitburgermittelrheinpokals gegen Lindenthal Hohenlind und Arnoldsweiler. Das hervorragende 0:1 gegen die mit zahlreichen Spielern aus dem Profibereich antretende Kölner Victoria war aller Ehren voll und ist wohl Allen noch in frischer Erinnerung. Anerkennung, Respekt und im eigenen Bereich auch Begeisterung hat diese Pokalrunde dem SV Schlebusch gewiß allemal eingetragen.

Hierzu noch einige Bilddokumente.

Quelle: Rheinsport – Galerie

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Und hier sind noch ein paar Schnappschüsse mit Spielszenen der Spiele unserer Mannschaft:

Ramon Weistroffer

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Foto Dohmen und Weistroffer

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Foto Marvin Mayer

5. Neues aus der Jugendabteilung

Die Saison 2014/2015 liegt mittlerweile hinter uns und der klammheimlich gehegt Wunsch, sofort wieder die ungeliebte Bezirksliga in Richtung Landesliga verlassen zu können, blieb ein Traum. Dabei war die Punkt- und Torausbeute garnicht einmal schlecht. Man erreichte mit einem Torverhältnis von 76:36 und 53 Punkte und einen respektabelen 4. Tabellenplatz. Die Aufsteiger Nümbrecht und Deutz lagen im Vergleich mit dem SV Schlebusch 9 bzw. 14 Punkte vorne und stiegen völlig verdient an unserer Stelle auf. Das unsere Jungs gegen den Lokalrivalen FC Leverkusen zweimal mit 0:4 unterlagen, auch gegen Primus Nümbrecht 6 Punkte liegenließ, zuhause gegen Lindenthal-Hohenlind und den WfR Wipperführth verlor und ebenfalls in Heiligenhaus war auch mit der imponierenden Siegesserie im letzten Saisondrittel nicht mehr nicht zu kompensieren. Ob die kraftraubenden Pokalrunden letzlich das Verpassen des Wiederaufstiegs beeinflußt hat wird sich kaum klären lassen.

Hier noch unsere erweiterte Bilanz:

A-Junioren:
Unsere A – Junioren spielen in der Verbandsliga und sind dank einer überzeugenden Rückrunde mit 9 Siegen als Tabellensechster ohne Relegation auch in der nächsten Saison wieder in dieser Klasse dabei. Nachbar VfL Leverkusen, der in der Saison 2014/15 durch einen guten dritten Platz in der Bezirksliga die Teilnahme an der Relegationsrunde erreichte scheiterte äußerst knapp am starken SC West. Für unsere Jungs standen zum Schluß 45 Punkte und ein Torverhältnis von + 15 in der Bilanz. Hierzu gebührt allen Beteiligten, an der Spitze Trainer David Gsella und seinem Cotrainer Holger Boes ein herzliches Dankeschön und ein ganz “dickes” Komplement. Bei David Gsella bedanken wir uns an dieser Stelle auch für die Unterstützung beim Coaching unserer B-Junioren!!!!!!!

B – Junioren
Unsere B 1 spielen in der nächsten Saison jetzt auch in der Verbandsliga. In der Relegation legten sie mit einem hochverdienten 1:1 beim Hinspiel bei Westwacht Aachen das Fundament zum Aufstieg, der mit einem 1:0 im Rückspiel dann gebucht wurde. Torschütze war Markus Kedeinis, dessen Mutter seit kurzem dem Vorstand des SV Schlebusch angehört. Beteiligt am Aufstieg war auch Nuri Kurts Enkel Timon.
Auch hier haben wir Grund zum Dank für eine überzeugende Saison in der Bezirksliga. Der SV Schlebusch ist auch stolz auf seine B-Junioren und bedankt sich natürlich besonders beim Trainer unserer Ausstiegsmannschaft Marc Hielscher !!!!!.

C – Junioren
Unsere C 1 Junioren spielten in der letzten Saison ebenfalls in der Bezirksliga und haben leider den Weg in die Sonderliga gehen müssen. Wir wünschen Euch natürlich den sofortigen Wiederaufstieg!!!!!! Die Spieler dieser Altersklasse waren seit deren Gründung
Über unsere weiteren Mannschaften können Sie/könnt Ihr Euch über die Datenbanken unter der Adresse:

www.fussball.de
oder über
http://www.fupa.net/mittelrhein bzw. http://www.fupa.net/koeln (je nach Klassenzugehörigkeit)
selbst informieren.

Und so, berichtete die heimische Sportpresse über unsere A, B und C – Junioren in der Saison 2014/15:

Quelle: www.fupa.net/koeln

Doppelt erfolgreich

Die Schlebuscher A- und B-Junioren spielen in der neuen Saison in der Mittelrheinliga. Während die A-Jugend den Klassenerhalt feiern konnte, setzten sich der die B-Junioren in den Relegationsspielen gegen Westwacht Aachen durch.

Die Talente in den eigenen Reihen lassen die Verantwortlichen des SV Schlebusch auf eine rosige Zukunft hoffen. Während den B-Junioren-Fußballern in den Relegationsspielen gegen Westwacht Aachen (1:1, 1:0) der Sprung in die Mittelrheinliga glückte, schaffte der älteste Nachwuchs im ersten Jahr in eben jener Liga prompt den direkten Klassenerhalt. „Dass die beiden ältesten Jahrgänge auf Verbandsebene spielen, zeugt von sehr guter Nachwuchsarbeit”, sagt ein stolzer Schlebuscher Jugendleiter Nuri Kurt.

Der Erfolg der A- und B-Junioren setzt die erste Seniorenmannschaft gewissermaßen unter Druck. „Jetzt muss erst recht der Aufstieg her”, sagt der Co-Trainer der Bezirksliga-Elf, David Gsella.

