Sand im Getriebe

SV Schlebusch kommt gegen Wiehl nur zu einem Remis
Leverkusen. Nach dem Remis unter der Woche in Porz reichte es für den Fußball-Landesligisten SV Schlebusch auch gegen den FV Wiehl nur zu einem 0:0, gleichbedeutend mit dem Verlust der Tabellenführung, da der VfL Alfter zeitgleich seine Begegnung in Spich gewann

Im Spiel nach vorne lief beim SVS gegen selbstbewusst auftretende Wiehler kaum etwas zusammen, es fehlte vor allem an Durchschlagskraft. „Womöglich wiegen die Ausfälle von Marcel Wandinger, Marcel Schulz und auch Mustafa Uzun schwerer als gedacht. Wir haben kaum Einschussmöglichkeiten kreiert, wobei ich wirklich niemandem das Bemühen absprechen kann. Derzeit scheint uns einfach die Spielfreude so ein bisschen abhanden gekommen zu sein“, resümierte Schlebuschs Trainer Stefan Müller, der bis zur 85. Minute auf die erste echte Torchance seiner Mannschaft warten musste, als Nick Rohrbeck aus der Drehung den Giebel des Gästetores anvisierte, aber am stark reagierenden Schlussmann der Wiehler scheiterte.

Nahezu mit dem Schlusspfiff legte Rohrbeck für Marco Mandrella auf, doch gerade als der Jubel der Gastgeber ertönte, hob der Assistent an der Linie die Fahne, um eine Abseitsstellung anzuzeigen, die es sicherlich nicht gegeben hatte. „Selbst die Wiehler meinten, es wäre nie und nimmer abseits gewesen. Das ist natürlich bitter“, so Müller, der aber gleichzeitig einräumte, dass ein Sieg doch sehr glücklich gewesen wäre.

Die Gäste waren zuvor einem Tor nämlich einige Male wesentlich näher als seine Elf. In der 82. Minute beispielsweise sprang der Ball vom Innenpfosten zurück in die Arme von Schlebuschs Keeper Justin Stauner. Und schon nach wenigen Minuten hatte der FV das fast leere Tor nicht getroffen. „Es ist gerade etwas Sand im Getriebe, wir schaffen es nicht, in einen höheren Gang zu schalten“, so Müller.
SV Schlebusch: Stauner, Birken, Martin Schulz, Paffrath, Raufeiser, Breddemann (72. Herbel), Hammes (46. Görgens), Annas, Urban (88. Mandrella), Grützner, Hauschke (75. Rohrbeck).