Erfolg mit Enttäuschung

Landesligist SV Schlebusch hat mit einem letztlich mühelosen 4:1-Erfolg nach 0:1-Pausenrückstand beim A-Kreisligisten SC Hitdorf die nächste Runde im Kreispokal erreicht. Schlebusch tat sich allerdings zunächst schwer und geriet sogar nach 32 Minuten in Rückstand. Der Torschütze Marlon Beckhoff hatte jedoch in der entscheidenden Szene die Hand zu Hilfe genommen, was eigentlich auch nicht zu übersehen war. Der Schiedsrichter jedoch hatte dies nicht bemerkt. Von den Schlebuschern und auch etlichen Zuschauern darauf aufmerksam gemacht, fragte er den Schützen, der jedoch alle Schuld von sich wies.

Somit blieb es bei der irregulär erzielten Führung des Außenseiters. „Ich muss gestehen, dass ich persönlich enttäuscht bin. Zum einen dachte ich, wir hätten ein freundschaftliches Verhältnis zu den Hitdorfern, und zum anderen lebe ich mit meinen Jungs das Fairplay-Verhalten bekanntlich ausdrücklich vor. Umso enttäuschter ist man natürlich, wenn das andere nicht so handhaben“, erklärte SVS-Coach Stefan Müller, dessen Mannschaft im weiteren Spielverlauf eine sportliche Antwort auf die Geschehnisse gab und nach Toren von Martin Schulz (58.), Tim Breddemann (60.), Mustafa Uzun (82.) und Marcel Schulz (90.) die Partie noch verdient gewann.

Nach 70 Minuten musste Müller noch Torwart Justin Stauner mit Verdacht auf Gehirnerschütterung auswechseln. In der Szene, die zum 1:0 führte, hatte Beckhoff – unabsichtlich – Stauner mit dem Ellenbogen am Kopf getroffen. Ob dieser am Sonntag (15.30 Uhr) auflaufen wird, wenn es für den SVS in der Meisterschaft zu Borussia Lindenthal-Hohenlind geht, bleibt abzuwarten. „So oder so erwarte ich dort wieder eine enge Angelegenheit, wie meistens in den vergangenen Jahren. Beide spielen gerne mit offenem Visier. Ich denke, es wird vieles von der Tagesform abhängen“, so Müller.

Nach einer denkwürdigen Partie mit kuriosem Spielverlauf hat sich der Fußball-Bezirksligist FC Leverkusen aus dem Kreispokal verabschiedet. Beim Ligarivalen Rheingold Poll zogen die Leverkusener nach fast 130 Minuten Spielzeit mit 4:5 den Kürzeren.

Zur Pause hatte Poll mit 1:0 geführt, zum Ende der regulären Spielzeit stand es 2:2, nachdem Enzo Bosa (65.) und Saif Ayadi (83.) jeweils egalisiert hatten. „Es war schon ein Witz, dass es da unentschieden stand. Eigentlich hätten wir längst deutlich führen müssen. Im Endeffekt aber haben wir uns wieder selbst durch schlimme Abwehrfehler geschlagen“, resümierte FCL-Chef Michael Kunz, der sich allerdings über die große Moral seiner Spieler durchaus freuen durfte.

In der Verlängerung lag der FCL bereits mit 2:4 zurück, ehe Amine Azzizi (110.) und der bei einer Standardsituation mit nach vorne geeilte Torhüter Emre Öztürk per Kopfball (120 +3.) nochmals egalisierten. Kurz darauf jedoch leistete sich Alex Leontaridis ein völlig unnötiges Foul, das bestraft wurde, indem ein Poller den Freistoß aus gut 25 Metern in den Winkel jagte. Da waren bereits knapp 128 Minuten absolviert. „Das war Dummheit“, befand Kunz.
Der Coach empfängt mit seiner Elf am Sonntag die Viktoria aus Frechen zum ersten Heimspiel am Birkenberg (15.15 Uhr). „Der Gegner steht nach zwei Auftaktniederlagen schon unter Zugzwang und wird sich mit Händen und Füßen wehren. Da werden wir gegenhalten müssen“, so Kunz, der wohl nur den beruflich verhinderten Assimiou Touré ersetzen muss.