Der 32-Jährige betreut gleichzeitig die A-Junioren und blickt auf eine tolle Saison zurück. Obwohl sich Burak Özmen (Bonner SC) und Aytekin Kanli (Viktoria Köln) im Winter jeweils einem Bundesligisten anschlossen, lief die Schlebuscher Elf anschließend zur Hochform auf. Ganze drei Partien verlor der Aufsteiger in der Rückrunde, in der zwischenzeitlich sogar mehr als der Klassenerhalt möglich schien. „Der Verband hat bei uns angeklopft und sich erkundigt, ob wir den Aufstieg wahrnehmen würden. Das Thema war aber schnell vom Tisch: Die Bundesliga würde finanziell und sportlich einfach keinen Sinn machen für diesen Verein”, sagt Gsella.

Auch so sorgte seine Mannschaft für mächtig Furore. Unter anderem beendete man den Siegeszug des bis dato souveränen Spitzenreiters Alemannia Aachen und gewann auf dem Platz auf dem Parkhausdach am Tivoli mit 1:0. Nicht zuletzt deshalb stieg am Ende nicht Aachen, sondern Fortuna Köln auf. Dank eines 4:2-Erfolgs in Hennef zementierte derweil der SVS am vorletzten Spieltag den sechsten Tabellenplatz und machte damit den direkten Klassenerhalt perfekt; der ambitionierte Rivale aus dem Rhein-Sieg-Kreis musste indes den Umweg über die Relegation gehen.

Das simple Schlebuscher Erfolgsrezept waren eine kompromisslose Defensivarbeit und schnelles Umschalten nach Balleroberung. Während Kapitän und Innenverteidiger Marcel Boes die Abwehr zusammenhielt, führte Niklas Hammes im defensiven Mittelfeld Regie und fütterte die pfeilschnellen Außenspieler Yannick Rodenkirch und Sebastian Labusga immer wieder mit Pässen in die Tiefe. „Wir haben unsere Tore immer wieder nach dem gleichen Muster erzielt. Über die Hälfte der Treffer wurden über außen vorbereitet”, sagt Gsella.

Seine Spielphilosophie wird der ehemalige Torwart des SVS auch künftig beibehalten, der Kader wird sich jedoch deutlich verändern. Mit Boes, Hammes, Rodenkirch und Defensiv-Ass Martin Schulz haben vier Spieler den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Insgesamt bleiben nur acht Akteure aus dem bisherigen Kader übrig.

Aufgefüllt wird das Aufgebot mit Spielern der eigenen B-Junioren und externen Zugängen. „Ohne Verstärkung von außerhalb wären wir in der anstehenden Saison chancenlos. Mit den Absteigern Viktoria Köln und Bonner SC ist die Liga nämlich vermutlich so stark wie noch nie. Wir werden uns strecken müssen, um die Klasse zu halten”, sagt Gsella, der sich in seiner Doppelfunktion auf eine nervenzehrende Saison einstellen muss — einer Saison zwischen Aufstiegshoffnung und Abstiegsangst.

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David Gsella ist seit rund 14 Jahren ein ausgesprochener Glücksfall für den SV Schlebusch. Ob als Spieler, Trainer, Co – Trainer, Turnierleiter – kurz: überall wo tatkräftiges Anpacken gefragt ist, ist er zur Stelle. Mit 278 Einsätzen und 6 Toren in Meisterschaftsspielen der 1. Mannschaft des SV Schlebusch ist er unangefochten Zweiter in der Einsatz- und Torstatistik des Vereins. Der Trainer David Gsella hatte bisher immer eine passende Antwort, wenn sich für seine Schützlinge Probleme auftaten.’
Deswegen soll ihm an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön gewidmet werden!!!!!

Unsere 1. Mannschaft erfuhr zum Start der Saison 2015/16 eine hohe Ehrung mit der Verleihung des Fairnispreises der abgelaufenen Saison 2014/2015

Anläßlich des Saisonstarts 2015/16 und dem Spiel gegen den SV Altenberg (Ergebnis. 8:0 für den SVS) wurde der SV Schlebusch von den Spitzen des Fußballverbandes Mittelrhein in Anwesenheit zahlreicher Ehrgäste in einer stimmungsvollen Feier als fairste Mannschaft des Verbandsgebietes geehrt. Im Verlauf der Meisterschaftssaison “reiften dann fast alle “Blütenträume” und nach 30 Spielrunden stand die Bilanz:
26 Siege – 3 Unentschieden – 1 Niederlage – 81 Punkte und 103:25 (Torquotient + 78) führte mit einem neuen Saisonrekord auf geradem Wege in die Landesliga

In späteren Jahren wird man wohl die 2016-er im gleichen Atemzug mit den “sagenumwobenen 78-ern ” nennen, die als einzige Schlebuscher Mannschaft ungeschlagen in die Landesliga aufgestiegen ist. Thomas Renette’s Meister 2009 war natürlich auch ein Erfolg seines Cotrainers, Stefan Müller, wie der jetzige Titel auch David Gsella gehört. Die 2009-er halten weiterhin ihren Rekord, mit 112 Toren die offensivstärkste Aufstiegsmannschaft des Vereins gewesen zu sein. Der SV Schlebusch freut sich von Herzen über den Aufstieg und auf die nächste Landesligasaison. Festhalten wollen wir, das der Triumph des Jahres 2016 der Triumph einer blendend auf einander abgestimmten Mannschaft war, in der Jeder seinen Anteil am Erfolg hatte!!!!!!!!

Quelle:
EINS ZU EINS
Das Magazin des Fußball-Verbandes Mittelrhein e.V.

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Link zur alten Vereinsseite

http://sv-schlebusch.de/backup/der-verein/aktuelles-jugendabteilung/default.htm

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